Ein Hoch auf das Gesetz!

Stell Dir das mal vor: Eine Welt, in der sich alle Menschen an die 10 Gebote und das Gebot der Nächstenliebe (3. Mose 19, 18) halten. Niemand tötet. Niemand stiehlt. Niemand lügt. Niemand ist neidisch. Niemand bricht die Ehe. Kinder ehren ihre Eltern. Jeder liebt seinen Nächsten wie sich selbst.

Wir könnten Polizei und Armee abschaffen. Gefängnisse, Zäune, Mauern und Türschlösser wären überflüssig. Die Menschen hätten Vertrauen zueinander. Die Wirtschaft würde florieren. Kinder würden geborgen aufwachsen. Jeder würde jeden respekt- und liebevoll behandeln.

Das wäre das Paradies auf Erden.

Komischerweise haben Gebote und Gesetze trotzdem einen schlechten Ruf. Wir halten sie für Spiel- und Spaßverderber. Wir assoziieren damit Einschränkungen, Freiheitsverlust und Strafandrohung. Auch unter Christen wird vor kaum etwas so gewarnt wie vor „Gesetzlichkeit“. Schließlich steht doch die Liebe über dem Gesetz und Christen sind dem Gesetz ohnehin nicht mehr unterworfen. Oder?

Ja und nein:

  • Ja, weil Jesus uns vom Gesetz freigekauft hat. Wir sind keine Sklaven mehr. Gott erzieht uns nicht mehr mit blind zu befolgenden Befehlen sondern als Kinder. Deswegen sind wir nicht mehr unter dem Gesetz sondern unter der Gnade. Und natürlich gelten die Opfer- und Reinigungsvorschriften nicht mehr, weil sie mit Jesu Tod am Kreuz ein für alle Mal erfüllt worden sind.
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  • Nein, weil Jesus das Gesetz nicht aufgehoben hat! Die Gebote gelten gerade für uns Christen, denn niemand hat größere Verantwortung, die Gesetze des Königs hochzuhalten als die Söhne und Töchter des Königs!

Jesus sah keinerlei Gegensatz zwischen Liebe und Geboten: „Wer meine Gebote kennt und sie befolgt, der liebt mich.“ (Joh. 14, 21) Gerade das Halten der Gebote ist für ihn Ausdruck wahrer Liebe zu Gott – so wie ich mich aus Liebe zu meiner Frau auch gerne bemühe, mich nach ihren Vorstellungen zu richten.

Auch wenn das mosaische Gesetz so im Neuen Bund nicht mehr gilt will Gott noch immer, dass wir uns an seine Gebote halten. Im neuen Bund hat er aber seine Strategie geändert, um dieses Ziel zu erreichen: Statt nur an unseren Willen und Gehorsam zu appellieren will er eine Herztransplantation an uns vornehmen, so wie er es in Jeremia 31, 33 bereits angekündigt hat: “Ich werde ihr Denken mit meinem Gesetz füllen, und ich werde es in ihr Herz schreiben.” Dafür soll unser alter Mensch am Kreuz mit Jesus sterben und Christus durch den Heiligen Geist Christus in uns lebendig werden, so dass wir wie Paulus sagen können: „Ich lebe, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir.“ Dieser erneuerte Mensch ist wahrhaft frei. Nicht weil er gesetzlos ist sondern weil er Gottes Gebote liebt und von Herzen gerne hält.

Gottes Gebote sind also auch für Christen wichtig, nicht weil wir uns sklavisch daran halten müssen aber weil sie uns Gottes Denkweise und Charakter lehren und uns Richtschnur und Lehrmeister sind! Gesetzlosigkeit hingegen ist die schlimmste Bedrohung für unsere Gesellschaft überhaupt. Jesus hat die furchtbaren Endzeitkatastrophen dadurch charakterisiert, dass „die Gesetzlosigkeit überhand nehmen wird.“ (Matth. 24, 12) Gerade jetzt erlebt unsere Gesellschaft einen Vorgeschmack, was er damit meinte: Linke, rechte und religiöse Extremisten pfeifen immer öfter auf die Gesetze. Sie haben immer weniger Respekt vor dem Staat, der Justiz und der Polizei. Wenn Einbrüche zunehmen, Autos abgefackelt werden, Anschläge passieren, Frauen und Minderheiten bedrängt werden, Parallelgesellschaften wachsen und mafiöse Clans die Macht übernehmen, dann spüren wir: Es gibt keine Sicherheit und keine Freiheit, wenn Gesetze nicht eingehalten werden. Gesetzlosigkeit führt zu Misstrauen, Unrecht, Angst und Gewalt. Gesetzlosigkeit ist die Hölle. Gute Gesetze sind ein Segen!

Blogbild Gesetz

Deshalb: Ein Hoch auf unser Gesetz! Ich kenne kein besseres Rechtssystem in der Welt als das Unsrige in Deutschland. Ein Hoch auf all die Polizisten und Justizbeamten, die helfen, es hochzuhalten und durchzusetzen!

Und ein Hoch auf die großartigen Gebote des Königs aller Könige! Lassen wir uns erfüllen mit dem Heiligen Geist, der uns hilft, sie in der Bibel zu lesen, zu lieben und zu befolgen. Nicht aus sklavischem Gehorsam sondern aus Liebe heraus. Nicht um uns Gottes Gunst und das Heil zu verdienen sondern in dem festen Wissen, dass Gottes Ja zu uns fest steht und wir durch seine Gnade für immer seine geliebten Kinder bleiben, auch wenn wir scheitern und Fehler machen. Gottes Königreich ist dort, wo Menschen genau das tun. Genau dort breitet sich der Himmel aus.

Siehe auch:

13 Gedanken zu “Ein Hoch auf das Gesetz!

  1. Sie erwähnen einerseits, dass die Opfer- und Reinigungsvorschriften nicht mehr gelten und andererseits, dass Jesus das Gesetz nicht aufgehoben hat und diese deswegen noch immer gelten. Was nun?

    Was sagen Sie zudem zu folgenden Stellen?

    Röm 6,14b … ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.
    Röm 6,15 … wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind …
    Röm 7,4 So seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus …
    Röm 7,6a Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht …
    Gal 2,19a Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben …
    Gal 5,18 Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter dem Gesetz.
    Eph 2,15a Er hat das Gesetz der Gebote in Satzungen beseitigt …

    Ein kleiner Gedankenstoß: die Bibel kennt keine Unterteilung in Opfer- und Reinigungsvorschriften.

    • Vielen Dank für Ihre Gedanken! Diese Bibelstellen sind großartig! Ich liebe sie und ich liebe es, über die Gnade zu reden, die uns vom Fluch des Gesetzes befreit. Aber meine Erkenntnis aus der Bibel und auch aus praktischer Erfahrung ist: Wir brauchen auch den “Zuchtmeister” des Gesetzes (Galater 3, 24) nach wie vor. Jesus hat gesagt: “Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.” (Joh. 14,15). Deshalb müssen wir klar ansprechen, dass Esoterik, Pornografie, Lästern und Lüge, Diebstahl, Unvergebenheit usw. im Reich Gottes keinen Platz haben. Wir müssen darüber sprechen, dass unser Gott ein heiliger Gott ist, in dessen Gegenwart Sünde und Unreinheit vergehen müssen. Wir müssen darüber sprechen, dass Sünde keine Bagatelle ist sondern uns und unser Umfeld zerstört. Wenn wir darüber sprechen wird die Gnade umso größer. Wenn wir es hingegen verschweigen und so tun, als ob Gottes Maßstäbe nicht mehr relevant wären, dann wird Gnade billig und kraftlos. Gnade brauchen wir erst dann, wenn wir erkennen und begreifen, dass wir dem Gesetz nach verurteilt werden müssten. Dann werden wir bereit, unseren alten Menschen, der durch menschliche Anstrengung sich selbst Gerechtigkeit verschaffen möchte und am Gesetz aber scheitert, in den Tod zu geben und aus Gnade zu leben, die uns aus dem Fluch des Gesetzes befreit. Erst wenn wir mit Christus gestorben sind und mit Paulus sprechen können “nun aber lebe nicht mehr ich sondern Christus lebt in mir” sind wir wahrhaft frei vom Gesetz. Können Sie diese Gedanken nachvollziehen? Was wollen Sie mir mit Ihrem Gedankenanstoß über die fehlende Unterteilung zwischen Opfer- und Reinigungsvorschriften sagen?

      • Unser Vater lehrt uns aber, dass wir den Zuchtmeister des Gesetzes NICHT mehr brauchen.
        Gal 3, 23 Bevor es diesen Glauben gab, wurden wir vom Gesetz gefangen gehalten. Wir waren eingeschlossen bis zu der Zeit, in der der Glaube bekannt gemacht werden sollte. 24 So führte das Gesetz uns wie ein streng ermahnender Erzieher zu Christus, damit wir durch den Glauben von Gott als gerecht anerkannt würden. 25 Nachdem nun der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter einem Erzieher, …

        In Joh. 14,15 spricht Jesus von SEINEN Geboten. Damit sind schon mal nicht die 618 Ge- und Verbote des AT gemeint!
        – Joh 15,12 Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe.
        – Gal 5, 14 Denn das ganze Gesetz ist erfüllt, wenn ihr das eine Gebot haltet: “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!”
        – Gal 6, 2 Helft euch gegenseitig, die Lasten zu tragen. Auf diese Weise erfüllt ihr das Gesetz des Messias.
        – Eph 2,15 Er hat das Gesetz der Gebote in Satzungen beseitigt, um die zwei – Frieden stiftend – in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen

        Sie liegen absolut richtig, dass das Gesetz gebraucht wird um den Zustand des Menschen aufzuzeigen. Es ist der Zuchtmeister, der uns zu Jesus treiben soll, danach hat es jedoch für den Glaubenden ausgedient!
        -Galt 3, 19 Aber was für einen Sinn hat dann das Gesetz? Es wurde hinzugefügt, um die Gesetzesübertretungen sichtbar zu machen, und zwar so lange, bis der Nachkomme käme, dem die Zusage galt. Es ist ja auch durch Engel mit Hilfe eines Vermittlers erlassen worden.
        – 1Tim 1,9 indem er dies weiß, dass für einen Gerechten das Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für Heillose und Unheilige, Vatermörder und Muttermörder, Mörder,

        Mit den Opfer- und Reinigungsvorschriften meine ich, dass es diese Unterteilung nicht gibt. Das Gesetz kann und darf nicht selektiv gelehrt werden. Sie haben im Artikel jedoch geschrieben, dass einerseits diese am Kreuz erfüllt wurden, auf der anderen Seite die Gesetze gerade für uns Christen gelten. Ein paar Stellen die aufzeigen, dass man, wenn man nur ein einziges der Gesetzes halten will oder es lehrt, man ALLE halten muss.

        – Gal 3, 10 Denn alle, die auf die Erfüllung des Gesetzes vertrauen, sind unter einem Fluch, denn es steht geschrieben: “Fluch über jeden, der nicht alles, was im Gesetzbuch geschrieben ist, erfüllt.”
        – Gal 5, 2 Merkt euch meine Worte! Ich, Paulus, erkläre: Wenn ihr euch beschneiden lasst, dann wird Christus für euch wertlos sein.
        3 Und ich erkläre noch einmal: Jeder, der sich beschneiden lässt, ist verpflichtet, das ganze Gesetz zu befolgen.
        – Jak 2,10 Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller Gebote schuldig geworden.

        Indem man Gläubigen Gesetz lehrt, gibt man der Sünde Kraft.
        – 1Kor 15,56b … die Kraft der Sünde aber [ist] das Gesetz.

        Im Folgenden habe ich noch ein paar Stellen. Der Kommentar wird hierdurch zwar zu groß für die Kommentarfunktion, doch diese sind sehr wichtig.

        Gal 4, 21 Ihr wollt euch dem Gesetz unterwerfen? Sagt mir: Hört ihr denn das Gesetz nicht?

        Joh 1,17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.

        Joh 5,45 Meint nicht, dass ich euch bei dem Vater verklagen werde; da ist einer, der euch verklagt, Mose [s Gesetz], auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.

        Apg 7,53 die ihr das Gesetz durch Anordnung von Engeln empfangen und nicht befolgt habt.

        Apg 13,38 So sei es euch nun kund, ihr Brüder, dass durch diesen euch Vergebung der Sünden verkündigt wird; und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet

        Apg 15,10 Nun denn, was versucht ihr Gott, ein Joch auf den Hals der Jünger zu legen, das weder unsere Väter noch wir zu tragen vermochten?

        Röm 2,20 ein Erzieher der Törichten, ein Lehrer der Unmündigen, der die Verkörperung der Erkenntnis und der Wahrheit im Gesetz hat -:

        Röm 3,20 Darum: Aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden; denn durchs Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde

        Röm 4,15 Denn das Gesetz bewirkt Zorn; aber wo kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung.

        Röm 7,5 Denn als wir im Fleisch waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz erregt wurden, in unseren Gliedern, um dem Tod Frucht zu bringen.

        Röm 8,3a Denn das dem Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war …

        Gal 3,12 Das Gesetz aber ist nicht aus Glauben, sondern: “Wer diese Dinge getan hat, wird durch sie leben.”

        Gal 3,13a Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes …

        Gal 3,21 … wenn ein Gesetz gegeben worden wäre, das lebendig machen könnte …

        Gal 5,4 Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen. (dies wird NIE über die Sünde behauptet!)

        Phil 3,6 dem Eifer nach ein Verfolger der Gemeinde; der Gerechtigkeit nach, die im Gesetz ist, untadelig geworden.

        Tit 3,9 Törichte Streitfragen aber und Geschlechtsregister und Zänkereien und gesetzliche Streitigkeiten vermeide! Denn sie sind unnütz und wertlos.

        Hebr 7,16 der es nicht nach dem Gesetz eines fleischlichen Gebots geworden ist, sondern nach der Kraft eines unauflöslichen Lebens.

        Hebr 7,19a – denn das Gesetz hat nichts zur Vollendung gebracht …

        Hebr 10,1 Denn da das Gesetz einen Schatten der zukünftigen Güter, nicht der Dinge Ebenbild selbst hat

        • Herzlichen Dank für Ihre biblisch fundierten Gedanken! Es freut mich sehr, wenn dieser Blog dazu führt, dass wir uns über die Bibel austauschen, denn sie allein ist Gottes Wort und einziger Maßstab, darin sind wir uns vollkommen einig. Darf ich Ihnen eine Frage stellen? Wie würden Sie denn Christen auf ihre Fehler aufmerksam machen? Woran sollen Christen merken, dass ihr Leben, ihre Entscheidungen und Prioritäten nicht dem Willen Gottes entsprechen und deshalb schädlich sind? Konkret: Wie mache ich Christen darauf aufmerksam, dass es nicht gut ist, sich auf Esoterik einzulassen, bei der Steuererklärung Sachen zu verschweigen, Groll gegen die Eltern mit sich herumzutragen, neidisch auf die Güter anderer Leute zu sein usw. Da reicht das Liebesgebot nicht. Aber da helfen z.B. die 10 Gebote! Wenn wir nur über Glaube und Liebe reden und den Maßstab der Gebote außen vorlassen, rutschen wir in Beliebigkeit und billige Gnade ab. Das ist zumindest meine Beobachtung, und die finde ich sehr bedenklich. Die ersten Christen hatten nur das alte Testament, darin haben sie gelesen, daraus haben sie gelehrt. 2. Timotheus 3, 16: Denn ALLE Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit. Das Lehren aus dem AT hat den ersten Christen offensichtlich gut getan in der Kombination mit der Botschaft der Apostel vom Glauben und der Gnade, die uns vom Joch des Gesetzes erlöst, so dass wir nicht mehr durch Einhalten des Gesetzes gerecht werden sondern durch die Wiedergeburt aus Wasser und Geist. Aber ob wir vom Geist oder vom Fleisch geleitet werden: Das merken wir doch immer wieder neu auch dann, wenn wir unser konkretes Leben mit dem Maßstab der Gebote vergleichen. Oder meinen Sie nicht?

          • In der Tat ist jeder Diskurs hilfreich, wenn er uns dazu bringt sich mehr und mehr mit der Schrift zu beschäftigen.

            Kurz noch zwei Fragen, bevor ich auf Ihre Fragen antworte: Halten Sie auch den Sabbat? Und welches Gesetz nimmt Paulus in Römer 7 um zu zeigen, dass er nicht mehr unter dem Gesetz ist?

            Zur Ihre Frage. Im NT finden wir viele Anweisungen, gerade von Paulus, doch dies sind keine Gesetze, sondern Richtlinien. Es sind Aussagen an Menschen die sich fragen: Wohin mit der Liebe. Das Liebesgebot reicht nicht aus? Es ist also eine liebevolle Geste Leute zu bestehlen (Steuererklärung), Groll (Hass) gegen Eltern zu hegen, sich mit dämonischen Lehren zu beschäftigen (Esoterik)? Sie scheinen den wohl schönsten Aspekt einer Wiedergeburt zu vergessen: den hl. Geist IN uns. Die ersten Christen hatten nicht nur das AT, sondern noch die reine neutestamentliche Lehre der Apostel (Freiheit vom Gesetz), denn die ersten Gemeinden wurden alle von Aposteln, oder aber von denen Gesandten gegründet und standen unter der Beobachtung und Schutz der Apostel. So sind ja auch die Briefe des NT entstanden. Und schon damals sehen wir das Einschleichen von Gesetzeslehrern, die den Christen Gesetz gelehrt haben und gegen die gerade Paulus extrem vorgegangen ist. Wichtig ist zu beachten, dass die Gesetzeslehren nicht immer darin bestand, dass wir durch das Gesetz gerechtfertigt werden. Gerade der Galaterbrief zeigt, dass die Christen glaubten durch Gnade gerettet zu werden, doch dann mit Gesetz vollenden wollten (Heiligung).

            Im NT wird unter ungehorsam etwas anderes verstanden als im AT, nämlich alles was aus Unglauben geschieht ist Ungehorsam, jeder der dem Evangelium nicht glaubt wird als Ungehorsamer bezeichnet. Wir wurden nicht wiedergeboren um Schauspieler um Christi Willen zu sein, sondern weil wir ein neues Herz haben, den hl. Geist in uns, die Quelle neuen Lebens einfach sprudeln zu lassen. Gott wird uns das Wollen und das Vollbringen schenken, wir brauchen kein Gesetz hierfür. Veränderung von Innen und nicht Dressur von Außen.

          • Nochmal vielen Dank für Ihre fundierten Gedanken! Besonders gut gefällt mir der Satz: “Veränderung von Innen und nicht Dressur von Außen.” Wenn Sie mal meine sonstigen Schriften lesen sollten werden Sie merken, dass genau das ein zentrales Thema ist, mit dem ich mich viel beschäftige. Dann kommen Sie auch nicht mehr auf die Idee, dass ich den Heiligen Geist vergessen würde, der spielt in meiner Theologie eine sehr große Rolle. Aber ich empfinde meine Frage nicht ganz als beantwortet. Ich kenne Christen, die kämen nicht auf die Idee, dass Esoterik lieblos ist, einfach weil ihr Gewissen an dieser Stelle nicht geschärft ist. Auch die Betonung des Heiligen Geistes scheint gegen Irrwege nicht immun zu machen. Das sieht man auch an der Gemeinde in Korinth, die viel mit dem Heiligen Geist umging und trotzdem grobe Fehlentwicklungen hatte.
            Wo wir uns glaube ich treffen können ist das Wort “Richtlinie”. Denn ja, das Gesetz hat im Neuen Bund eine andere Bedeutung. Gott behandelt uns ja nicht mehr als Sklaven, die blind gehorchen sollen sondern als Söhne, in denen durch den Heiligen Geist Gottes Charakter in uns wachsen soll, so dass wir uns von Herzen gerne an Gottes Gebote halten. Insofern ist die Beschäftigung mit dem Gesetz für uns Christen nicht mehr deshalb notwendig, weil wir uns sklavisch blind daran halten sollen sondern weil dadurch Gottes Denkweise, die unser Denken erneuern soll, in uns wächst. Aber dafür müssen wir es lesen, uns damit beschäftigen statt es als überkommen ins Regal zu stellen. Ich hoffe, Sie gehören nicht zu den Theologen, die das Alte Testament für veraltet erklären. Im Lichte des Neuen Bundes ist das Alte Testament nach wie vor heilig und kostbar, es ist Gottes bleibendes Wort an die Menschheit. Halte ich den Sabbat? Ich wünsche mir, dass Gottes Weisheit, die in diesem Gebot steckt, mein Denken, mein Verhalten und meinen Charakter prägt. Deshalb ist mir dieses Gebot wertvoll. nicht weil ich mich sklavisch daran halten muss, um dadurch mein Heil zu erwerben. Kommen wir uns da langsam näher?

  2. Laut der Schrift, Schriftstellen habe ich bereits zu genüge erwähnt, müssen Sie, wenn Sie den Sabbat halten möchten, Ihn halten – möchten alleine reicht nicht – und zusätzlich alle weiteren über 600 Ge- und Verbote aus dem AT halten, denn selektives Gesetz gibt es nicht. Haben Sie sich Römer 7 angeschaut, wo Paulus ausführlich darüber schreibt, dass er nicht mehr unter dem Gesetz ist (interessant ist das Beispiel dass er nimmt, denn es ist eines der 10 Gebote!!).

    Um Ihre Frage umfassender zu beantworten lassen wir Paulus sprechen (1. Thess 4,1): „Übrigens nun, Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus, da ihr ja von uns Weisung empfangen habt, wie ihr wandeln und Gott gefallen sollt – wie ihr auch wandelt -, dass ihr darin noch reichlicher zunehmt.“ Bezogen auf Ihr Beispiel mit der Esoterik: sagen Sie den Christen was Esoterik ist und wie dumm es ist, denn von alleine scheinen die ja nicht darauf zu kommen. Der Grund dafür, dass diese es tun ist ja offensichtlich: Befriedigung von Bedürfnissen, oder evtl. sogar schon Begierde und Esoterik wird ihnen nicht helfen.Umso früher die das verstehen, desto besser für sie.

    Die Beschäftigung mit dem Gesetz (AT) ist nicht nur sinnlos, sondern gefährlich und absolut zu vermeiden, weil das Gesetz die Kraft der Sünde ist. Umso mehr man sich mit dem Gesetz beschäftigt, desto mehr bekommt die Sünde an Kraft. Womit sollen wir uns beschäftigen, damit sich unser Leben verändert? Lassen wir Jakobus antworten,

    Jakobus 1,25: „Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat und dabei geblieben ist, indem er nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird in seinem Tun glückselig sein.“

    1. ins das vollkommende Gesetz der Freiheit schauen. Das hat mit dem mosaischen Gesetz, inkl. den 10 Geboten, nichts zu tun.
    2. dabei soll man bleiben. man sollte in die Freiheit nicht nur rein schauen, sondern auch dabei bleiben
    3. NUR das Gesetz der Freiheit führt zu einem glückseligen Tun
    4. es gibt auch ein “unglückseliges Tun”, dass nicht auf Grundlage des Gesetzes der Freiheit entstanden ist

    Schauen wir weiter
    Jakobis 1,24: „Denn er hat sich selbst betrachtet und ist weggegangen, und er hat sogleich vergessen, wie er beschaffen war.“

    Es geht nicht um irgendwelche guten Werke, wie sie auch jeder Nicht-Christ hervorbringen kann. Werke, für die man keine Erlösung braucht. Werke, die auch ohne das verändernde Werk des Geistes in uns möglich sind. Paulus war dem Gesetz nach untadelig, konnte somit als Nicht-Christ das volle mosaische Gesetz halten. SO viel zum Thema: Der hl. Geist gibt uns die Kraft es zu tun. Den braucht man dafür nämlich nicht, denn geht auch ganz ohne!

    In der Schrift lesen wir sehr häufig, dass wir IN Christus wandeln sollen. Was bedeutet das? Lassen wir den Kolosserbrief antworten.

    Kolosser 2,6: „WIE ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, SO wandelt in ihm.“
    Empfangen haben wir ihn als Geschenk aus Glauben, wir wollten es nur – entsprechend sollen wir auch in ihm „wandeln“.

    Noch eine Frage: Wie konnte Abraham, unser GLAUBENSVATER und GLAUBENSVORBILD ohne das mosaische Gesetz leben und Gott gefallen, nein sogar “Freund Gottes” genannt werden (Jak 2,23)?

    Wie kam das mosaische Gesetz überhaupt? Die Israeliten wollten es! In Freiheit und aus Glauben zu leben – wie Abraham – hat Ihnen ja nicht gereicht und reicht den Christen heute scheinbar genau sowenig.

    Ich kann Sie beruhigen. Ich gehöre nicht zu den Theologen, die das Alte Testament für veraltet erklären, denn erst durch das NT schätzt man das AT mehr denn je. Wie sonst will man das Geschenk des Gnadenbundes (unverdiente Gunst) richtig verstehen? Erst wenn man versteht aus welchem machbaren Glauben uns Gott zu sich gerufen hat, kann eine tiefe Dankbarkeit von Herzen heranwachsen.

    Ob wir uns näher kommen kann ich schwierig zu beantworten, denn unserer Konversation mildert Ihre Aussagen aus dem Artikel. Wo wir uns jedoch absolut nicht näher kommen ist Ihre Aussage: Ein hoch auf das Gesetz.

    Das NT lehrt uns nämlich genau das Gegenteil: Ein hoch auf den neuen Gnadenbund und somit ein hoch auf Jesus, der den Bund durch seinen Tod erst eingeführt und für uns gültig erklärt hat, da er das Gesetz für uns wirkungslos hat. Somit: ein hoch auf die Wirkungslosigkeit des Gesetzes!

    • Nochmal vielen Dank für Ihre Gedanken. Mit ein wenig Abstand habe ich einige Formulierungen im Artikel jetzt nochmal geändert. Sind wir jetzt noch näher zusammen?

      Die Überschrift “Ein Hoch auf das Gesetz” ist bewusst provokativ gemeint, weil ich den Eindruck habe, dass in unserer Zeit derart viel billige Gnade verteilt wird, dass Gottes Richtlinien und Gebote gar keine Rolle mehr zu spielen scheinen. Aber wir sind uns völlig einig: Die Gnade ist das, was wir am meisten feiern. Mir scheint, Sie haben da ein unterschiedliches Umfeld: In meinem Umfeld ist kein Mensch in der Gefahr, zu gesetzlich zu werden. Da ist vielmehr billige Gnade weit verbreitet. Könnte es sein, dass Sie in einem anderen Umfeld sind, in dem Menschen zur Gesetzlichkeit neigen?

  3. zu Fred möchte ich sagen: Was bitteschön ist das Gesetz der Freiheit deiner Meinung nach ? Jakobus sagte ganz klar, dass er damit das Liebesgebot meinte und erklärte, dass wir in diesem Gebot bleiben müssen, um glückselig in unserem Tun zu werden. Es ist auch logisch, weil wir nur aus und durch Liebe ernsthaft Gutes tun können und unsere Werke vor Gott nicht unwichtig sind, da Glaube ohne gute Werke tot ist. Ist das Liebesgebot gegen andere Gebote auszuspielen ?
    Kann ich verunehren, was Gott heilig ist, indem ich auf das pfeife, was er für
    richtig erklärt hat in seinem Gesetz ? Kann ich als Christ sagen ich liebe nur, und das ist das Gesetz der Freiheit und zugleich nehme ich mir die Freiheit alles nach Lust und Laune zu tun ? Wie kann man lehren, dass das Gesetz eine Einheit ist und das Liebesgebot gegen die 10 Gebote ausspielen ? Wie kann man sagen, dass das alttestamentliche Gebot der Liebe das einzige Gebot ist, dass Jesus nicht auflöste, aber er dafür den anderen Teil des Gesetzes auflöste, wenn doch das Gesetz unteilbar ist ? Wie kann man das Zeremonialgesetz, das laut der Aussage Gottes allein der Sühnung der Sünden diente und im symbolischen Sinne auf das Opfer Jesu verwies gleichsetzen mit dem geistlichen Gesetz der 10 Gebote, denn das Zeremonialgesetz ist an einen Tempel gebunden, den es nicht mehr gibt. Daher ist es offensichtlich nicht notwendig zu erfüllen, um gerecht zu sein, denn Paulus sagte, dass nur die Täter des Gesetzes gerecht vor Gott sind. Er erkannte, dass die 10 Gebote wie sie uns in der Bergpredigt erklärt werden durch die Liebe Jesu erfüllt werden, und wir damit alle Moralgebote Gottes erfüllen, zumal das Zeremonialgesetz in Jesus vollzogen ist

  4. Fred schreibt Paulus war dem Gesetz nach untadelig, konnte somit als Nicht-Christ das volle mosaische Gesetz halten. SO viel zum Thema: Der hl. Geist gibt uns die Kraft es zu tun. Den braucht man dafür nämlich nicht, denn geht auch ganz ohne! Mein Kommentar
    Ja, sicher Paulus bezog sich doch auf die pharisäerhafte Sicht des Gesetzes und sagte zugleich, dass seine angebliche Gerechtigkeit in Bezug auf seine pharisäerhaften Leistungen nur eingebildet war. Er sagte dann, dass er keine Gerechtigkeit besaß, obgleich er sagte, dass der Täter des Gesetzes und nicht der Hörer des Gesetzes vor Gott gerecht ist. Er war genauso wenig ein Täter des Gesetzes wie die Pharisäer, die laut Jesus gesetzlos waren, obwohl sie doch angeblich und äußerlich nach ihren menschengemachten Regeln untadelig vor dem Gesetz waren. Ich frage mich mit wie wenig Herz die Bibel gelesen wird, und warum Sünde verteidigt wird und damit die Erlösungsbedürftigkeit von Sünde für nichtig erklärt wird.
    Manche wissen es nicht besser, die will ich nicht verurteilen, wenn sie
    bereit sind, sich der Wahrheit zu stellen, dass die Gebote Gottes gültig sind.
    Alle, die in der Mühle des Höllenfürsten gefangen sind, wollen nicht einsehen, dass sie Sklaven der Sünde sind und Sünde ist Gesetzlosigkeit, weshalb wir
    ohne die Gebote Gottes keinen Erretter bräuchten, denn ohne ein Gesetz gibt es auch keine Verurteilung. Die Scheineinwände gegen das Halten der Gebote nehmen kein Ende, manche sagen, dass Paulus mit Römer 7 sagen wollte, dass Gottes Gesetz gestorben sei und alle Gebote Gottes
    gestorben sind. Ich sage nur eines : das ganze Leid der Welt ist nur eine URSACHE von Gesetzlosigkeit und wer G, rechtfertigt, der rechtfertigt
    KÖRERLiche Misshandlung, Krieg HUngersnot Mord usw. Solche rufen aus
    Ein Hoch auf die Hölle in Erden und sie sind Sklaven des Weltfürsten.
    Egal wie gut es auch zu gehen scheint, die Glückseligkeit der besseren Gerechtigkeit der Bergpredigt, die alle Täter des Gesetzes haben werden, könnt ihr Gesetzlosen doch nicht einmal begreifen.

  5. Fred schrieb Im NT wird unter ungehorsam etwas anderes verstanden als im AT, nämlich alles was aus Unglauben geschieht ist Ungehorsam, jeder der dem Evangelium nicht glaubt wird als Ungehorsamer bezeichnet. Aha, mein Kommentar Glaube führt zum Gehorsam, den sogenannten Glaubensgehorsam. An mehren Stellen der Bibel sagte Gott zu Abraham ich will dich segnen, weil du meine Rechte gehalten hast und meinen Willen getan hast. Den Willen Gottes zu tun, das ist Gehorsam natürlich und der Wille wird in der Bergpredigt erklärt, wo explizit auf diesen hingewiesen wird und am Ende gesagt wird Wehe denen, die Herr sagten, aber diesen Willen nicht beachtet haben. Immer wieder nur Scheinlogik, ich habe mir den ganzen Artikel von Fred nicht durchgelesen, aber nehme jetzt mal allein auf die obige Aussage Bezug,
    Paulus sagte in Römer 6, dass wir entweder der Sünde oder Jesus gehorchen. Einen Mittelweg gibt es nicht. Nur wenn wir Jesus
    gehorchen und damit der Sünde nicht mehr dienen, werden wir Heil erfahren laut Römer . Der Sünde zu gehorchen dagegen beschert laut Römer 6 Verdammnis. Gehorsam gegenüber Jesus ist also konkretisiert darin, dass wir der Sünde nicht dienen und damit Gottes Willen gehorchen, der sich in den Geboten ausdrückt, denn Sünde ist laut Johannes Gesetzlosigkeit.
    Gott ist nicht durch die Gnade zu einem Opa geworden, dem sich jeder Übeltäter nahen kann. Auch im AT sagte Gott Glaube und Gehorsam gehören zusammen. Jesaja sagte daher Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht. Gehorsam aber ist Folge des lebendigen Glaubens

  6. weil Fred auf Römer 7 eingegangen ist und offensichtlich Römer 7 als Grund sieht, um gesetzlos zu leben, möchte ich dem Leser das wahre Verständnis von Römer 7 eröffnen.
    Paulus wird vorgeworfen, er habe sagen wollen, dass der Christ berechtigt ist, die Gebote zu übertreten, indem man Aussagen von ihm aus dem Kontext reißt, sie mit falschen Thesen verbindet. Ein Beispiel ist, dass Paulus sagte, dass er dem Gesetz gestorben ist, um Jesus zu gehören, bzw. um für Gott Frucht zu bringen. So sagen viele, dass Christen dem Gesetz abgestorben sind, um frei zu sein, das Gesetz zu übertreten. Doch dies sagte Paulus nicht. Um zu verstehen, was Paulus meinte, muss man sich den Kontext anschauen:
    Siehe Röm. 7,1-6:1: „Oder wisst ihr nicht, Brüder – ich spreche ja zu Gesetzeskundigen -, dass das Gesetz [nur] so lange über den Menschen herrscht, wie er lebt. Denn die verheiratete Frau ist kraft des Gesetzes an den Mann [nur] zu dessen Lebzeiten gebunden. Wenn aber der Mann stirbt, dann ist sie vom Gesetz des Mannes entbunden. Folglich (also) wird sie zu Lebzeiten des Mannes “Ehebrecherin” genannt, wenn sie eines anderen Mannes [eigen] wird. Wenn aber der Mann stirbt, ist sie vom Gesetz frei, sodass sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie einem anderen Mann gehört. Daher [gilt], meine Brüder: Auch ihr seid dem Gesetz getötet worden durch den Leib (des) Christi, sodass ihr einem anderen [eigen] geworden seid: dem von [den] Toten Auferweckten, damit wir (dem) Gott Frucht bringen. Denn als wir im Fleisch waren, da wirkten die durch das Gesetz [hervorgerufenen] Leidenschaften der Sünden in unseren Gliedern, um dem Tod Frucht zu bringen. Jetzt aber sind wir vom Gesetz entbunden, weil wir [ihm], in dem wir gefangen waren, gestorben sind, sodass wir im neuen Sein des Geistes dienen und nicht [mehr] im alten Sein des Buchstabens.” Zitatende

    Obwohl dieses Gleichnis eindeutig ist, deuten es die meisten falsch, denn fälschlicherweise identifizieren viele den bekehrten Christen mit dem verstorbenen Mann, obgleich doch die Frau den zweiten Mann bekommt, der symbolisch für Jesus steht. So sagen viele, dass Gleichnis handele davon, dass wir als bekehrte Christen für das Gesetz tot sind und daher Morden, Stehlen als Christen dürfen, ohne dass uns das Gesetz anklagt, weil ein Toter nicht mehr verklagt werden kann. Einige sagen sogar, obgleich dies ganz von dem Inhalt des Gleichnisses abweicht, dass der Ehemann in dem Gleichnis das Gesetz ist und damit sei die Frau zunächst durch das Gesetz mit dem Gesetz verheiratet. Nachdem das Gesetz gestorben ist, kann sie sich einen zweiten Mann nehmen. Doch, wenn die Frau durch das Gesetz an den Mann gebunden ist, so kann das Gesetz nicht mit dem Mann identisch sein. Denn offensichtlich meinte Paulus; dass zwischen der Frau und dem Mann eine rechtliche Bindung besteht, welche die Frau zu einem Sklaven des Mannes macht und setzte den Mann keineswegs mit dem Gesetz gleich.

    Überdies sind die beiden oben genannten Deutungen schon deshalb absurde Deutungen, weil sich Paulus auf eine reale Lebenssituation bezog und klar sagte, dass er zu Gesetzeskundigen spricht. Zu der damaligen Situation war es nach dem Eherecht so, dass eine verheiratete Frau bei ihrem Mann bleiben musste, während der Mann gehen konnte. Also ist ganz klar, wie das Gleichnis gemeint ist, und die Frau für den Christen vor und nach seiner Bekehrung steht. Nun möchte ich den wahren Sinn des Gleichnis erklären: Der erste Mann steht für das Fleisch des Menschen bzw. den sündigen Menschen. Der Tod des Fleisches ermöglicht die Beziehung zu Jesus. Dies verglich Paulus mit einer Frau, die an einen Ehemann gebunden ist, bis dieser stirbt. Der Tod des Mannes macht sie vollkommen frei von dem Mann, denn danach darf sie einen anderen Mann heiraten. In dem Gleichnis ist die Frau in der ersten Ehe also an den lebendigen Ehemann geknebelt, denn sie hat auf der Rechtsgrundlage des Ehegesetzes Ja zu diesem Mann gesagt und ist rechtlich durch den Ehevertrag an den Mann gebunden und daher mit ihm fest liiert. Sie kann keinen anderen heiraten, denn das Ehegesetz verbietet zwei Beziehungen gleichzeitig. Damit ist die Frau durch das Gesetz gebunden. Nun kommt aber der Wendepunkt. Der Ehevertrag wird mit dem Tod des Mannes gegenstandslos. Dies geschieht nicht, weil sich das Ehegesetz auflöst, sondern weil das Ehegesetz den Ehevertrag mit dem Tod des Mannes als im wahrsten Sinne des Wortes für gestorben ansieht und sich nicht für den Ehevertrag mit einem Verstorbenen interessiert, denn der Tod löst alle Verbindung zwischen dem einstigen Ehepaar. Das bedeutet: für das Ehegesetz ist die ehemals verheiratete Frau vollkommen frei von dem Mann und darf eine neue Beziehung eingehen.
    Die Frau kann nach dem Tod des Mannes einen neuen Mann heiraten, der symbolisch für Jesus steht, und ist frei von dem Gesetz des Mannes, das symbolisch für das Gesetz des Todes und der Sünde steht, denn es geht von dem Mann aus und beherrschte die Frau bis zum Tod des Mannes, der für das Fleisch des natürlichen Menschen steht.

    Paulus verglich also lediglich die rechtliche Situation einer verheirateten Frau, die rechtlich gesehen ihren Ehemann gehört, mit der rechtlichen Situation des natürlichen Menschen, der mit der Sünde” verheiratet ” ist, weil er auf die Sünde eingegangen ist und rechtlich gesehen daher nicht Jesus gehören kann.
    Ebenso verglich Paulus die Situation einer Witwe, die durch den Tod des Ehemannes frei ist von dem bösen, einstigen Ehemann mit der rechtlichen Situation eines Bekehrten, der seiner Sünde gestorben ist, daher nicht mehr gebunden ist, sondern Jesus gehören kann. (siehe zweites Eheverhältnis mit dem neuen Mann).Wir können also rechtlich gesehen als Sünder nicht Jesus gehören- siehe erstes Eheverhältnis. Stirbt aber unser sündiger Mensch, befinden wir uns in der rechtlichen Situation einer Witwe, die sich neu verheiraten darf, denn durch das Rechtsmittel der Gnade ist die Sünde tot und damit die Forderungen des Schuldscheins bezahlt und der Schuldschein damit genauso irrelevant wie ein Ehevertrag mit einem Verstorbenen, der nicht mehr existiert.

    Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass in diesem Gleichnis das Ehegesetz für das Gesetz Gottes steht und unauflöslich ist. Nicht das Gesetz, sondern allein die rechtliche Bindung zu dem Mann wird in diesem Gleichnis aufgelöst, denn das Gesetz kann nicht umgangen werden, das ganz auf der Forderung besteht, dass eine verheiratete Frau keine zweite Bindung eingehen kann. Die Auflösung der rechtlichen Bindung zu dem bösen Ehemann, der sie gefangen hält, geschieht, weil ein Ehevertrag nur für den lebendigen Mann gilt. Mit einem Toten kann man nicht verheiratet sein, so dass auch keine Bindung mehr existiert, wenn ein Ehemann stirbt. Der Ehevertrag ist daher nach dem Eherecht nach dem Tod des Mannes nichtig. So ist es auch mit dem Gesetz Gottes und dem Schuldschein. Der Schuldschein kann uns nicht belangen, wenn der sündige Mensch tot ist und aus dem Leben scheidet, obwohl das Gesetz Gottes unauflöslich ist, da das Gesetz Gottes im wahrsten Sinne des Wortes unsere Beziehung zu der Sünde für gestorben ansieht, wenn wir durch die Gnade von der Sünde frei werden, indem er sündige Mensch stirbt und Jesus an dessen Stelle tritt. In diesem Gleichnis kann man den Schuldschein mit dem Ehevertrag der Frau vergleichen.

    So wie der böse Mann den Ehevertrag als rechtliche Handhabe benutzt, die Frau an sich zu binden, so sind wir durch den für uns unbezahlbaren Schuldschein dem Feind rechtlich gesehen ausgeliefert, da wir die Schuld nicht bezahlen können und uns damit nicht von der Sünden erlösen können.
    Der Schuldschein ist eine rechtliche Handhabe für den Feind Gottes.
    So benutzt der Feind Gottes unseren Schuldschein, der alle offenen Rechnungen unserer Sündenschuld beinhaltet, als ein Rechtsmittel, um uns rechtlich gesehen an sich zu binden.Wir sind rechtlich gesehen mit der Sünde verheiratet und daher nicht in der Lage eine Bindung mit Jesus einzugehen, solange wir schuldig sind bzw. unser Schuldschein für unsere Sünden nicht bezahlt ist und können daher nicht Jesus gehören, denn das wäre Ehebruch und damit nicht erlaubt.
    Wenn aber durch die Gnade bei der Bekehrung unser sündiger, natürlicher Mensch stirbt, so ist unser Schuldschein mit seinen Forderungen getilgt bzw.in unserem neuen Leben nicht mehr relevant, da mit dem Tod des sündigen Menschen auch rechtlich die Beziehung zu dem sündigen Menschen gelöst ist. So sind wir durch den Tod des sündigen Menschen frei von der Sünde, als hätten wir nie gesündigt, da unsere Beziehung zu der Sünde für das Gesetz Gottes im wahrsten Sinne des Wortes gestorben ist.
    Die Quintessenz ist also: Es geht in dem Gleichnis darum, dass Gottes Gesetz in uns keine Sünde sehen darf, wenn wir Jesus gehören wollen, da das Gesetz Gottes sowie das Ehegesetz keine zwei Beziehungen erlaubt und damit eine gleichzeitige Beziehung zur Sünde und zu Jesus nicht erlaubt ist. Daher können wir erst Jesus gehören, wenn wir der Sünde bzw. dem Ehebund mit der Sünde absterben. Wir müssen dem eigenen Gesetzeskonflikt absterben, indem unser sündiger Mensch stirbt, damit wir vor dem Gesetz Gottes tadellos und damit ohne Beziehung zur Sünde dastehen. Dann sind wir vollkommen frei von der Bindung zur Sünde, weil unser einstiger Ehebund mit der Sünde gestorben ist.

  7. Über Paulus werden viele Aussagen zu Missverständnissen verdreht
    ich nenne mal wenige Beispiele

    Ein Beispiel, wo Paulus fälschlicherweise unterstellt wird die Abschaffung des Gesetzes gelehrt zu haben ist: „Denn Christus ist das Ende des Gesetzes ..”
    Römer 10:4a; Einheitsübersetzung). Dieses Bibelzitat wird häufig verwendet um zu belegen, dass durch das Opfer Jesu Christi, die Gebote „abgeschafft” wurden. Zur Überprüfung des Wahrheitsgehaltes dieser Aussage, hierzu drei anders lautende Übersetzungen: „Denn Vollendung des Gesetzes ist Christus, zur Gerechtigkeit jedem Glaubenden”(Kurzkommentar zum Neuen Testament, Band 6, Wolfgang Einert, 2003). „Denn das Endziel des Gesetzes ist Christus, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit.” (Elberfelder Bibel, 2007). „Denn das Ziel, auf das die Thora zuläuft, ist der Messias, der jedem, der vertraut, Gerechtigkeit anbietet.” (Das jüdische Neue Testament, David H. Stern, 2007). In diesen drei zitierten Übersetzungen wird das griechische Wort telos, welches häufig mit „Ende” übersetzt wird, mit „Vollendung”, „Endziel” und einem „Ziel” auf das die Thora zuläuft, wiedergegeben. .Telos bedeutet nicht die Auslöschung, das Ende oder das Aufhören, wie man meinen könnte, sondern das Ziel, welches erreicht wird, oder die Vollendung oder der Abschluss, zu dem etwa. Kommt.

    Weiteres Missverständnis
    Paulus wird vorgeworfen, er habe gesagt, dass Jesus die Gebote an das Kreuz heftete.
    Ein weiteres Beispiel das viele zitieren ist um zu beweisen, dass wir laut Paulus die Gebote übertreten dürfen, ist folgende Bibelstelle: „Und euch, als ihr tot waret in den Vergehungen und in der Vorhaut eures Fleisches, hat er mitlebendig gemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat; (14 Kolosser 2:14) dadurch, dass er die gegen uns bestehende Schuldschrift, welche durch Satzungen uns entgegen war, auslöschte und sie aus der Mitte tat, indem er sie ans Kreuz heftete” (Elberfelder Übersetzung).
    In manchen Bibelübersetzungen wird Kolosser 2, 14 teilweise auf falsche und irreführende Weise übersetzt. Das wird dann oft unberechtigterweise als Beleg dafür benutzt, dass Christus das Gesetz Gottes „ausgelöscht” habe. In der Einheitsübersetzung lautet dieser Vers vollkommen irreführend: „Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat ihn dadurch getilgt, dass erer ihn an das Kreuz geheftet hat.” In der „Gute Nachricht Bibel” dagegen wird dieser Vers ganz anders sinngemäß übersetzt. „Den Schuldschein, der uns wegen der nicht befolgten Gesetzesvorschriften belastete, hat er für ungültig erklärt. Er hat ihn ans Kreuz genagelt und damit für immer beseitigt.” Hier wird klar gesagt, dass der Schuldschein beseitigt und für ungültig erklärt wurde und nicht das Gesetz. Wir können davon ausgehen, dass von der Schuldschrift und nicht von dem Gesetz Gottes die Rede ist, welche an das Kreuz genagelt wurde.
    Es geht darum, dass Jesus uns, die wir durch die Sünde tot waren, von der Sünde befreit und dadurch ein neues, ewiges Leben schenkt, was dadurch geschah, dass er den Schuldschein für uns ungültig machte, indem er unsere Sünden tilgte. Daher heißt es einen Satz vorher: “Und er hat euch mit ihm lebendig gemacht, die ihr tot wart in den Sünden und in der Unbeschnittenheit eures Fleisches, und hat uns vergeben alle Sünden” (Kolosser 2,13). Hiermit ist gemeint: Jesus wurde offiziell als Gesetzesbrecher aufgrund unserer Vergehen und Gesetzesübertretungen hingerichtet. Diese Anschuldigung war falsch. Aber indem er die Todesstrafe für diese falsche Anschuldigung auf sich nahm, übernahm er an unserer statt die Sündenschuld, die Gott uns berechtigterweise zur Last legen kann. Er „tilgte” die Anklage, die für uns den Tod aufgrund unserer Gesetzesübertretungen bedeutet hätte, indem er diese Schuld auf sich selbst nahm. Indem er dies tat, ermöglichte er Befreiung und die Vergebung unserer Sünden.

    Mißverständnis
    .
    Falsch verstanden wird auch gerne folgende Aussage aus dem Epheserbrief 2,14 „Er hat aus beiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung abgebrochen. In seinem Fleisch hat er die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, beseitigt, um die zwei – Frieden stiftend – in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat”
    Viele Menschen beachten nicht den Kontext dieses Verses und behaupten schlichtweg, dass in diesem Vers steht, dass Gottes gesamtes Gesetz inklusive der 10 Gebote, welche die Heiden nicht einmal kannten, eine Feindschaftsmauer zwischen Heiden und Juden war, die Jesus angeblich weggenommen hat.
    Der besseren Verständlichkeit wegen möchte ich den ganzen Sinnzusammenhang zitieren:” Deshalb denkt daran, dass ihr, einst [aus den] Nationen dem Fleisch nach – `Unbeschnittene genannt von der sogenannten `Beschneidung, die im Fleisch mit Händen geschieht -, zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremdlinge hinsichtlich der Bündnisse der Verheissung; und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden. Denn er ist unser Friede. Er hat aus beiden eins gemacht und die Zwischenwand der Umzäunung abgebrochen. In seinem Fleisch hat er die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, beseitigt, um die zwei – Frieden stiftend – in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, durch das er die Feindschaft getötet hat. Und er kam und hat Frieden verkündigt euch, den Fernen, und Frieden den Nahen. Denn durch ihn haben wir beide durch einen Geist den Zugang zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Ihr seid aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst Eckstein ist. In ihm zusammengefügt, wächst der ganze Bau zu einem heiligen Tempel im Herrn, und in ihm werdet auch ihr mitaufgebaut zu einer Behausung Gottes im Geist.”
    Viele lesen aus diesen Versen heraus, dass die 10 Gebote wie eine Feindschaftsmauer zwischen Heiden und Juden standen und Feindschaft zwischen Heiden und Juden verursachten. Und Jesus daher die 10 Gebote abgeschafft habe, um Frieden zu stiften. Doch viel Sinn macht es in diesem Sinnzusammenhang nicht die Feindschaftsmauer auf die 10 Gebote zu beziehen. Gebote in Satzungen beziehen sich auf den Tempeldienst. So sollte man auch die Textstelle im Zusammenhang mit dem Kontext lesen. Denn Satzungen gehören nicht zu den 10 Geboten, sondern zu dem Zeremonialgesetz, das aus vielen Vorschriften wie Vorschriften für Opferrituale bzw. aus Reinheitsvorschriften bestand, die Voraussetzung für den Opferdienst bzw. für das Betreten des Allerheiligsten des Tempels waren.

    Doch diese Vorschriften führten zu einer Trennung von Heiden und Juden. Denn Heiden waren von dem Tempeldienst ausgeschlossen, weil sie nicht das erwählte Volk waren.Juden wollten zudem keinen Kontakt zu den Heiden, denn sie galten als unrein. So gab es zu der Zeit der Abfassung des Epheserbriefes eine buchstäbliche Mauer, die Heiden den Zugang zu dem Allerheiligsten des Tempels unter Androhung von Todesstrafe verwehrte. Diese Mauer diente dazu, dass die Heiden nicht am Opferdienst teilnehmen konntenbzw. sich Gott nicht im Tempel nähern konnten.So fühlten sich Heiden als Fremdlinge, denn sie waren von der Gemeinschaft mit Gott ausgeschlossen und konnten daher nicht an dem Gottesdienst im Tempel teilhaben. Dies führte sicherlich zu Neid auf die Juden und zu einer Feindschaft zwischen Heiden und Juden, zumal Juden die Heiden als unreines Volk generell mieden und keine Gemeinschaft mit Heiden haben wollten.

    In Jesus änderte sich die Stellung der Heiden. Der Opferdienst, dem soviele jüdische Vorschriften zugrunde lagen, war nur ein Vorschatten auf das bessere, vollkommene Opfer in Jesus. Daher sind in Jesus alle Gesetze vollzogen und Heiden und Juden gleichgestellt. Die Bibelstelle handelt nicht von der Auflösung des Moralgesetzes, sondern nur davon, dass Jesu Opfer das in die Feindschaft führende Zeremonialgesetz der Juden unnötig macht, das Heiden als Fremdlinge von dem Tempeldienst ausschloss. Die Bibelstelle handelt davon, dass Jesus die Heiden aus der Fremdlingsschaft als nicht erwähltes Volk holt, da in Jesus Juden und Heiden gleichgestellt sind, und Jesus so Frieden stiftete.Da die 10 Gebote an sich nichts weiter als moralische Rechtsgrundsätze sind, die ein friedliches Zusammenleben anbefehlen, ist es Blödsinn die 10 Gebote mit der obigen genannten Feindschaftsmauer gleichzusetzen, denn Feindschaft kommt durch die Missachtung der 10 Gebote und nicht aus den Rechtsgrundsätzen der 10 Gebote.
    Anmerkung: Dieses Missverständnis wird von suggestiven und wahrhaft schlechten Bibel- Übersetzungen unterstützt, denn viele Bibeln übersetzen statt Gebote in Satzungen nur Gesetz.

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