25 Die Botschaft der Kirche dreht sich um das Reich Gottes und nicht um Politik!

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Johannes 18, 36: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“

Christen sind berufen, Salz und Licht der Gesellschaft zu sein. Sie sollen sich einmischen in alle gesellschaftlichen Bereiche, gerade auch in die Politik, um dort ihre Meinung in den demokratischen Diskurs aktiv mit einzubringen.

Trotzdem gilt: Die Botschaft der Kirche ist zunächst einmal weitgehend unpolitisch. Sie handelt vom Reich Gottes, das nicht von dieser Welt ist. Während Politik sich mit gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Regeln befasst, zielt die Botschaft der Kirche auf die Herzen der Menschen. Sie zeigt den Weg zum Erlöser, der uns Vergebung bringt und uns zu erneuerten Menschen macht, die Jesus und seinen Gebote folgen. Damit erzeugt sie auf einer viel tieferen Ebene die Basis für Frieden, Solidarität und Gerechtigkeit.

Erweckungsbewegungen hatten deshalb immer große Auswirkungen auf die Gesellschaft, obwohl ihre Botschaft weitestgehend unpolitisch war. So wird aus der Erweckung in Wales berichtet, dass die Kriminalität dramatisch abnahm. Die methodistische Erweckung unter John Wesley gilt als Motor für soziale Gerechtigkeit und für die Abschaffung der Sklaverei.

Deshalb gilt: Eine Kirche, die meint, permanent politische Botschaften verbreiten zu müssen…
… verkauft sich unter Wert, weil sie eigentlich viel wichtigeres zu sagen hätte.
… verplempert ihre Zeit und Kraft für sekundäre Themen.
… stößt Menschen ohne Not vor den Kopf, nur weil sie eine andere politische Meinung
iiiiiihaben und erschwert ihnen damit den Zugang zur wichtigsten Botschaft der Kirche.
… pflanzt ohne Not Spaltpilze in ihre eigenen Reihen bei Themen, die gar nicht ihr
iiiiiiKerngeschäft sind.
… lenkt ab von der wichtigsten Botschaft, deren Verkündigung ihre eigentliche Aufgabe
iiiiiiist.

Auf der jüngsten Synode der EKD gab es Beschlüsse zur Europapolitik, zur US-Präsidentenwahl, zu „inklusiver Integrationspolitik“, zur „konsequenten Umsetzung des Weltklimaabkommens“, zu Friedensethik und der „Haltung von Kirchenmitgliedern im Kontext politischer Kultur“. Die einzigen Beschlüsse zu theologischen Themen drehten sich um die Frauenordination in Lettland sowie die „Ablehnung der Judenmission“. Beschlüsse zu missionarischem Gemeindeaufbau oder Evangelisation? Fehlanzeige. Stattdessen wurde eine Studie präsentiert, laut der „Diskussionen auf der Ebene der EKD“ für die Meinungsbildung ihrer Mitglieder „praktisch keine Rolle spielen“. Mit anderen Worten: Sogar dem Kirchenvolk sind die Polit-Diskussionen ihres Spitzenpersonals praktisch egal. Es ist höchste Zeit, dass die Kirche sich wieder auf das Wesentliche konzentriert.

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