87 Gemeinde braucht Kleingruppen, in denen authentisch das Leben geteilt wird

These 87

Apostelgeschichte 2, 46: „Gemeinsam beteten sie täglich im Tempel zu Gott, trafen sich zum Abendmahl in den Häusern und nahmen gemeinsam die Mahlzeiten ein, bei denen es fröhlich zuging und großzügig geteilt wurde.“

Apostelgeschichte 5,42: „Und sie fuhren fort, täglich im Tempel und in den Häusern die Botschaft zu verkünden, dass Jesus der Christus sei.“

Jesus hatte in den 3 Jahren seines Dienstes eine seltsame Strategie: Er baute keine Strukturen und keine Organisationen. Er predigte auch nur manchmal zu größeren Menschenmengen. In erster Linie verbrachte er Zeit mit 12 einfachen Männern, denen er Freund, Vorbild, Lehrer und Mentor war.

Auch in der Urgemeinde ging es nicht primär um große Organisationen sondern vor allem um Gemeinschaft – mal alle zusammen im Tempel, oft aber auch verteilt auf die Häuser, um dort in überschaubaren Gruppengrößen miteinander zu essen, zu feiern, das Leben miteinander zu teilen und die gute Botschaft weiter zu geben.

Das macht Sinn! Denn nur in kleineren Gruppen können wir unsere Fassaden fallen lassen. Nur dort können wir unsere Oberflächlichkeit überwinden, ehrlich voreinander werden und uns dann einander da ermutigen, ermahnen, unterstützen, Liebe zeigen, helfen, fördern, wo es wirklich Not tut.

Höchste Zeit, dass Kirche ihre Prioritäten verschiebt hin zu Orten mit authentischer Gemeinschaft, mit echter Fürsorge und spürbarer Liebe füreinander. Solche Gemeinschaften aufzubauen ist nicht immer einfach. Es ist für alle Beteiligten herausfordernd, wenn Fassaden fallen und unsere Abgründe ans Licht kommen. Aber nur so entsteht die Chance, dass Kirche und Gemeinde wirklich ein Ort der Heilung und Wiederherstellung wird.

In einer Gesellschaft, die immer mehr nach dem Motto lebt: ‚Wenn jeder für sich selber sorgt ist für alle gesorgt‘, werden authentische, liebevolle Gemeinschaften unschlagbar attraktiv! Es ist Zeit, Kirche und Gemeinde von fürsorglichen Kleingruppen und lebendigen „Jesus-Zellen“ her zu denken!