Das 2-Reiche-Missverständnis

Soll man alle Migranten willkommen heißen? Darf man den IS mit Waffengewalt bekämpfen? Diese Fragen werden auch unter Christen hitzig diskutiert. Wer hat recht? Das pazifistische Lager der Willkommenskultur? Oder die Befürworter von mehr staatlichen Maßnahmen gegen Überfremdung, Parallelgesellschaften und Terror?

Klare Antwort: Beide!

Die Kirche Jesu hat natürlich die Aufgabe, alle Fremden herzlich aufzunehmen (Matthäus 25, 35) und für Frieden und Versöhnung zu beten und zu arbeiten. Sie ist gerufen, die Feinde zu lieben, die andere Wange hinzuhalten und das Böse mit dem Guten zu überwinden. Sie ist durch und durch pazifistisch und darf niemals das Schwert in die Hand nehmen (wie sie es zur Zeit der Kreuzzüge leider getan hat).

Blogbild 2 Reiche ohne Text

Dem Staat hingegen hat Gott sehr wohl das Schwert in die Hand gegeben, um für Ordnung zu sorgen (Römer 13, 1-7). Die Bibel erklärt auch warum: Wir Menschen werden eben nicht nur böse, wenn wir ungerecht behandelt werden (wie linke Ideologen oft behaupten) sondern wir haben grundsätzlich die Neigung zu Egoismus, Gewalt und Unterdrückung Anderer. Deshalb ist eine bewaffnete Polizei sowie eine Armee (als internationale Polizei) unverzichtbar, um das Chaos einzudämmen, das die menschliche Bosheit anrichtet. Gerade wir Deutschen sind heute dankbar, dass alliierte Armeen das Böse, das von unserem Land ausging, mutig bekämpft haben. Diplomatie allein genügt leider nicht in der gefallenen Welt. Die Schwerter werden erst dann zu Pflugscharen umgeschmiedet, wenn Jesus wiederkommt.

Ich bin dankbar für eine Politik, die christliche Werte auch bei staatlichen Entscheidungen berücksichtigt, die ein Herz hat für die Not der Flüchtlinge und die Gewalt so gut wie möglich zu vermeiden versucht. Aber auch christliche Politiker einer christlichen Partei können als Vertreter des Staates zu dem Schluss kommen, dass für die Aufrechterhaltung der Ordnung Armutsmigranten abgeschoben, Einwanderungsbewegungen begrenzt, Grenzen kontrolliert und Soldaten in den Krieg geschickt werden müssen. Auch Christen können den wichtigen Beruf eines Polizisten oder Soldaten ergreifen und dort als Vertreter des Staats in Situationen kommen, in denen sie nicht die andere Wange hinhalten sondern ihre Waffe gebrauchen müssen.

Staat und Kirche sind nun einmal 2 grundverschiedene Reiche mit unterschiedlichen Aufgaben und Berufungen. Wer vom Staat Pazifismus nach den Regeln der Bergpredigt verlangt hat die Bibel gründlich missverstanden.

Textbild Staat und Kirche

Also: Arbeiten wir daran, dass die Kirche ihrer Aufgabe gerecht wird: Beten wir für Frieden und Versöhnung. Heißen wir Flüchtlinge herzlich willkommen und helfen wir, dass sie, wenn sie auf Dauer bleiben, sich rasch integrieren – nicht zuletzt dadurch, dass wir ihnen die christliche Botschaft, die unser Land geprägt hat, nahe bringen. Beten wir zugleich für die Politiker um Weisheit, dass sie wirksame Antworten finden auf die komplizierten Herausforderungen unserer Zeit, dass sie mutig und entschlossen handeln, um Ordnung und Frieden zu sichern. Und beten wir für die Polizisten und Soldaten, die für unsere Sicherheit den Kopf hinhalten. Auch sie brauchen unsere Solidarität, Wertschätzung und Unterstützung.

Und berücksichtigen wir doch in unseren Diskussionen zukünftig die notwendige Unterscheidung zwischen Kirche und Staat. Dann könnten wir uns viele Missverständnisse und Konflikte ersparen.

Siehe auch:

Was kommt, wenn die Familie geht?

Familie mit Vater, Mutter und Kindern hat ein Imageproblem. In Film und Fernsehen kommt sie seit langem kaum noch vor. Sie wird als „traditionell“, altbacken, überkommen und verstaubt dargestellt. Man sagt, sie sei auf dem Rückzug bzw. sie stehe gar vor dem Aussterben. Wer sich wie Birgit Kelle lautstark für sie einsetzt wird hierzulande gerne als “antifeministisch” oder “rechtspopulistisch” diffamiert.

Nun aber hat Papst Franziskus eindringlich dazu aufgerufen, sich für die Familie zu engagieren. Aus gutem Grund. Denn was kommt denn eigentlich, wenn die Familie geht? Kann sie wirklich durch fröhliche, bunte Patchwork- und Regenbogenfamilien ersetzt werden, wie es z.B. den Grundschülern in Schleswig-Holstein vermittelt werden sollte?Blogbild Familie gestern morgen1

In Ihrem Buch „Die Patchwork-Lüge“ (hier eine äußerst lesenswerte Rezension) hat die Autorin Melanie Mühl dargelegt: Alternative Familienformen sind kein Paradies! Sie bedeuten immer, dass Kindern mindestens ein Elternteil entrissen wurde. Viele Studien belegen, dass die Trennung der Eltern ein erhebliches Risiko für die Kinder bedeutet: Erhöhter Alkohol-, Nikotin- und Drogenmissbrauch, größeres Depressionsrisiko, instabilere Partnerschaften und höhere Selbstmordraten sprechen eine deutliche Sprache. Gezeigt wurde jüngst auch, dass Erziehung durch homosexuelle Paare ebenfalls ein erhöhtes Risiko für psychische Probleme mit sich bringt.

Patchworkfamilien sind wertvoll, weil die Ehe der leiblichen Eltern nun einmal zerbrechen kann. Niemand von uns hat das Recht, diese Familien gering zu schätzen, im Gegenteil: Sie verdienen ebenso wie Alleinerziehende unseren vollen Respekt und dazu ganz besonders viel Unterstützung und Solidarität! Aber sie taugen keinesfalls als ein der Familie gleichwertiges Ideal.

Wenn die Familie geht kommen aber nicht nur Alleinerziehende, Patchwork- und Regenbogenfamilien. An ihre Stelle treten noch mehr Phänomene:

Kinderlosigkeit

Deutschland ist schon jetzt Weltmeister in der Kindervermeidung. Nur 1,4 Kinder pro Frau bedeutet nüchtern betrachtet: Die Bevölkerung halbiert sich alle 2 Generationen. Noch schlimmer wird es dadurch, dass gerade die Hochgebildeten das Kinderzeugen auf dem Karrierealtar opfern. Die gleichzeitige massive Zuwanderung von Menschen aus fremden Kulturen, die zudem meist deutlich mehr Kinder bekommen, wird unsere Gesellschaft zwangsläufig grundlegend verändern. Träumen wir wirklich alle von Multikulti? Oder verdrängen wir bloß die Realitäten?

Verantwortungslosigkeit

Immer mehr Menschen finden keine Antwort auf die Frage, ob sie single sind oder in einer Beziehung stehen. Sie haben zwar jemand, mit dem sie immer wieder das Bett teilen. Aber das ist mit keinerlei Verbindlichkeit oder Verantwortung verbunden. „Mingle“ nennt man diesen halbgaren Zwischenzustand. Schon jeder dritte Deutschen findet das erstrebenswert. Lustprinzip und Sex ohne Verantwortung – das führt in eine Gesellschaft nach der Maxime: Wenn jeder für sich selber sorgt ist für alle gesorgt. Wollen wir das?

Lieblosigkeit

Im kommen ist auch das Modell der Co-Elternschaft: 2 Menschen beliebigen Geschlechts tun sich zu einer Zweckgemeinschaft zusammen, um ein Kind aufzuziehen. Liebe spielt keine Rolle. Das hat einen großen Vorteil: Da die Eltern gar nicht zusammen sind droht auch keine Scheidung. Toll! Ist das wirklich die Atmosphäre, in der unsere Kinder zukünftig aufwachsen sollen?

Orientierungslosigkeit

Eine EKD-Studie hat belegt: Die Familie ist der primäre Ort, in dem religiöse Wertvorstellungen an die nächste Generation weiter gegeben werden. Jahrtausendelang hat das funktioniert – jetzt werden wir Zeugen eines großen Traditionsabbruchs: Selbst unter den verbliebenen Kirchenmitgliedern haben nur noch 22 % der Jugendlichen einen Bezug zur Kirche. Die einstigen Volkskirchen werden in absehbarer Zeit nur noch eine von vielen Minderheiten sein. Wie wird sich das auf den Wertekonsens auswirken, auf dem das Zusammenleben in unserer Gesellschaft basiert?

Zitat FamilieFür mich kann all das nur heißen: Ohne die Wärme und Geborgenheit der Familie wird es kalt in unserem Land. Wenn unsere Kinder sexuelle Vielfalt und Lustprinzip statt die Ideale lebenslanger Partnerschaft, gegenseitiger Verantwortung und Treue gelehrt bekommen, sägen wir den Ast ab, auf dem wir alle sitzen.Die Leidtragenden sind unsere Kinder, die zwar vor angeblich veralteten Rollenbildern aber nicht vor einem erkalteten Zuhause geschützt  werden.

Deshalb danke, Papst Franziskus, für den Weckruf. Der Einsatz für die Familie ist in der Tat dringend notwendig und im wahrsten Sinne des Wortes not-wendend. Am 11. Oktober bei der Demo für Alle in Stuttgart ist wieder eine gute Gelegenheit, dies öffentlich deutlich zu machen (hier ein gutes Video dazu)!

Siehe auch:

„Now is the time to wake up“

Ein Weckruf aus dem nahen Osten

Auf meinem Facebook-Profil und in den Medien nehme ich in der Flüchtlingsdiskussion zur Zeit 2 Lager wahr:

  • Die einen rufen zu Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Willkommenskultur auf.
  • Die anderen warnen vor Überfremdung, Islamisierung und antidemokratischen Parallelgesellschaften.

Nicht selten schimpfen die Einen („Rechtspopulisten!“, „Fremdenfeinde!“) auf die Anderen („naive Gutmenschen!“). Der Streit droht, unsere Gesellschaft und ganz Europa zu spalten und zu radikalisieren.

Gernot Elsner bat jüngst auf Facebook, den Brief eines Pastors aus dem Nahen Osten zu teilen und bekannt zu machen. Der Pastor dient jeden Monat tausenden von Flüchtlingen. Das Besondere an dem Brief ist: Er vertritt ganz entschieden beide Positionen! Er sagt: GERADE weil die muslimischen Flüchtlinge eine echte Gefahr für Europa sind, die wir keinesfalls verharmlosen dürfen, müssen wir Christen jetzt aktive Nächstenliebe zeigen! Mit allergrößter Dringlichkeit ruft er uns auf, das zu tun, was auch unsere Kanzlerin gefordert hat: Den Menschen in Liebe begegnen, ihnen als Christen aber auch eine klare Botschaft zu bringen und zu sein.

Nachfolgend eine Übersetzung des Briefs (das englische Original ist unten angehängt), den ich nicht nur für Pastoren sondern für alle Christen Europas für äußerst lehrreich halte. Gib ihn weiter, wenn Du das auch so siehst.

Brief Fluechtlinge englischEin Brief an christliche Leiter in Europa von einem Pastor im nahen Osten

Liebe Pastoren in Europa,

ich grüße Euch in Christus,

wir befinden uns in einem sehr kritischen Zeitabschnitt in Bezug auf die Flüchtlinge, die Eure Länder überfluten. Ihr habt eine goldene Möglichkeit. Ihr könnt sie entweder ergreifen oder verpassen und Europa für immer verlieren.

Die Familien, die an Euren Küsten ankommen, sind zerbrochen, verwundet und bedürftig. Ein warmherziges Willkommen kann ihre Perspektive und ihren Glauben rasch verändern. Sie fliehen von der Tyrannei des Islam und sind verwirrt in Bezug auf ihre Überzeugungen. Sie sind aufgewachsen mit der Überzeugung, zur besten Nation und Religion zu gehören, die je auf Erden geschaffen wurde, und ihr Denken wurde darauf programmiert, dass alle anderen verloren sind. Ihnen wurde nie erlaubt, zu denken oder zu zweifeln. Es sei alles so von Gott gewollt.

Jetzt ist die Zeit, zu handeln. Jetzt ist die Zeit, aufzuwachen mit einer neuen Mission, die dieses Mal mit den richtigen Waffen operiert. Benutzt Gebet, Glauben, Evangelisation, praktische Hilfe und viel Liebe. Muslime sind die Opfer des Islam, sie brauchen jemanden, der ihnen die Augen öffnet und sie befreit. Ihr braucht keine Missionare mehr zu schicken. Sie stehen auf Eurer Türschwelle. Baut Beziehungen mit ihnen, mit einzelnen Familien, nicht in großen Gruppen.

Lasst sie das wahre Gesicht des Christentums sehen. Das Christentum, das Gott im Geist anbetet, nicht das Christentum der Götzen. Das Christentum mit Gott hingegebenen Familien, nicht das Christentum der unmoralischen Werte. Das Christentum der offenbarten Kraft des Heiligen Geistes, nicht das Christentum der lauwarmen Kirchen. Das Christentum des alten erweckten Europas, nicht das Europa des Atheismus. Unser Herr sitzt immer noch auf dem Thron.

Unterschätzt niemals den kleinen Prozentsatz an Menschen, die jetzt in Eure Länder kommen. Sie werden sehr bald die Mehrheit werden. Sie müssen den Islam gar nicht predigen. Sie müssen gar nicht kämpfen. Die meisten Eurer Familien haben 1 Kind und einen Hund. Ihre Familien haben 6 oder 7 Kinder. Es ist eine Strategie. Seid gewarnt, der Feind ist so doppelzüngig. Einer unserer alten arabischen Dichter hat einst geschrieben: „Wenn Ihr die Zähne des Löwen seht, denkt niemals, dass der Löwe lächelt.“

Muslime sind nicht unsere Feinde. Sie sind unsere geliebten menschlichen Brüder mit vielen wunderbaren nahöstlichen Gewohnheiten. Sie sind großzügige Gastgeber, großherzig zu den Armen, und sie sind emotional eng mit ihren Familien und Gemeinschaften verbunden. Beeilt Euch und kümmert Euch um sie, bevor sie den Islam umarmen.

Die Geschichte wird eines Tages bezeugen, dass Gott Euch in seiner Weisheit den Hungrigen geschickt hat, damit Ihr ihm Essen gebt, den Durstigen, damit Ihr ihm zu trinken gebt, den Fremden, um ihn aufzunehmen und den Nackten, um ihn anzuziehen. Wie werdet Ihr reagieren? Einige werden Euch natürlich ausnutzen, aber andere werden sich in Euren Gott verlieben.

Durchbrecht die Sprachbarriere und nutzt hingegebene arabisch sprechende Christen in Euren Ländern. Durchbrecht kulturelle Barrieren und versucht, die Denkweise der Muslime zu verstehen. Durchbrecht die Entfernungsbarrieren und bittet Missionsteams aus der arabischen Welt um Hilfe durch Kurzzeiteinsätze. Ihr habt eine großartige Gelegenheit, ich flehe Euch an, Eure Augen dafür zu öffnen bevor es zu spät ist.

Ein sorgenvoller Pastor im nahen Osten

Hier das englische Original:

Can you please share this letter to Christian leaders in Europe by a pastor in the Middle East

Dear Pastors in Europe,

Greetings in Christ,

We are in a very critical period of time concerning the refugees flooding into your countries. You have a golden opportunity. You either choose it or lose it and lose Europe forever.

Families arriving to your seashores are broken, wounded and needy. A warm welcome may change their perspectives and beliefs in no time. They are fleeing from the tyranny of Islam and are in real struggle about their convictions. They grew up with the mentality of being the best nation and religion ever created upon the earth and are brainwashed that all others are lost. They were never allowed to think or doubt. It all came down from God.

Now is the time to act. Now is the time to wake up with a new crusade carrying the real weapons this time. Use prayer, faith, evangelism, social aid and much love. Moslems are the victims of Islam, they need someone to open their eyes and liberate them. You don’t need to send missionaries anymore. They are at your doorsteps. Build relationships with them, one family at a time not in big groups.

Let them see the real face of Christianity. The Christianity of worshiping God in spirit, not the Christianity of idols. The Christianity of families dedicated to God, not the Christianity of immoral values. The Christianity of the demonstrated power of the Holy Spirit not the Christianity of lukewarm churches. The Christianity of the old revived Europe not the Europe of atheism. Our Lord is still on the throne.

Do not ever underestimate the small percentages coming now to your countries. They will become the majority very soon. They don’t have to preach Islam. They don’t have to fight. Most of your families have one child and a dog. Their families have six or seven children. It is a strategy. Be cautious, the enemy is so devious. One of our old famous Arabic poets once wrote, “if you see the teeth of the lion, do not ever think that the lion is smiling”.

Moslems are not our enemies. They are our beloved brothers in humanity with many wonderful Middle eastern habits. They are generous in hospitality, merciful to the poor, and emotionally tied to their families and communities. Hurry up and take care of them before they embrace Islam.

The history will witness one day that God in His wisdom have sent to you the hungry to give him meat, the thirsty to give him a drink, the stranger to take him in and the naked to clothe him. How will you respond? Some will take advantage of you for sure, but others will fall in love with your God.

Break the language barriers and use dedicated arabic speaking christians in your countries. Break the cultural barriers and try to understand a Moslem’s mind. Break the long distance barriers and ask the help of some outreach teams from the Arab world for short terms. You have a wonderful opportunity, I beg you to open your eyes before it becomes too late.

A burdened Pastor in the Middle East.

Siehe auch:

Die Flüchtlingsfrage: Es kann nur 1 Antwort geben!

Ja, die Flüchtlingsfrage ist kompliziert. Einfach alle Menschen willkommen heißen ist viel zu einfach gedacht. Der Oxford-Ökonom Paul Collier hat dargelegt: Gerade eine uneingeschränkte Willkommenskultur tötet, weil sie Menschen falsche Hoffnungen macht und sie den kriminellen Schleusern in die Arme treibt. Zudem führt sie dazu, dass die Herkunftsländer dauerhaft unterentwickelt bleiben, weil der massenhafte Exodus der Gebildeten einen “Braindrain” zur Folge hat. Unser Staat steht also schon aus moralischen Gründen vor der Aufgabe, Armutsmigration einzudämmen.

Und ja, unser Staat muss sich auch viel aktiver damit auseinandersetzen, dass ein erschreckend hoher Anteil der muslimischen Flüchtlinge einen antidemokratischen Scharia-Islam härtester Prägung mitbringt. Wer davor die Augen verschließt und schon den simplen Hinweis auf diese Tatsache als „Islamophobie“ brandmarkt verhindert die dringend notwendige Suche nach Lösungen für die daraus resultierenden Integrationsprobleme und treibt Ausländerfeinden erst recht Anhänger zu.

Aber wie gehen wir nun konkret vor Ort mit den Flüchtlingen um, die bei uns sind und zu uns kommen? Thomas Maurer kümmert sich selbst als Pate um Flüchtlinge und engagiert sich im Arbeitskreis Flüchtlinge seiner Stadt als Vertreter von CVJM und evangelischer Kirchengemeinde. Er hat auf diese Frage eine eindeutige Antwort:

„Sehr viele von den Flüchtlingen kommen aus lebensgefährlichen Umständen zu uns. Es sollte daher aus menschlichen und christlichen Beweggründen selbstverständlich sein, ihnen beizustehen.“

Auch zu der Herausforderung, dass Flüchtlinge z.T. eine problematische kulturelle Prägung mitbringen, hat Thomas Maurer eine klare Meinung:

„Ich muss mich entscheiden, ob ich, anstatt wie die Pegida Fronten aufzubauen, persönliche Begegnungen als Chance sehe, um den Flüchtlingen als Christ zu begegnen. Der Islam baut durchaus strategisch in Ländern Einflussgebiete und Macht aus. Darauf wird zu Recht hingewiesen. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass Jesus für jeden einzelnen Menschen, egal ob Moslem oder Europäer gestorben ist. Ich teile mit vielen die Meinung, dass es eine Führung Gottes ist, dass gerade so viele Flüchtlinge und eben auch eine große Anzahl Moslems in unser Land kommen. Die Herausforderung dabei ist es, die Menschen vor Ort mit den Flüchtlingen in Kontakt bringen und Hilfsbereitschaft zu fördern. Es liegt mir sehr am Herzen, eine positive Grundstimmung zu fördern und Vorurteile auf beiden Seiten erst gar nicht entstehen zu lassen. Mir ist es wichtig, offen auf all diese Menschen zuzugehen und bewusst Gutes über sie zu reden. Kommt es dabei zu Problemen, sollten diese offen angesprochen werden. Nur so können die Mohammedaner lernen, was bei uns in Deutschland kulturell ggf. anders ist und wo sie ihre Verhaltensweisen im Sinne eines guten Miteinanders anpassen können.“

Die Notwendigkeit der offenen Ansprache kultureller Differenzen wird in der Flüchtlingsdebatte leider oft vergessen. Der Flüchtlingsstrom ist ja nicht das Hauptproblem. Deutschland ist schon mit weit größeren Flüchtlingsströmen fertig geworden. Problematisch ist vielmehr der ausgehöhlte Glaubens- und Wertekonsens unserer Gesellschaft! Sogar die linke TAZ hat bemerkt: „Wer keine eigenen Werte zu verteidigen hat, kann auch nicht tolerant sein. Wahrer Multikulturalismus setzt eine Leitkultur voraus.“ Wenn wir Flüchtlingen unsere demokratischen Werte nicht klar vermitteln entstehen gefährliche Parallelgesellschaften. Deshalb ist gerade jetzt der Dienst von Christen an Flüchtlingen gleich in mehrfacher Hinsicht so unglaublich wertvoll. Sie können zeigen, dass auch bei uns Menschen leben, die einen klaren Glaubens- und Wertekompass haben, wie Thomas Maurer berichtet:

„Wir haben in Holzgerlingen hauptsächlich muslimische Flüchtlinge. Daraus ergibt sich die einmalige Gelegenheit, diesen Menschen als bekennende Christen zu begegnen. Dies geschieht im ersten Schritt durch praktische Hilfe dort wo Not besteht, aber auch durch Gespräche und Verhaltensweisen die uns erfahrbar machen als Menschen, die von Evangelium geprägt sind. Ich sehe es gleichzeitig als Herausforderung und Chance, diesen Menschen von Jesu Liebe zu erzählen. Wenn Offenheit da ist, können wir die Möglichkeit nutzen und auch zu unseren Veranstaltungen und Gottesdiensten einladen. In den persönlichen Begegnungen können wir Jesus vorleben und auch zu einer Beziehung mit Jesus einladen. Ich bin überzeugt, dass Gott jedes Herz berühren kann. Ich möchte authentisch und persönlich Zeugnis geben von meinem Glauben, mit dem Wissen, dass Gott wirken kann durch mein Wort.“

Aber ist es überhaupt richtig, mit Flüchtlingen über Jesus zu sprechen? Nutzen wir nicht ihre Krise aus, um sie „religiös über den Tisch zu ziehen“? Ganz im Gegenteil, sagt Thomas Maurer:

„Basis einer guten Patenschaft ist das persönliche Gespräch. Viele Flüchtlinge haben großes Interesse, zu erfahren wie wir leben und was wir glauben. Ernsthafte und authentische Religiosität wird von den Mohammedanern sehr geschätzt. Ein Christ, der zu seinem Glauben keine Stellung bezieht, ist für einen Mohammedaner dagegen eher befremdlich. Mit Christen, die ihren Glauben an Jesus erklären, wird gerne über den Glauben geredet. Dabei können wir die Religionsfreiheit in unserem Land nutzen, ohne die Flüchtlinge dabei zu bedrängen. Moslems haben hier die Möglichkeit Christ zu werden, ohne mit Verfolgung rechnen zu müssen wie in vielen ihrer Heimatländer.“Blogbild Flüchtlinge Auf die Frage, wie wir mit Flüchtlingen umgehen sollen, die in unserer Umgebung wohnen und ankommen, kann es für Christen somit nur 1 Antwort geben: “Den Ausländer, der bei euch wohnt, sollt ihr wie einen von euch behandeln und ihr sollt ihn lieben wie euch selbst.” (3. Mose 19, 34)Und Jesus sagt dazu: “Ich war ein Fremder, und ihr habt mich in euer Haus eingeladen.” Mit anderen Worten: Wer Flüchtlingen dient, dient Gott!

Und was ist, wenn wir selbst keine Möglichkeit haben, uns aktiv um Flüchtlinge zu kümmern? Auch dazu hat Thomas Maurer eine Antwort: „Vielen Dank für jedes Gebet, das die Begegnungen mit den Flüchtlingen begleitet.“

Siehe auch:

Sex und Kultur

Die aufrüttelnde Studie von Joseph D. Unwin

Immer wieder begegnet mir die Meinung, dass Christen sich viel zu sehr um Fragen der Sexualmoral drehen. Wer sich heute noch gegen Sex vor der Ehe oder gegen die “Ehe für alle” ausspricht würde das Christentum ewiggestrig, moralinsauer und intolerant erscheinen lassen. Entsprechend empfiehlt jetzt ein Gremium der evangelischen Kirche, vom Zeitgeist zu lernen und sich der sexuellen Freiheit und Vielfalt zu öffnen. Die evangelische Frauen- sowie Männerarbeit setzt sich schon länger für die Anerkennung vielfältiger, auch polyamorer Beziehungsformen ein. Und überhaupt: Kann denn Liebe Sünde sein? Ist es nicht ein Gebot der Nächstenliebe, all die vielfältigen sexuellen Neigungen und Praktiken einfach für gleichwertig normal zu halten?

Der Diplom-Soziologe Konstantin Mascher hat für das deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft eine spannende Zusammenfassung des Buchs “Sex and Culture” von Joseph D. Unwin verfasst. In diesem bis heute einzigartigen Werk aus dem Jahr 1934 untersucht der damalige Ethnologe der Universität Cambridge, ob es einen Zusammenhang zwischen der Sexualmoral und dem Kulturniveau einer Gesellschaft gibt. Über seine Ergebnisse war Unwin selbst völlig überrascht:

Die Untersuchung von 80 Naturvölkern ergab einen nahezu strikten Zusammenhang zwischen dem Kulturniveau und der vorehelichen sexuellen Regulierung. Alle höher entwickelten Gesellschaften bestanden auf vorehelicher Enthaltsamkeit. Alle Gesellschaften, die voreheliche Enthaltsamkeit forderten, hatten ein höher entwickeltes kulturelles Niveau:Vergleich Kulturniveau und SexualmoralVergleichsskala voreheliche Voreheliche Enthaltsamkeit (oben) und Kulturniveau (unten) bei 80 Naturvölkern

Bei der Untersuchung von 16 höher entwickelten Kulturen stellte Unwin fest, dass sie am Anfang ihres kulturellen Aufstiegs neben der vorehelichen Enthaltsamkeit zusätzlich auf einer absoluten ehelichen Treue und Monogamie bestanden: „In der Vergangenheit stiegen unterschiedliche Gesellschaften auf in unterschiedlichen Teilen der Erde, gediehen prächtig, und gingen wieder nieder. In jedem Fall fing die Gesellschaft ihre historische Karriere in einem Zustand der absoluten Monogamie an.“

Unwin prüfte weiterhin, wie sich Veränderungen in der Sexualmoral auf die kulturelle Entwicklung auswirken. Dafür untersuchte er die historischen Verläufe von 6 Hochkulturen. Das Ergebnis war verblüffend: „Diese Gesellschaften lebten in unterschiedlichen geographischen Regionen; sie gehörten zu unterschiedlichen Rassen; aber ihre Geschichte der Heiratsordnung ist dieselbe. Am Anfang hatte jede Gesellschaft dieselben Ideen in Bezug auf die sexuellen Regulierungen. … Jede Gesellschaft reduzierte die Möglichkeiten der sexuellen Befriedigung auf ein Minimum, wies große soziale Energie auf und florierte. Dann erweiterte sie die Möglichkeiten der sexuellen Befriedigung; ihre Energie wurde weniger und löste sich auf. Das einzig Außergewöhnliche an dem Ganzen ist die absolut gleichförmige Wiederholung.

Bei Griechen und Römern z.B. sei zu erkennen, wie sich die Gesellschaft, in der sich die Einehe als Norm etablierte und Promiskuität verboten war, innerhalb von drei Generationen festigte und zu einer gewissen Vormachtstellung gelangte. In den kulturellen Hochphasen kam es zu einer Aufwertung der Genussorientierung (Hedonismus) und damit auch zu einer Aufweichung der Sexualnormen. Die Scheidung wurde erleichtert und der außer- und voreheliche Geschlechtsverkehr zunehmend akzeptiert. Nach einer relativ kurzen Phase von Wohlstand und sexueller Freizügigkeit kippte die Situation: In den wohlhabenden Schichten wurden immer weniger Kinder geboren und die Bemühungen des Staates, die Geburtenrate anzuheben, griffen nicht mehr. Der kulturelle Abstieg und die feindliche Übernahme durch fremde, aufstrebende Kulturen waren nicht mehr abzuwenden. Die Generation, die von der “sozialen Energie” der Gründerzeit ihrer Väter zehrte, deren Verzichtbereitschaft jedoch verwarf, hatte den eigenen Erben nicht mehr viel weiterzugeben. Aus dem empirischen Material folgerte Unwin, dass sich die Folgen einer veränderten Sexualnorm nach ca. 100 Jahren (3 Generationen) bemerkbar machen.

Unwins Fazit: „Der kulturelle Zustand jedweder Gesellschaft in jedweder geographischen Umgebung wird durch die vergangenen und gegenwärtigen Methoden der Regulierung der Beziehungen der Geschlechter zueinander bestimmt.” „Manchmal hört man, dass jemand die Vorteile eines hohen kulturellen Niveaus genießen möchte und gleichzeitig die Begrenzung der sexuellen Triebbefriedigung abschaffen wolle. Das Wesen des menschlichen Organismus scheint jedoch so beschaffen zu sein, dass diese Wünsche unvereinbar sind, sogar einander widersprechen. Solch ein Reformer gleicht dem törichten Jungen, der den Kuchen essen und gleichzeitig behalten will. Jede menschliche Gesellschaft hat die Freiheit, sich zu entscheiden, ob sie hohe soziale Energie oder sexuelle Freizügigkeit will. Die Fakten zeigen, dass beides gleichzeitig nicht länger als eine Generation möglich ist.Unwin ZitatAber warum wird diese verblüffende Studie heute nirgends diskutiert? Der katholische Theologe Dr. Spindelböck schreibt dazu: “Die Grundthese Unwins, wonach es einen eindeutig feststellbaren empirischen Zusammenhang zwischen vorehelicher sexueller Enthaltsamkeit und strikter Monogamie auf der einen und dem höheren kulturellen Status einer Gesellschaft auf der anderen Seite gibt, ist bis jetzt nicht widerlegt. … Die von Unwin in seiner Hauptthese aufgezeigten Zusammenhänge sind zwar in einschlägigen Kreisen bekannt und anerkannt; im öffentlichen gesellschaftlichen Diskurs hindert es gegenwärtig eine so genannte „political correctness“ im Rahmen der Gender- und Homosexualitäts-Ideologie, dass die Ergebnisse Unwins zum Gegenstand weiterer Analysen und Schlussfolgerungen gemacht werden.”

Prägend sind stattdessen bis heute die Sexualstudien des oft als Held der “sexuellen Revolution” gefeierten Alfred Kinsey, obwohl sie z.T. unter kriminellen Umständen zustande kamen und Dokumente schlimmsten Kindesmissbrauchs beinhalten (Achtung: Dieser schockierende Bericht darüber ist nichs für schwache Nerven, ebensowenig die verstörende Originalschrift von Kinsey über die Sexualität von Kindern). Kinsey war ein wichtiger Wegbereiter des heutigen enttabuisierten “anything goes-Klimas”, in dem ethisch/moralische Bewertungen sexuellen Verhaltens grundsätzlich verpönt sind. Somit hat sich 1 Vorhersage Unwins schon jetzt bestätigt: In der Zeit des Wohlstands werfen wir sexuelle Einschränkungen über Bord und hören lieber auf Leute, die uns sagen, was wir gerne hören wollen (2. Tim. 4, 3), selbst wenn sie noch so fragwürdig sind.

Wird Unwin auch mit der anderen Vorhersage recht behalten, dass das Verwerfen sexueller Einschränkungen nach 3 Generationen zum Niedergang der Gesellschaft führt? Wenn man die sexuelle Befreiung in der 68er-Generation verortet wären wir jetzt schon auf halber Strecke. Und tatsächlich sind wir inzwischen Weltmeister im Senken der Geburtenrate. Die wenigen Kinder reißen wir zudem frühzeitig von den Eltern weg und destabiliseren sie dadurch emotional. Gleichzeitig wird der Wertekonsens unserer Gesellschaft durch Einwanderung aus fremden Kulturen und durch die Säkularisierung ausgehöhlt. Sind wir vielleicht tatsächlich dabei, unsere Gesellschaft zu destabiliseren? Dem Fazit von Konstantin Mascher ist m.E. jedenfalls zuzustimmen: “Eine Gesellschaft, die Egozentrismus und Hedonismus fördert, die die Zukunft nicht genügend in den Blick nimmt und auch nicht zum Verzicht bereit ist, richtet nachhaltigen Schaden an.”

Es stimmt schon: Die wichtigste Botschaft, die unsere Gesellschaft von uns Christen hören sollte ist nicht unsere Meinung zur Sexualmoral. Und richtig ist auch, dass wir sensibel darauf achten müssen, Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Identitäten nicht herabzuwürdigen sondern liebe- und respektvoll mit allen Menschen umzugehen.

Aber richtig ist auch: Wir erweisen unseren Mitmenschen einen Bärendienst, wenn wir ihnen nach dem Mund reden und die großartigen und heilsamen biblischen Werte über Sexualität, Treue und Verbindlichkeit (hier großartig erklärt von Johannes Hartl) verschweigen oder verschämt für uns behalten. Denn diese Werte sind nicht nur für einzelne Menschen sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes wichtig und heilsam.

Quellen:

Vielen Dank an Konstantin Mascher für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Artikels.

Siehe auch:

Liebe Mama,

heute bin ich Dir ganz besonders dankbar, dass ich die ersten Jahre meines Lebens ganz bei Dir zu Hause sein durfte. Und als ich in den Kindergarten kam, durfte ich trotzdem bei Dir zu Hause mittag essen und nachmittags in Ruhe zu Hause oder draußen auf der Straße spielen und mich mit meinen Freunden treffen. Und auch als ich in der Schule war hast Du mittags auf mich gewartet, hast mir zugehört, als ich von Mitschülern gemobbt wurde, als ich eine Arbeit verhauen hatte oder mit dem Fahrrad hingefallen bin. Du warst einfach immer für mich da. Und das hat so wahnsinnig gut getan.

Ich bin gerade echt wütend, weil man Dich heute wieder massenhaft als Heimchen am Herd verspottet hat. Man hat Dir vorgeworfen, Du hättest ein verstaubtes Familienbild. Man hat Dir gesagt, es wäre besser für mich gewesen, ich hätte von Anfang an die “frühkindliche Bildung” bekommen, die Du mir nie hättest bieten können.

Mama, ich sage Dir: Kein Mensch hätte mir bieten können, was Du mir gegeben hast! Du hast mir eine glückliche Kindheit geschenkt. Du hast mir gezeigt, dass ich Dir wichtig bin. Mama, sei Dir ganz sicher: Du hast alles richtig gemacht! Ich bin stolz auf Dich! Und irgendwann werden all die Leute, die so großartigen Mamas wie Dir nicht einmal ein paar Euro Anerkennung gönnen, hoffentlich kapieren, dass Sie das Beste zerstören, was jedes kleine Kind auf der Welt sich wünscht: Bei einer Mama sein zu dürfen wie Du es für mich warst.

Dein ewig dankbarer Sohn

P.S.: Heute habe ich mich an ein Lied erinnert. Es ist schon 30 Jahre alt und es stammt von einer Mama wie Dir. Aber der Text erscheint mir heute aktueller denn je. Ich wünsche mir so, dass unsere Gesellschaft es hört und endlich merkt, welchen Irrweg sie geht!

Montagmorgen

Montagmorgen, ich stell mein Radio an.
In einer Hausfrauensendung diskutiert man über den Mann.
Gast im Studio ist Frau B., sie hat ein Buch zum Thema rausgebracht,
wie die Frau sich von Familie und Gesellschaft endlich unabhängig macht.

Frau B. befreite sich von Mann und Kindern, hält sich jetzt ein Schaf,
züchtet Hühner und spinnt Wolle für den Markt und für den Eigenbedarf.
Hier findet sie Erfüllung endlich ist sie etwas wert.
Früher war sie nur das Aschenputtel hinter ihrem Herd.

Und dann erfahre ich, dass man mich hier gefangen hält
und mir jeglicher Kontakt zur Außenwelt fehlt.
Und wenn ich noch zufrieden bin, dann liegt es daran,
dass es mir eingehämmert wurde jahrhundertelang.
Und Familienleben ist ein veralteter Brauch.
Und ich höre es und Millionen andere auch.

Montagmorgen, die Sendezeit ist jetzt um.
Jeden Tag das gleiche ständig redet man mir ein ich sei dumm.
Ich muss hier raus, ja ich brauche die Bestätigung der Öffentlichkeit
denn die Arbeit an den Menschen die mich brauchen bringt mich nicht sehr weit.

Oh, ich habe längst genug von dieser Art der Manipulation!
Man redet uns Neurosen ein und die Erfolge sieht man schon:
Kinder mit dem Fernsehen als Seelentröster
und Ehen, die kaputt sind oder krank.
Uns’re Welt ist schon so kalt, dass wir erfrieren dauert nicht mehr lang.

Denn wo jeder sich selbst der Nächste ist
und darüber wirklich seinen Allernächsten vergisst,
da hat man ein falsches Lebensziel
auch wenn man uns das Gegenteil einreden will.
Dort sucht man vergeblich nach Wärme und Glück
und Enttäuschung und Einsamkeit bleiben zurück.

Geht es wirklich nur um meine Person,
um meine Karriere und die Frage, was hab ich denn davon?
Dann finde ich vielleicht mich selbst, doch wieviel ist das wert?
Denn das Leben findet wirklich nur der, der es verliert.
Ja, das Leben findet wirklich nur der, der es verliert.

Text und Musik: Ute und Friedemann

Siehe auch:

Die EKD und die Homo-Ehe

Ein offener Brief an Heinrich Bedford-Strohm

Sehr geehrter Herr Bedford-Strohm,

Sie begründen Ihr Votum für die Homo-Ehe mit der Aussage, dass die Bibel zur “Überwindung von Diskriminierung jeder Art” ermutige. Damit tragen Sie leider mit dazu bei, dass jedes auch noch so seriöse Argument gegen die Homo-Ehe als “Diskriminierung” abgestempelt wird. So wird der notwendige Dialog leider verhindert, nicht gefördert.

Ihre Argumentation ist zudem äußerst fragwürdig: Es gibt viele Varianten, in denen Menschen verbindlich zusammen leben und sich lieben können, nicht nur die Verbindung zweier Partner. So hat Eske Wollrad von den evangelischen Frauen ja bereits gefordert, sich genauso für polyamore Beziehungen zu öffnen. Wenn die Definition von Ehe = 1 Mann und 1 Frau aufgelöst wird und nur noch Liebe und Verbindlichkeit die Kriterien sind, gibt es keinen Grund, nicht auch noch weitere vielfältige Formen des Zusammenlebens als Ehe zu bezeichnen.

Ganz abgesehen davon, dass das theologisch äußerst fragwürdig ist: Die Väter und Mütter des Grundgesetzes hatten gute Gründe, gerade die Verbindung von 1 Mann und 1 Frau besonders zu schützen, denn diese Verbindung ist nun einmal in unvergleichlicher Weise die Keimzelle einer Gesellschaft und der optimale Schutzraum für das Gebären und das Aufwachsen von Kindern. Durch den Art. 6 des Grundgesetzes wird niemand diskriminiert oder abgewertet. Mit der eingetragenen Lebenspartnerschaft haben gleichgeschlechtlich Liebende auch jetzt schon die Möglichkeit, ihrem Willen zu einer lebenslang verbindlichen Partnerschaft eine rechtlich verbindliche Gestalt zu geben. Die Rechtsfolgen sind – abgesehen von der Adoption, die ja auch Sie (noch?) in Frage stellen – auch schon jetzt den Rechtsfolgen der Ehe zum größten Teil nachgebildet.

Blogbild Bedford-StrohmAber wenn Sie die gleichgeschlechtliche Partnerschaft als “Ehe” bezeichnen helfen Sie mit, dass das Leitbild der Ehe zwischen Mann und Frau durch das Leitbild der sexuellen Vielfalt ersetzt wird. Dieser Wandel wird nach meiner festen Überzeugung schwerwiegende Folgen für unsere Gesellschaft nach sich ziehen, denn die immer lauter werdende Ermutigung zum “Anything goes” bringt am Ende eben weniger und nicht mehr verbindliche Partnerschaften und damit auch weniger Schutzräume für das gesunde Aufwachsen von Kindern hervor.

Viele engagierte Kirchenmitglieder, die sich – so wie Volker Kauder – gegen die Homo-Ehe aussprechen, sehen sich gerade jetzt einem enormen medialen Trommelfeuer ausgesetzt (in den Tagesthemen wurden Gegner der Homoehe z.B. jüngst als “intolerante Ewiggestrige” bezeichnet). Das gilt noch mehr für unsere Geschwister in der katholischen Kirche. Ihr einseitiges Votum fügt deshalb der Ökumene genau wie dem innerkirchlichen Miteinander Schaden zu.

Als Ratsvorsitzender wäre es deshalb das Mindeste gewesen, sich auch vor diese Kirchenmitglieder zu stellen, indem Sie klar stellen, dass ein Votum gegen die Homo-Ehe zunächst einmal mit Diskriminierung und Intoleranz NICHTS zu tun hat und indem Sie um Verständnis und Respekt für die vielen Christen werben, denen zwar Liebe und Respekt für Menschen mit homoerotischem Empfinden äußerst wichtig ist, die aber aus ihrem Gewissen vor Gott einer Homo-Ehe nicht zustimmen können.

In der Sorge um die Kirche und der Liebe zu Jesus verbunden,

Dr. Markus Till

Die Stellungnahme von Herrn Bedford-Strohm im Wortlaut:

Nach der Volksabstimmung in Irland wird in Deutschland über die Konsequenzen für unser eigenes Land diskutiert. Folgendes habe ich dem SPIEGEL auf Anfrage dazu gesagt:

“Mich haben nach der Entscheidung in Irland die Fernsehbilder von den Menschen berührt, die diese Entscheidung ausgelassen gefeiert haben, weil sie gleichgeschlechtlich Liebenden einen Weg eröffnet, ihre Liebe verbindlich zu leben. Man kann sich nur darüber freuen, wenn Menschen, die sich lieben, ihre Liebe auch verbindlich und verantwortlich leben. Das gilt für Mann und Frau. Das gilt aber auch für gleichgeschlechtlich Liebende. In der evangelischen Kirche ist in dieser Frage in den letzten Jahren ein Diskussionsprozess in Gang gekommen, der noch nicht abgeschlossen ist. Für mich ergibt sich aus zentralen biblischen Geboten der Impuls zu einer Öffnung der Kirche gegenüber gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Das Liebesgebot Jesu und seine „Goldene Regel“ („Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch“) sind Grundorientierungen, die zur Überwindung von Diskriminierung jeder Art ermutigen. Sie wiegen für mich schwerer als einzelne Bibelstellen, die Homosexualität kritisieren. Ich wünsche mir für unsere Gesellschaft eine neue Kultur der Verbindlichkeit in unseren Beziehungen. Deswegen ist die Ehe für mich ein Zukunftsmodell, für das ich werbe. Dass es für gleichgeschlechtlich Liebende die Möglichkeit gibt, ihrem Willen zu einer lebenslang verbindlichen Partnerschaft eine auch rechtlich verbindliche Gestalt zu geben, begrüße ich ausdrücklich. Die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau wird dadurch kein bisschen geschmälert. Im Gegenteil – sie wird noch einmal unterstrichen. Entscheidend ist die Stärkung der Verbindlichkeit unserer Lebensformen. Im Blick auf das Adoptionsrecht hat die EKD in der Vergangenheit darauf aufmerksam gemacht, dass bei Adoptionen nicht der Wunsch von Erwachsenen, sondern das Wohl der Kinder der entscheidende Gesichtspunkt sein muss. Hier sehen wir weiterhin Diskussionsbedarf.”

Siehe auch:

Die 6 grundlegendsten Irrtümer der Gegenwart

Liebe Leser, ich muss Sie warnen: Über jedes Thema, das ich hier gleich anreißen werde, wurden bereits bücherregalfüllende Debatten geführt in intellektuellen Höhen, in denen mir schwindlig wird. Deshalb vorweg: Dieser Artikel will keine fundierte Abhandlung sein. Er gibt einfach nur meine Meinung wieder. Und hier kommt sie auch schon: Meine total subjektive Hitparade der grundlegendsten Irrtümer der Gegenwart:

Platz 6: Glaubhaft ist nur, was naturwissenschaftlich nachvollziehbar ist!

Deshalb ist Jungfrauengeburt, Brotvermehrung oder Auferstehung in etwa so glaubwürdig wie der Osterhase. Und wer heute noch als Wissenschaftler an einen göttlichen Designer glaubt hat seinen Ruf verspielt, egal wie fundiert seine Argumente sind (dazu hier ein äußerst lohnender Film!). Zu Galileis Zeiten hat noch die Religion Denkverbote erteilt. Heute machen das Naturwissenschaftsideologen – und verleihen so der Wissenschaft fast religiöse Züge…

Platz 5: Es gibt keine absolute Wahrheit!

Was für eine geniale Idee der postmodernen Philosophen: Statt wie früher endlos zu diskutieren, ob die Erde eine Kugel oder eine Scheibe ist sagen wir einfach: Ihr habt subjektiv irgendwie alle recht – und objektive Wahrheiten gibt es sowieso nicht. Dann gibt es zwar keinen Erkenntnisfortschritt aber auch keine Streitereien mehr. Toll! Nur eine kleine Frage hätte ich noch: Kann die Behauptung, dass es keine Wahrheit gibt, wahr sein, wenn es gar keine Wahrheit gibt?

Platz 4: Die Religionen glauben alle an den gleichen Gott!

Seit Lessings Ringparabel scheinen immer mehr Menschen an einen Gott mit multipler Persönlichkeitsstörung zu glauben. Sein Wesen ist zwar in jeder Religion total verschieden, aber er ist trotzdem überall derselbe. Aber klar: Es ist natürlich viel besser, an einen schizophrenen eierlegenden Wollmichsau-Gott für Alle zu glauben als diese arroganten Absolutheitsansprüche zu akzeptieren. Das wäre ja total intolerant, denn…

Platz 3: Toleranz bedeutet, Alles als gleichwertig anzusehen!

Toleranz im Sinne von Respekt und Nächstenliebe reicht nicht. Das wäre ja nur Duldung, und „Dulden heißt beleidigen“! Was wir heute brauchen ist Akzeptanz! Das heißt: Wir müssen andere Meinungen, Religionen und Lebensstile als genauso richtig anerkennen, wenn wir keine ewiggestrigen homo-, islamo- oder sonstwasphoben Diskriminierer sein wollen. Gegenargumente aus der Wissenschaft oder (ganz schlimm) aus der Bibel schlucken wir deshalb schnell hinunter. Denn wer die sexuelle und sonstige Vielfalt nicht uneingeschränkt bejubelt hat keine sachliche Diskussion und keine Toleranz verdient…

Platz 2: Gleichwertigkeit kommt durch Gleichartigkeit!

Es reicht auch nicht, dass Jeder die gleichen Rechte hat. Gleichberechtigung haben wir erst, wenn Alle im Durchschnitt das Gleiche machen! Deshalb müssen wir die Mädchen unbedingt für die Arbeit auf dem Bau gewinnen und die Jungs für den Friseursalon. Dass das bislang überhaupt nicht geklappt hat liegt natürlich nicht an der Unterschiedlichkeit der Geschlechter sondern an tief sitzenden Rollenklischees, die wir mit aller Kraft bekämpfen müssen. Und solange die Medizin nichts gegen das Unrecht tun kann, dass immer nur die Frauen die Kinder austragen müssen, schieben wir eben die Kinder so früh wie möglich in KiTas ab, damit die Frauen trotzdem immer uneingeschränkt arbeiten gehen können. Und wenn dann endlich alles ganz gerecht ist bricht das Paradies aus, denn…

Platz 1: Der Mensch ist im Kern gut!

Die Menschen verhalten sich ja nur deshalb so schlecht, weil sie so schlecht behandelt werden. Würden wir alle Schüler in gerechte Einheitsschulen ohne Noten- und Versetzungsdruck schicken, dann würden sie sich in leistungswillige Entdecker verwandeln, die ihre Mitschüler fördern statt mobben. Radikale Muslime werden ganz von selbst tolerante Demokraten, wenn wir einfach nett zu ihnen sind. Und wenn wir den Kindern von klein auf beibringen, dass einengende Sexualtabus total von gestern sind und es viel besser ist, alle Triebe nach Lust und Laune auszuleben, dann gibt es sicher bald nur noch glückliche, bunte Regenbogenfamilien mit beliebig vielen Mamas und/oder Papas. Mit der Pornoschwemme und der rezeptfreien Pille danach sind wir dem grenzenlosen Sexparadies ja schon ganz nahe gekommen…

Blogbild wrong wayIch hoffe, meine Leser verzeihen mir die satirische Zuspitzung. Aber auch wenn ich versuche, die Themen mit Augenzwinkern zu behandeln: Die Auswirkungen dieser Irrtümer sind nun einmal leider alles andere als spaßig! Die sozialistischen, kommunitären, kommunistischen und anarchistischen Utopien, die auf dem Weltbild eines guten Menschen fußen, sind nicht nur grandios gescheitert, sie haben unfassbar viel Leid produziert. Die Naivität im Umgang mit linken, islamistischen und anderen antidemokratischen Kräften gefährdet unseren Rechtsstaat. Die Forderung nach Akzeptanz statt Toleranz rüttelt an den Grundfesten der Meinungs- und Religionsfreiheit. Die Gleichmacherei im Namen der Gleichberechtigung und die Abschaffung der Sexualtabus zerstört Familien und verstört Kinder. Die Ablehnung aller Wahrheitsansprüche löst genau wie der wissenschaftliche Absolutheitsanspruch die Glaubensfundamente der Kirche auf und stürzt unsere Gesellschaft in ein moralisches Vakuum, das Extremisten nur zu gerne nutzen.

Deshalb finde ich es so wichtig, diese Denkmuster zu kennen und zu durchschauen. Denn auch wir Christen sind nicht vor ihnen gefeit, wie man leider vielerorts in den Kirchen sehen kann.

Das ist meine Meinung. Die muss niemand akzeptieren. Toleranz und Respekt würde mich schon freuen. Und eine offene Diskussion. Denn so funktioniert unsere Demokratie und eine offene, freie Gesellschaft, die wir uns unbedingt erhalten sollten!

Siehe auch:

Wo bleiben die Propheten?

Im Herbst 2014 hat der schleswig-holsteinische Landtag mehrheitlich abgelehnt, die Verantwortung vor Gott in der Verfassung zu verankern. Auch in Europa konnten sich die Befürworter eines Gottesbezugs in der EU-Verfassung nicht durchsetzen. Doch in Schleswig Holstein regt sich jetzt Widerstand: Eine Volksinitiative hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema durch 20.000 Unterschriften erneut in den Landtag zu bringen.

Für Bibelkenner sind das äußerst spannende Entwicklungen. Denn die Bibel konfrontiert uns von der ersten bis zur letzten Seite, von Mose über die Chroniken, Propheten bis zu Johannes und Jesus mit einer provozierenden Behauptung. Sie sagt: Das Wohl einer Gesellschaft entscheidet sich nicht am Bildungsgrad, der Innovationskraft, der Regierung oder den Ressourcen eines Landes. Vielmehr hängt es letztlich an einer Frage: Ob die Menschen auf Gott hören oder nicht! DAS entscheidet im Alten wie im Neuen Testament über Segen oder Fluch, Erfolg oder Misserfolg, Bestand oder Zerfall.

Sofort höre ich Humanisten und Atheisten aufschreien: Wir haben doch viel zu lange auf irgendeinen Gott gehört anstatt unseren Verstand zu benutzen! Die Geschichte von Galileo zeigt doch, wie Religion die Vernunft, Wissenschaft und Technik blockiert! Und die Kreuzzüge beweisen doch, dass Religion die Wurzel alles Übels ist!

Aber stimmen diese Argumente auch? Dazu nur ein paar kurze Schlaglichter:

Ich behaupte deshalb: Genau das Gegenteil ist richtig. Vernunft und das Hören auf Gott gehören zusammen! Beides wird gebraucht! Das eine geht nicht ohne das Andere! Oder wie die Bibel es ausdrückt: Ehrfurcht vor Gott ist der Anfang der Weisheit. Wer dagegen für Gott taub ist gerät leicht auf Abwege. Auch dazu ein paar kurze Schlaglichter:

Ausgerechnet in Schleswig-Holstein wurde jüngst Unterrichtsmaterial für Grundschulen entwickelt, in dem Familien mit Papa und Mama quasi zum Ausnahmefall erklärt werden (es lohnt sich, das mal anzuschauen). Familie ist der Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Wer sie auflöst sägt am Ast, auf dem wir alle sitzen und bringt unendliches Leid über die Kinder, die ohne stabiles Zuhause aufwachsen müssen. Das EU-Parlament hat jüngst mit dem „Tarabella-Bericht“ sogar Abtreibung zum Menschenrecht erklärt. Kinder sind unsere Zukunft. Spätestens hier wird offensichtlich, wie Gottlosigkeit unsere Zukunft zerstört.

5 vor 12Ich muss es deshalb so drastisch ausdrücken: Der Kulturkampf, den wir heute erleben und der darauf abzielt, Gott nicht nur aus der Verfassung sondern aus allen gesellschaftlichen Bereichen zu verdrängen, bedroht die Grundfesten unserer Gesellschaft. Unser Wertekanon zerbröselt ohne höheren Maßstab. Die christlichen Werte wie Ehrlichkeit, Nächsten- und Feindesliebe, Menschenwürde, Vergebung, Demut, Dienen, Fleiß, Treue, Respekt vor Eltern und staatlichen Institutionen verflüchtigen sich rasch, wenn ihnen die Grundlage der Ehrfurcht vor Gott entzogen wird. Wenn Menschen sich nur noch vor sich selbst und nicht mehr vor Gott verantworten müssen ist Machtmissbrauch und Verantwortungslosigkeit endgültig Tür und Tor geöffnet. Und wo Gott verbannt wird werden Menschen anfällig für die Stimmen der Verführer. Das immer frechere Auftreten linker, rechter und islamischer Extremisten zeigt, wie sich das Vakuum füllt, wenn das Salz und Licht der Christen schwindet.

Drängender denn je brauchen wir deshalb die Stimme der Propheten, die wie Mose, Jona, Johannes der Täufer und Jesus zuerst Gottes Volk und dann der ganzen Gesellschaft zurufen: Kehrt um! Hört auf Gott! Und ihr werdet leben!

Aber wo bleiben die Propheten? Die Bibel sagt: Sie sind längst unter uns. Einer davon liest gerade diesen Artikel und hört den Ruf: Runter vom Sofa. Raus aus der frommen Kuschelecke. Rein in die Gesellschaft. JETZT ist die Zeit zum Aufstehen, sich einmischen und Gottes gute Worte und Werte weitergeben! Wenn wir das tun, jeder an seinem Platz, können wir ohne Zweifel gemeinsam Geschichte schreiben!

P.S.: Die Initiative Zeit zum Aufstehen hat inzwischen über 18.000 Unterstützer. Ich möchte herzlich dazu ermutigen, mit zu unterzeichnen.

P.P.S.: Die Volksinitiative „Für Gott in Schleswig-Holstein“ kann man hier unterstützen.

P.P.P.S.: Noch vor der Sommerpause soll in Stuttgart die nächste “Demo für alle” stattfinden. Ich lade schon jetzt herzlich ein, sich aktiv zu beteiligen.

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Zeit, Frieden zu stiften!

Meine Generation kannte keinen Krieg. Auch der RAF-Terror der 70er Jahre ist uns weitgehend fremd. Umso mehr wühlt es uns auf, wenn wir damit konfrontiert werden, dass Friede auch bei uns keine Selbstverständlichkeit ist. Entsprechend aufgescheucht erscheinen mir viele Reaktionen der letzten Tage. Es geht wild durcheinander. Alle wollen Frieden. Aber womit tragen wir wirklich zum Frieden bei?

Was NICHT dem Frieden dient:

Pauschalaussagen wie „Das hat nichts mit dem Islam zu tun“, “Der Islam ist eine friedliche Religion” oder „Es gibt keine Islamisierung in Deutschland“ sind gut gemeint und haben das berechtigte, wichtige Anliegen, die vielen gut integrierten, freundlichen und friedliebenden Muslime in Deutschland vor Diffamierungen zu schützen. Aber sie sind trotzdem kontraproduktiv. Denn angesichts der täglichen Horrormeldungen islamisch motivierter Gewalt (allein im November 2014 wurden weltweit über 5000 (!) Menschen im Namen Allahs getötet) sind sie so offensichtlich falsch, dass sie zwangsläufig Misstrauen und Protest hervorrufen müssen. Zurecht merkt der FOCUS an: “Solche Sätze helfen niemandem, der sich durch den Islam bedroht fühlt, wie es mehr als die Hälfte der Deutschen nach der jüngsten Bertelsmann-Studie tun. Im Gegenteil: Floskeln dieser Art sind eher dazu angetan, die Frustration zu steigern. Denn in dem Satz schwingt die Belehrung mit, dass der mit der Angst einfach nicht richtig Bescheid weiß.”

Wie gefährlich der Islam tatsächlich sein kann und weltweit häufig ist haben zuletzt viele Journalisten und Experten gut herausgearbeitet: “In nicht weniger als 18 der 20 am höchsten eingestuften Länder gilt ‘Islamischer Extremismus’ als Haupttriebkraft der Verfolgung” stellt die WELT fest und weist darauf hin, dass es „historisch und aktuell keinen (!) Staat mit islamischer Bevölkerungsmehrheit und einer pluralistischen Ordnung (gibt), die Nichtmuslime gleichbehandelt.“ Die ZEIT ergänzt: „Der Islam, auch der moderate, ist noch immer zu oft eine Rutschbahn in die Entfremdung von der westlichen Lebensweise.“ Und CICERO äußert: „Diese Blutspur um die Welt reicht als Beleg: Mit dieser Religion stimmt in ihrem aktuellen Zustand etwas nicht. Sie verleitet ganz offenbar mehr als jede andere derzeit real existierende Religion dazu, im Namen eines Gottes zu morden.“ Diese Einschätzung wird von der Islam-Expertin Christine Schirrmacher  sachlich gut begründet. Die WELT hat deshalb recht: “Doch, dieses Massaker hat mit dem Islam zu tun. Dieses Beschwichtigen muss endlich aufhören” – übrigens auch bei den Kirchenvertretern, wie CHRIST UND GEGENWART ergänzt.

Zumal der Neuköllner Bürgermeister Buschkowsky nicht müde wird, auf die ganz reale Islamisierung mitten in Deutschland hinzuweisen. Es ist unerträglich, dass es in unserem Land wieder Orte gibt, in denen sich Juden nicht mehr offen als solche zeigen können. Islamistische Propaganda verbreitet sich natürlich auch bei uns. Der Verfassungsschutz verweist auf immerhin 6500 Salafisten (mit rasant wachsender Tendenz), von denen rund 800 als militant und etwa 200 gar als „tickende Zeitbomben“ bezeichnet werden müssen. Dass in Deutschland trotz mehrerer Versuche noch kein Anschlag geglückt ist, ist menschlich gesehen pures Glück.

Es ist nicht islamophob, ausländerfeindlich oder rechtspopulistisch, diese Fakten offen anzusprechen. Im Gegenteil: Schon 2006 forderten Schriftsteller und Journalisten (darunter Salman Rushdie) eindringlich, nicht wegen Angst vor „Islamophobie“ auf Kritik am Islam zu verzichten. Die WELT beklagt zurecht, wie sehr der notwendige gesellschaftliche Dialog leidet unter einer „Stimmung, die jede Kritik am Islam wahlweise als “rassistisch”, “Gefahr für die Demokratie”, “ausländerfeindlich” oder gar “rechtsradikal”, zumindest aber als “Panikmache” abtut.”

Genauso schädlich sind aber auch umgekehrt die Parolen von der „Lügenpresse“ und alle pauschalen Angriffe auf Politik und Medien. Ja, auch ich habe im letzten Jahr oft unter einseitiger Berichterstattung gelitten. Aber mit diesem Artikel will ich auch zeigen: Wir haben sehr wohl eine differenzierte, vielfältige Presselandschaft, für die wir dankbar sein können! Sie ist eine zentrale Stütze unserer freien Gesellschaft, deshalb müssen wir sie bei aller kritischen Begleitung nach Kräften stützen. Unliebsame Berichte, Kommentare und Satire müssen wir Demokraten aushalten, selbst wenn es verletzend ist.

Blogbild FriedenstaubeWas dem Frieden dient:

  • Fürchtet Euch nicht: Der Allianz-Vorsitzende Michael Diener und das Gospel-Forum haben recht: Angst ist ein schlechter Ratgeber! Gott ist in Kontrolle! Wir sollten immer aus dem Frieden Gottes heraus agieren, der höher ist als jede Vernunft und als alle noch so schwierigen Umstände.
  • Den Mund aufmachen – sachlich und differenziert: Wir Christen neigen dazu, uns um des lieben Friedens Willen aus allem heraushalten zu wollen. Damit überlassen wir das Feld den falschen Kräften. Gerade um des lieben Friedens Willen müssen wir als Meinungsmacher präsent sein in Politik, Medien, Gesellschaft und sozialen Netzwerken. Dafür müssen wir uns informieren und engagieren. Also auf Ihr Christen: Geht in die Politik! Werdet Journalisten! Mischt Euch ein!
  • Islamismus entschieden bekämpfen: Dafür hat z.B. der im Land von Stuttgart 21 bekannte Friedensstifter Heiner Geißler konkrete Vorschläge gemacht: Islamisten nach Möglichkeit ausweisen, Polizei und Verfassungsschutz stärken, Vollverschleierung verbieten, die Anwendung islamischen Rechts konsequent verhindern… Ich finde, das sind sinnvolle Ansätze.
  • Gelebte Mitmenschlichkeit: Mich begeistern all die Christen und Mitbürger, die sich engagieren für Flüchtlinge, für Begegnung mit Muslimen und anderen Migranten, die sich einsetzen gegen Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit, für ein gastfreundliches Deutschland (Gastfreundlichkeit gegenüber Ausländern ist in der Bibel ein extrem hohes Gut!) und für ein gelingendes Miteinander durch Engagement in Kirchen, Vereinen, Diakonie, Schulen, Firmen und, und, und…
  • Gebet: Wir brauchen dringend eine strategische Allianz für intensives, konfessions- und generationsübergreifendes Gebet. Hier sind Pioniere gesucht, die das Volk Gottes dafür gewinnen, gemeinsam die mächtigste Waffe der Kirche zu ergreifen, die letztlich allein das Potenzial hat, das Ruder herumzureißen.

Lassen wir uns doch neu von Jesus ermutigen und herausfordern: „Gott segnet die, die sich um Frieden bemühen, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ (Matth. 5, 9) Herr, hilf mir, mich nicht von Wut oder Angst mitreißen zu lassen sondern im umgekehrten Geist zu leben und ein Licht in der Finsternis zu sein.