36 Kirche braucht starke Vorbilder und Leiter, um gesund wachsen zu können!

these-36

1. Timotheus 5, 17: „Die Ältesten, die der Gemeinde gut vorstehen, die halte man zweifacher Ehre wert, besonders, die sich mühen im Wort und in der Lehre.“ 

Teile der Kirche in Deutschland scheinen von einer regelrechten Leitungsphobie befallen zu sein. Starke Leiter sind offenbar grundsätzlich verdächtig. Im harmlosesten Fall wird Gemeinden mit starken Leitern Personenkult vorgeworfen. Im schlimmsten Fall Manipulation und Machtmissbrauch.

Dabei hatte auch die erste Kirche starke und profilierte Leiter. So galten z.B. Jakobus, Petrus und Johannes als „Säulen der Gemeinde“ (Gal. 2, 9). Die entscheidende Bedeutung von Paulus für die Entwicklung der Kirche kann bis heute gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Praktisch alle großen Aufbrüche in der Kirchengeschichte sind mit großen Namen verknüpft, man denke nur an Augustinus, Luther (und die weiteren Reformatoren), John Wesley, Gerhard Tersteegen bis hin zu den verschiedenen Protagonisten der Pfingst- und charismatischen Bewegung.

Natürlich gilt: Wo viel Licht ist, ist oft auch Schatten. Bei niemand wird das so deutlich wie bei Martin Luther mit seinen Tiraden über Juden und seiner Unterstützung der blutigen Verfolgung der „Wiedertäufer“. Und trotzdem bestätigt sich auch bei ihm: Gruppen, Gemeinden und Bewegungen brauchen starke Leiter mit einer starken Vision und der Gabe, Menschen Gottes Wort weiter zu geben und sie für Gottes Pläne zu gewinnen.

Ein Musterbeispiel eines solchen Leiters, Bill Hybels, hat die Vision geprägt: “Die Ortsgemeinde ist die Hoffnung der Welt!” (hier ein geniales Video dazu) Leider ist sie das in Deutschland bislang viel zu selten. Damit sich das ändert braucht die Kirche mutige, sensible, fähige, erfinderische, barmherzige, demütige, opferbereite, zähe Leiter mit einer tiefe Liebe zu Gott und einem heiligen Pioniergeist, die sich von Schwierigkeiten, Widerständen und Wüstenzeiten nicht davon abhalten lassen, Kirche nach Gottes Herzen zu bauen. Es ist höchste Zeit, solche Pioniere nach Kräften zu ermutigen und zu fördern.