AiGG 8: Befreit durch das Kreuz und verwandelt durch Gnade

Warum nur ist das „Logo“ des Christentums ein grausames Folter- und Mordinstrument? Tatsache ist: In keiner anderen Botschaft steckt so viel Dynamit und erneuernde Kraft wie in der Botschaft vom Kreuz! Sie ist ein Frontalangriff auf unseren Stolz. Und zugleich: Das Zentrum des Evangeliums! Die Mitte der Heilsbotschaft für die ganze Menschheit! Unter dem Kreuz werden wir beschenkt mit Vergebung und ewigem Leben. Unter dem Kreuz baut Gott seine Kirche, die nicht aus Gebäuden sondern aus begnadigten, erneuerten Menschen besteht. Die Botschaft vom Kreuz ist zurecht das Zentrum der Christenheit – und eindeutig die wichtigste Botschaft dieser Serie.

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Das Lied zum Thema: “Jesus, führ mich an Dein Kreuz”:

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AiGG 7: Durch Buße und Umkehr zu Heilung und Leidenschaft

Das Wort “Buße” hatte in den letzten Jahrzehnten einen ziemlichen Karriereknick. Die meisten Menschen verbinden es mit erhobenen Zeigefingern, deprimierender Reue und dem Ende allen Vergnügens. Selbst in den Kirchen ist es kaum noch zu hören. Dabei kommt es allein im Neuen Testament über 50 mal vor und spielte auch in vielen kirchlichen Erneuerungsbewegungen eine zentrale Rolle. Könnte es sein, dass wir eine völlig falsche Vorstellung von diesem Begriff entwickelt haben? Die Wahrheit ist: Buße und Umkehr ist ein entscheidender Schlüssel für ein heiles und leidenschaftliches Leben in der Nachfolge Jesu!

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Das Lied zum Thema: “Schenk uns Buße”:

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AiGG 6: Wie ein reines Herz uns aufrichtet und vertrauen hilft

Ein reines Herz und ein gutes Gewissen waren für Paulus 2 der 4 Hauptziele, um die sich seine ganze Arbeit drehte. Und für König David war ein reines Herz sogar DER Schlüssel zum Erfolg schlechthin! Allerdings ist es gar nicht so einfach ist, tief sitzende Schuld- und Schamgefühle zu überwinden. Auch Jesus wusste, wie schwer es uns fällt, sich gegenüber diesem heiligen, perfekten Gott nicht als Versager zu fühlen. Aber das Geniale ist: Gott hilft uns dabei! Er hat uns sogar extra ganz praktische Hilfen gegeben, damit ein reines Herz in uns wachsen kann. Wir sollten sie unbedingt kennen und nutzen!

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Das Lied zum Thema: “Wir kommen zu Dir”:

Das Akkordsheet zum Lied “Wir kommen zu Dir” zum Download  – Noten wurden veröffentlicht in “Feiert Jesus 4”, Lied Nr. 142

AiGG 4: Beziehung mit Jesus im Alltag leben

Unser Alltag ist prall gefüllt, sei es mit Arbeit oder mit Ablenkungen aller Art. Unsere Gedanken kommen kaum zur Ruhe. Wo soll da noch Platz sein für die Begegnung mit Gott? Wie kann Glaube mitten im Alltag praktisch werden? Und wie kann er unseren Alltag positiv prägen? Jesus hat Zachäus überraschend besucht – und damit alles verändert. Gemeinschaft mit Jesus kann auch heute noch unser Leben vom Kopf auf die Füße stellen.

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Das Lied zum Thema: “Ich atme auf in Deiner Gegenwart”

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AiGG 3: Unser Ziel – Freundschaft mit Gott

Wie stellt sich Gott die Beziehung zu uns Menschen vor? Ist es angemessen, ihn als einen „Freund“ zu bezeichnen? Ist er nicht viel eher unser Herr, dem wir zu gehorchen haben? Ein Durchgang durch die Bibel zeigt: Angesichts der unfassbaren Größe Gottes ist es wirklich erstaunlich, in welcher Beziehung Gott zu uns stehen möchte.

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Das Lied zum Thema: “You are my friend”

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AiGG 2: Wie Gott unsere Prioritäten neu ordnen kann

Was prägt und bestimmt unser Leben wirklich? Können erwachsene Menschen ihre Prioritäten überhaupt ändern? Im zweiten Vortrag der AiGG-Serie wird deutlich: Ja, das geht! Dazu sollten wir unbedingt das “Jesus-Prinzip” kennen, das uns zeigt, wie wir revolutionär anders mit unseren Bedürfnissen umgehen können. Und wir müssen uns der grundlegendsten aller Entscheidungen stellen, die wir jemals im Leben treffen werden…

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Das Lied zum Thema: “Wir vertrauen Dir allein”

Das Akkordsheet zum Lied “Wir vertrauen Dir allein” als PDF zum Download

AiGG 1: Wer bin ich? Wie unsere Identität unser Leben prägt

Im ersten Vortrag des AiGG-Glaubenskurses geht es um einen Sonnenschirm. Der spendet nicht nur Schatten. Er ist auch ein perfektes Bild für die Gefühlsdynamik, die – bewusst oder unbewusst – unser aller Leben prägt, die über die Stabilität unserer Beziehungen entscheidet und die (oft unerkannt) hinter so manchen unserer Konflikte steckt. Und vor allem geht es um die alles verändernde Antwort, die Jesus auf die zentralste Frage unseres Lebens gibt: Wer bin ich?

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Das Lied zum Thema: “Kinder des Vaters”

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Himmel auf Erden

Warum wir die Gemeinschaft, nach der wir uns sehnen, so oft selbst zerstören

Kennen Sie den Film „Castaway – verschollen“? Tom Hanks spielt darin einen Mann, der auf einer einsamen Insel wie Robinson Crusoe ums Überleben kämpft. Eines Tages spülen die Wellen noch einige Pakete aus seinem abgestürzten Flugzeug an den Strand. In einem findet er einen Volleyball der Marke Wilson. Tom Hanks malt ihm ein Gesicht auf und ab sofort ist „Wilson“ sein täglicher Gesprächspartner. In der dramatischsten Szene des Films verliert er Wilson auf dem Meer. Als Zuschauer leidet man intensiv mit – obwohl es doch nur um einen Volleyball geht! Das hat mir deutlich gemacht: Wir Menschen können nicht alleine sein! Wir brauchen ein Gegenüber. Wir sind auf Beziehung und Gemeinschaft mit einem „Du“ angelegt – selbst wenn das „Du“ nur ein Volleyball ist!

In Römer 12, 5 erklärt Paulus: “Jeder Einzelne ist auf alle anderen angewiesen.” Das heißt: Jeder braucht Hilfe, Trost, Ergänzung und Ermutigung von Anderen. Deshalb ermahnt Paulus auch immer wieder: „Helft euch gegenseitig bei euren Schwierigkeiten und Problemen.“ (Galater 6, 2) Und noch öfter ruft uns die Bibel auf, dass wir einander lieben sollen, und zwar nicht nur irgendwie sondern so wie Jesus uns geliebt hat (Joh. 13, 34): Beständig (1. Petrus 4, 8) und mit aufrichtiger Zuneigung (Römer 12, 10). Die Gemeinschaft der Christen ist Gottes große Tankstelle für unseren Liebestank! Gott will jeden von uns dafür gebrauchen, unsere Mitmenschen mit seiner Liebe zu beschenken.

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Allein geht man ein! Das spüren wir alle intuitiv. Wir haben alle Sehnsucht nach gelingenden Beziehungen, in denen wir uns getragen und geborgen wissen dürfen. Und wir alle spüren: Eine liebevolle Gemeinschaft ist so attraktiv, dass sie von ganz alleine wachsen würde. Die große Frage ist: Warum gelingt gute Gemeinschaft trotzdem so selten? Die Bibel redet ungeheuer viel über diese Frage. Dabei zeigt sie uns 2 Hauptgefahren für gelingende Gemeinschaft, die wir unbedingt kennen sollten:

Die erste beschreibt Jakobus in Jakobus 4, 1: „Was verursacht die Kriege und Streitigkeiten unter euch? Sind es nicht die vielen Begierden, die in euch kämpfen? … Ihr seid neidisch auf das, was andere haben … Doch euch fehlt das, was ihr so gerne wollt, weil ihr Gott nicht darum bittet.“ Jakobus sagt: Mangelgefühle sind ein Hauptgrund für Streitigkeiten! Sie lösen all diese Reaktionen aus, die Gemeinschaft zerstören: Neid, Eifersucht, das Gefühl, zu kurz zu kommen und vernachlässigt zu werden.

Dass Menschen Mangel erleben ist ja normal. Das Problem ist, dass wir Gott nicht bitten, unseren Mangel auszufüllen! Statt aus der Quelle der Liebe Gottes zu trinken erwarten wir von anderen Menschen, dass sie unseren Mangel ausfüllen sollen. Das muss zwangsläufig zu Frust und Enttäuschungen führen. Je weniger Menschen in einer Gemeinschaft gelernt haben, ihren Herzens-Liebestank direkt mit der Liebe Gottes zu füllen, umso mehr Mangel entsteht in dieser Gemeinschaft. Und umso mehr Verteilungskämpfe gibt es um Lob, Aufmerksamkeit, Anerkennung und Beachtung. Und entsprechend gibt es mehr Konflikte, Streit und Auseinandersetzungen.

Deshalb ist es traurig, dass viele Christen denken, dass sie sich mit dem Thema der Liebe Gottes nicht mehr beschäftigen müssten. Denn in unseren Gemeinschaften sehen wir Liebes-Mangelwirtschaft an allen Ecken und Enden. Das beweist, dass wir vielleicht mit dem Verstand etwas über die Liebe Gottes wissen, aber wir erleben sie noch viel zu wenig in unseren Herzen. Das müssen wir ändern! Dann werden auch unsere Gemeinschaften zu Orten, in denen Menschen Gottes Liebe begegnen und heil werden können.

Aber das ist noch nicht die ganze Geschichte. Die Bibel nennt noch eine 2. Hauptursache für unsere Gemeinschaftsprobleme: Stolz! Stolz ist die alte Ursünde der Menschheit, Gott gleich sein zu wollen. Dieser Wunsch hat schon Adam und Eva das Paradies und die Gemeinschaft mit Gott gekostet. Und er führt auch heute noch dazu, dass wir statt fröhlicher Gemeinschaft Streit, Spaltung und Probleme haben.

Unser Stolz hat viele Facetten: Wir beurteilen Andere und richten über sie. Wir fühlen uns Anderen überlegen. Wir glauben, dass wir im Mittelpunkt stehen sollten und Beachtung und Lob verdient haben. Wir stellen uns gerne als perfekt, souverän und fehlerlos dar. Dabei steht all das doch nur Gott allein zu!

Die Fassaden und Masken, mit denen wir unser perfektes Image pflegen, schaffen Distanz. Unser Geltungsbedürfnis geht Anderen auf die Nerven. Das Herabschauen auf Andere, das Urteilen und Richten erzeugt Mauern des Misstrauens. All das zerstört die Gemeinschaft, nach der wir uns doch eigentlich so sehr sehnen. Jeder von uns kennt diese Medaille Stolz Mangelzerstörerische Dynamik. Und trotzdem sind wir alle so anfällig dafür!

Mangelgefühle und Stolz sind also die 2 Hauptfeinde guter Gemeinschaft. Letztlich sind sie 2 Seiten der gleichen Medaille. Denn wer keinen Mangel an Liebe und Selbstwert hat, der hat es gar nicht nötig, stolz und überheblich zu sein. Die gute Nachricht ist: Für unser 2-faches Problem gibt es auch eine zweifache Therapie: Gottes Liebe und das Kreuz!

Durch Gottes Liebe wächst in uns ein stabiler Selbstwert, der …

… sich seines Werts gewiss ist auch ohne ständig im Mittelpunkt zu stehen.
… sich nicht aus der Bahn werfen lässt, wenn er von anderen Menschen enttäuscht wird.
… stark genug ist, vergeben und instabile Menschen aushalten zu können.
… über seine Schwächen lachen kann und sie nicht hinter Fassaden verstecken muss.
… zufrieden ist und in sich ruht, auch wenn nicht alles nach den eigenen Wünschen läuft.

Durch das Kreuz wächst in uns ein zerbrochenes Herz, das …

… sich seiner eigenen Fehler und seiner Schwäche wohl bewusst ist.
… kein Überlegenheitsgefühl mehr kennt.
… um seine Ergänzungsbedürftigkeit weiß.
… sich deshalb nur im Team wirklich wohl fühlt.
… sich einfach nicht mit Streit, Spaltung und Misstrauen im Leib Christi abfinden kann.

Menschen mit einem stabilen Selbstwert und einem zerbrochenen Herz: Das sind die Friedensstifter, nach denen Gott sucht, um Gemeinschaften zu formen, in denen Menschen der Liebe des Vaters begegnen und heil werden können.

In Psalm 133 sagt Gott: Sein Segen ist dort, wo seine Kinder in Einheit zusammen sind. Genau dort ist Jesus schon jetzt mitten unter uns. Genau dort können wir schon jetzt ein Stück Himmel auf Erden erleben. Diese wundervolle Erfahrung wünsche ich uns allen!

Mehr dazu:

Mach uns eins

1. Jeder, der hier bei uns steht ist von Dir geliebt.
Jeder, der zu Dir gehört ist an Deinem Leib ein Glied.
Wir brauchen Dich als unser Haupt, dass Du uns zusammenfügst.
Wir nehmen uns einander an, so wie Du uns, Herr, annimmst.

Refr.:  Mach uns eins, eins in Dir, o Herr.
Mach uns eins, eins in Dir, unser Herr.
Nimm fort, was uns trennt, brich den Stolz mit Deiner Liebe,
dass die Welt erkennt, dass Du uns regierst.

2. Jesus, Du hast uns gezeigt, was wahre Liebe ist,
als wir noch Deine Feinde war’n und Du für uns gestorben bist.
Herr, lehre uns vergeben und zu lieben so wie Du:
Bedingungslos und ohne Falsch. Jesus komm, verbinde uns!

Bridge:   Jesus, wir brauchen Dich jetzt hier!
Denn wahre Einheit wächst nur dort, wo Du regierst.

Wir sind eins, eins in Dir, o Herr.
Wir sind eins nur in Dir, unser Herr.
Nimm fort, was uns trennt, brich den Stolz mit Deiner Liebe,
dass die Welt erkennt, dass Du uns regierst.

Wie aus Krisen Chancen werden können

Warum lässt Gott Krisen und Leid im Leben seiner Kinder zu? Ist er nicht ein Gott der Liebe? Fakt ist: Das Schiff, das sich Gemeinde nennt, ist leider kein All-Inclusive-Kreuzfahrt-Wellnessdampfer. Alle großen biblischen Gottesmänner und -frauen mussten durch schwere Krisen gehen. Warum? Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Jeder Fall ist anders. In 1. Petrus 1, 6-7a erhalten wir jedoch einen wichtigen Hinweis, welchen Sinn Krisen haben können:

„Vor euch liegt eine große Freude, auch wenn ihr für eine Weile viel erdulden müsst. Dies dient nur dazu, euren Glauben zu prüfen, damit sich zeigt, ob er wirklich stark und rein ist. Er wird erprobt, so wie Gold im Feuer geprüft und geläutert wird.“

Was Petrus hier sagen will ist: Christen tragen durch den Heiligen Geist ein neues Leben in sich, das in Gottes Augen wirklich Gold wert ist! Aber wie rohes Gold ist es verunreinigt. Es ist vermischt mit unserem alten Wesen und Charakter. Das bemerken wir oft erst dann, wenn wir in das Feuer von Krisen geraten. Denn Stress und Druck zeigt uns gnadenlos auf, wie viel von unserem christlichen Verhalten wirklich echt und wie viel nur fromme Fassade ist. Deshalb können Krisen dazu führen, dass unser Glaube – so wie Gold im Feuer – deutlich an Qualität und Ausstrahlung gewinnt, wenn wir richtig mit ihnen umgehen.

Krisen Chancen

Aber wie geht man richtig mit Krisen um? Das Buch Hiob beschäftigt sich ausführlich mit dieser Frage. Hier kommen die 7 wichtigsten Prinzipien, die wir dort lernen können:

1. Loslassen und loben

Als Hiobs Idylle brutal zerbricht zeigt er eine erstaunliche Reaktion: “Der Herr hat mir alles gegeben und der Herr hat es mir wieder weggenommen. Gelobt sei der Name des Herrn!” (Hiob 1, 21) Hiob zeigt uns hier einen wichtigen Schlüssel: Wenn es uns gelingt, die Schätze, Hoffnungen und Wünsche, die uns eine Krise geraubt hat, von Herzen loszulassen und Gott trotzdem zu loben, verliert die Krise ihre zerstörerische Kraft über uns. Anstatt bitter und hart zu werden können wir Frieden und neue, hoffnungsvolle Perspektiven finden.

2. Klagen und Wütend sein ist erlaubt

Hiob hat Gott dann aber doch auch massiv und zynisch angeklagt. Erstaunlich ist: Gott hat Hiobs Vorwürfe weder zensiert noch ihn dafür verurteilt. Das zeigt: Wir dürfen auch negative Gefühle offen und ehrlich zum Ausdruck bringen und “los werden”, so wie Hiob es tat: “Darum will ich nicht schweigen, sondern aussprechen, was mich quält. Meine Seele ist voll Bitterkeit, ich muss meine Klagen loswerden.” (Hiob 7, 11) Ganz offensichtlich schätzt Gott Ehrlichkeit mehr als eine verkrampfte, aufgesetzte Pseudogeistlichkeit! Es ist vollkommen O.K. wenn wir im Gebet auch mal klagen, schimpfen und uns auskotzen. Gott kommt damit klar. Und uns tut es gut.

3. Zuhören und die Not gemeinsam tragen

Die 3 Freunde Hiobs verhalten sich zunächst vorbildlich: 7 Tage lang schweigen und weinen sie mit Hiob. Wohl dem, der solche Freunde hat! Unsere Gemeinden sollten Orte sein, in denen “mit den Weinenden geweint wird“, Schwache getragen und getröstet werden und Not geteilt wird. Aber leider fangen Hiobs Freunde bald an, ihm billige, verurteilende Ratschläge zu geben, die Hiob nur noch mehr unter Druck bringen. Das macht Gott wütend. Er hasst es, wenn wir Andere aburteilen. Der Schrei Hiobs ist der Schrei vieler verletzter Menschen in Krisensituationen: “Hört mir doch einmal richtig zu, das würde mich schon trösten.” (Hiob 21, 2) Gott hat uns nicht umsonst 2 Ohren und nur 1 Mund gegeben!

4. Sich Gott als Anwalt nehmen

Hiob reagiert bemerkenswert auf die Anklagen seiner Freunde: Er beruft sich auf Gott als seinen Anwalt: “Von allen Seiten werde ich verspottet und angegriffen. Verbürge du dich für mich, Gott, denn es wird kein anderer für mich einstehen.” (Hiob 17, 1-3) Statt um sich zu schlagen bittet er Gott, dass ER sein Haupt erhebt und seine Ehre wieder herstellt. Später hat Gott dann genau das getan. Besser wir setzen unsere Hoffnung auf Gott statt selbst gegen die Menschen anzukämpfen, von denen wir uns ungerecht behandelt fühlen.

5. Festhalten an Gottes Güte

Inmitten aller Enttäuschung, Verzweiflung und unbeantworteter Fragen gelingt es Hiob letztlich doch, nicht im Frust stecken zu bleiben sondern an Gottes Güte festzuhalten: “Und doch weiß ich, dass mein Erlöser lebt und auf dieser Erde das letzte Wort haben wird. Mag meine Haut noch so zerfetzt und von meinem Fleisch wenig übrig sein, werde ich Gott doch sehen.” (Hiob 19, 25+26) Der Weg aus der Krise beginnt, wenn wir uns entschließen, unser Herz nicht Wut, Trauer, Selbstmitleid und Bitterkeit zu überlassen sondern an Gott festzuhalten, auf seine Güte zu vertrauen und an seiner Hand neue Schritte zu wagen. Gott kann uns die Kraft dazu geben.

Kreuz knien

6. Aufatmen in Gottes Gegenwart

Mitten in der Krise erlebt Hiob eine so tiefe Gottesbegegnung, dass er anschließend bekennt: “Bisher kannte ich dich nur vom Hörensagen, doch jetzt habe ich dich mit eigenen Augen gesehen” (Hiob 42, 5). Wir dürfen unseren Gefühlen nicht glauben, wenn sie uns einreden, dass Gott uns verlassen habe oder uns ablehnen würde! Die Wahrheit ist: Unser himmlischer Vater leidet mit uns. Er ist uns nahe. Er ist für uns da. Er möchte uns umarmen, beschenken und aufatmen lassen, wenn wir einfach nur seine Nähe suchen.

7. Vergeben und Segnen bringt Befreiung und Segen

Am Ende schenkt Gott Hiob die Kraft, seinen Freunden zu vergeben. Daraufhin erhält Hiob doppelt so viel von dem zurück, was er in der Krise verloren hatte. Das zeigt: Wenn wir andere Menschen aus ihrer Schuld entlassen werden wir selbst entlassen aus dem Gefängnis unserer Bitterkeit. So kann Gottes Segen wieder in unser Leben fließen.

Heißt das, dass wie bei Hiob auch für uns Christen ein Happy End garantiert ist? Leider nein. Die Auflistung der Glaubenshelden in Hebräer 11, 35-40 zeigt: Nicht jede Krankheit wird geheilt, nicht jede Ungerechtigkeit auf Erden gesühnt, nicht jeder Wunsch wird erfüllt. Und trotzdem ist für uns Christen ein Happy End garantiert – spätestens in der Ewigkeit bei unserem himmlischen Vater! Für Christen steht fest: Das Beste liegt immer noch vor uns! Dieses Wissen kann es uns vielleicht ein wenig leichter machen, geliebte Menschen, unsere Gesundheit oder andere Dinge loszulassen und so manches Leid zu ertragen. Zudem schreibt Paulus in Römer 8, 28: “Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.” Das heißt: Wenn wir am Glauben und an der Liebe zum Vater festhalten wird Gott eines Tages etwas Gutes aus dem Desaster wachsen lassen. Wenn wir in diesem Vertrauen mit Gott zusammen durch die Krise gehen werden sie wirklich zu Chancen!

Stecken Sie im Moment in einer Krise? Dann möchte ich Ihnen 3 Fragen stellen:

  • Gibt es Menschen, vor denen Sie sich öffnen und “ausheulen” können, die Sie tragen und für Sie beten? Wenn nein, dann wünsche ich Ihnen, dass Sie solche Menschen finden.
    x
  • Brauchen Sie vielleicht jemanden mit einer psychologischen oder seelsorgerlichen Ausbildung, einen Finanzexperten oder einen anderen kompetenten Berater? Dann suchen Sie nach einer guten Anlaufstelle für professionelle Hilfe. Der Weg aus der Krise beginnt oft damit, dass wir uns eingestehen, dass wir Hilfe brauchen!
    x
  • Gibt es Menschen, denen Sie vergeben müssen? Dann sprechen Sie dieses Gebet:
    _____________________ (Namen einsetzen), ich vergebe Dir, was Du mir angetan hast! Ich entlasse Dich aus meinen Erwartungen und Forderungen! Ich segne Dich für Deinen weiteren Lebensweg und bitte Gott, dass ER Dir alles erdenklich Gute tut!”
    x
    Wichtig ist dabei: Die Kraft zur Vergebung muss in uns wachsen und reifen können. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, bis Sie dieses Gebet von Herzen sprechen können!

Du warst hier

Vor Jahren entstand am Ende einer schweren Krankheit dieses Lied: “Du warst hier”
Hören Sie doch mal rein. Oder singen Sie es selbst. Ich wünsche Ihnen, dass der Nebel sich lichtet in Ihrem Leben und Sie wieder sehen können:

ER ist hier. ER verlässt uns wirklich nie!

Mehr dazu:

Du warst hier

Wenn der Kampf wieder vorüber ist und der Nebel sich verzieht.
Wenn der Staub, der aufgewirbelt war, wieder meinen Blick frei gibt.
Dann seh ich’s wieder, Du warst hier.
Du standst direkt hier neben mir.

Und mit Tränen in den Augen seh ich Deine starke Hand,
die ich weiter weg empfand als irgendein entferntes Land.
Doch sie war immer hier und hielt mich fest als ich am Fallen war
und sie führte mich nach Haus bis in meines Vaters Arm.

Wenn der Kampf wieder vorüber ist und der Nebel sich verzieht.
Wenn der Staub, der aufgewirbelt war, wieder meinen Blick frei gibt.
Dann seh ich’s wieder, Du bist hier.
Du stehst direkt hier neben mir.

Und ich berge mich in Deinem Arm und ruh mich aus bei Dir.
Du wischst meine Tränen wieder ab und tröstest mich so sehr.
Neue Freude füllt mein Herz und plötzlich spüre ich die Kraft,
die in mir gewachsen ist bei dem Kampf in jener Nacht.

Wenn der Kampf wieder vorüber ist und der Nebel sich verzieht.
Wenn der Staub, der aufgewirbelt war, wieder meinen Blick frei gibt.
Dann sehe ich es mehr denn je:
Jesus, Du verlässt mich wirklich nie.
Herr, ich danke Dir so sehr dafür.

Erfüllt!

Der Heilige Geist macht den Unterschied!

Als Jesus die Erde verließ versprach er, dass der Heilige Geist ihn hier auf Erden vertreten wird. (Johannes 16, 5-14) Durch ihn will Gott uns also ganz besonders nahe sein. Umso tragischer ist es, dass wir so oft noch fremdeln mit dieser Figur. Wer oder was ist der Heilige Geist eigentlich? Eine Art göttliches Kraft- und Energiefeld? Eine Stimmung oder Atmosphäre?

Nein. Der Heilige Geist ist Gott in Person! Er kann fühlen (Epheser 4, 30), reden (Johannes 14, 26) und handeln (Römer 8, 26). Man darf den Heiligen Geist im Gebet deshalb genauso ansprechen den Vater und den Sohn.

Und das sollten wir auch tun! Denn für ein erfülltes christliches Leben ist der Heilige Geist absolut unverzichtbar: Nur ER kann unseren verkopften Gottesglauben in eine lebendige, innige Vaterbeziehung verwandeln (Galater 4, 6). Nur ER lässt die Frucht eines guten Charakters in uns wachsen (Galater 5, 22-23). Und nur ER schenkt uns Gaben, mit denen wir Anderen kraftvoll helfen und dienen können (1. Korinther 12, 4-11). Christsein ohne den Heiligen Geist ist deshalb zäh und anstrengend wie Autofahren ohne Benzin! Wer es versucht brennt frustriert aus.

Blogbild Heiliger Geist Erfüllt

Wie wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden

Durch Hingabe

Die Bibel ermutigt uns deshalb, erfüllt zu werden mit dem Heiligen Geist: „Und berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet voller Geist!“ (Epheser 5, 18) Paulus vergleicht hier das Wirken des Heiligen Geistes mit der Wirkung von Alkohol: Beide verändern unser Wesen. Aber während der Alkohol uns entstellt und kaputt macht lässt der Heilige Geist einen gesunden und heiligen Charakter in uns wachsen.

Damit das geschieht sollen wir „alle Bereiche unseres Lebens von ihm bestimmen lassen.“ (Galater 5, 25) Das heißt: Wir sollen nach und nach alle Zimmer unseres Lebenshauses für ihn öffnen, damit er sie aufräumen und gestalten kann. Bei der Fülle des Geistes geht es also nicht darum, dass wir immer mehr vom ihm bekommen sondern dass ER immer mehr von uns bekommt! Die Bibel nennt das Hingabe! Der Heilige Geist erfüllt uns, wenn wir ihm das Ruder unseres Lebens überlassen.

Indem wir einfach darum bitten

Haben Sie schon einmal um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist gebetet? Jesus hat uns ausdrücklich dazu ermutigt! (Lukas 11, 13) Und die Apostel haben regelmäßig den Menschen die Hände aufgelegt, damit sie mit dem Heiligen Geist erfüllt werden (z.B. Apostelgeschichte 8, 17). Das dürfen wir auch heute noch tun! Dieses „handgreifliche“ Gebet hilft uns vertrauen, dass Gott sich uns spürbar zuwendet und uns füllt mit seiner Kraft und seinem Leben. Probieren Sie es doch einfach einmal aus! Ich habe noch nie gehört, dass es jemand bereut hätte.

Durch Lobpreis und Anbetung

Paulus gibt uns noch einen weiteren wichtigen Hinweis, wie wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden können: „Werdet voller Geist, indem ihr zueinander in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern redet und dem Herrn mit eurem Herzen singt und spielt!“ (Epheser 5, 18b+19) Zum einen wird hier deutlich: Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist ist keine einmalige Sache! In unserem Alltag müssen wir immer wieder neu erfüllt werden.

Außerdem zeigt uns dieser Vers: Auch durch Lobpreis und Anbetung werden wir mit dem Heiligen Geist erfüllt! Im Singen öffnen wir unser Herz für Gott, so dass er es mit Glauben und mit seinem Geist füllen kann. Lobpreis und Anbetung war deshalb schon immer eine entscheidende Kraftquelle der Nachfolger Jesu. Nehmen Sie deshalb den Lobpreis mit in Ihren Alltag hinein! Hören Sie gute Anbetungsmusik und singen Sie selbst diese wundervollen Lieder zu Gott. Sie werden sehen: Das tut einfach gut! Da fühlt man sich wie neu geboren!

Das Kreuz und der Heilige Geist

Und das genialste ist: Man fühlt sich nicht nur so, maKreuz Heiliger Geistn ist es auch! Jesus sagte, dass wir durch Wasser und Geist neu geboren werden! (Johannes 3, 5) Das Wasser der Taufe symbolisiert: Unser alter Mensch stirbt mit Jesus am Kreuz. Und durch den Heiligen Geist empfangen wir neues, göttliches Leben. Deshalb brauchen wir beides: Das Kreuz und den Heiligen Geist! Gemeinsam sind sie Gottes Dreamteam für die Erneuerung unseres Lebens!

Wie wäre es, wenn Sie gerade jetzt einmal innehalten, ihr Leben ganz neu Gott übereignen und dann von Herzen dieses kleine aber enorm kraftvolle Gebet sprechen:

Komm, Heiliger Geist! Ich brauche Dich! Erfülle und erneuere mich!

Vielleicht spüren Sie nicht gleich eine Änderung. Aber ich verspreche Ihnen: Je mehr Sie ganz konkret mit dem Heiligen Geist rechnen, umso mehr werden Sie die gleiche Erfahrung machen wie die ersten Christen nach Pfingsten: Der Heilige Geist macht den Unterschied!

Mehr dazu:

Jesus, führ mich an Dein Kreuz

Vers 1

Jesus, Dir bring’ ich mein Leben und Du kennst all’ meine Schuld,
doch Du streckst mir die Hand entgegen, machst mich rein mit Deinem Blut.
Doch Du zeigst mir auch mein Wesen, das Dir ständig widerstrebt,
das nur sucht nach eig’ner Ehre, mich und andere zerstört.

Refrain:

Jesus, führ mich an Dein Kreuz, lass mich sterben dort mit Dir!
Komm, mach heute alles neu. Lass mich aufersteh’n, laß mich aufersteh’n,
lass mich aufersteh’n mit Dir!

Vers 2

Komm, Du guter Geist des Vaters, komm erfüll’ mich ganz mit Dir,
alles sollst Du von mir haben, nichts halt’ ich zurück von mir.
Komm, erfülle Du mein Leben. Nimm weg, was Dir nicht gefällt.
Lass mich Jesus ähnlich werden und ihm dienen in der Welt.