Himmel auf Erden

Warum wir die Gemeinschaft, nach der wir uns sehnen, so oft selbst zerstören

Kennen Sie den Film „Castaway – verschollen“? Tom Hanks spielt darin einen Mann, der auf einer einsamen Insel wie Robinson Crusoe ums Überleben kämpft. Eines Tages spülen die Wellen noch einige Pakete aus seinem abgestürzten Flugzeug an den Strand. In einem findet er einen Volleyball der Marke Wilson. Tom Hanks malt ihm ein Gesicht auf und ab sofort ist „Wilson“ sein täglicher Gesprächspartner. In der dramatischsten Szene des Films verliert er Wilson auf dem Meer. Als Zuschauer leidet man intensiv mit – obwohl es doch nur um einen Volleyball geht! Das hat mir deutlich gemacht: Wir Menschen können nicht alleine sein! Wir brauchen ein Gegenüber. Wir sind auf Beziehung und Gemeinschaft mit einem „Du“ angelegt – selbst wenn das „Du“ nur ein Volleyball ist!

In Römer 12, 5 erklärt Paulus: “Jeder Einzelne ist auf alle anderen angewiesen.” Das heißt: Jeder braucht Hilfe, Trost, Ergänzung und Ermutigung von Anderen. Deshalb ermahnt Paulus auch immer wieder: „Helft euch gegenseitig bei euren Schwierigkeiten und Problemen.“ (Galater 6, 2) Und noch öfter ruft uns die Bibel auf, dass wir einander lieben sollen, und zwar nicht nur irgendwie sondern so wie Jesus uns geliebt hat (Joh. 13, 34): Beständig (1. Petrus 4, 8) und mit aufrichtiger Zuneigung (Römer 12, 10). Die Gemeinschaft der Christen ist Gottes große Tankstelle für unseren Liebestank! Gott will jeden von uns dafür gebrauchen, unsere Mitmenschen mit seiner Liebe zu beschenken.

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Allein geht man ein! Das spüren wir alle intuitiv. Wir haben alle Sehnsucht nach gelingenden Beziehungen, in denen wir uns getragen und geborgen wissen dürfen. Und wir alle spüren: Eine liebevolle Gemeinschaft ist so attraktiv, dass sie von ganz alleine wachsen würde. Die große Frage ist: Warum gelingt gute Gemeinschaft trotzdem so selten? Die Bibel redet ungeheuer viel über diese Frage. Dabei zeigt sie uns 2 Hauptgefahren für gelingende Gemeinschaft, die wir unbedingt kennen sollten:

Die erste beschreibt Jakobus in Jakobus 4, 1: „Was verursacht die Kriege und Streitigkeiten unter euch? Sind es nicht die vielen Begierden, die in euch kämpfen? … Ihr seid neidisch auf das, was andere haben … Doch euch fehlt das, was ihr so gerne wollt, weil ihr Gott nicht darum bittet.“ Jakobus sagt: Mangelgefühle sind ein Hauptgrund für Streitigkeiten! Sie lösen all diese Reaktionen aus, die Gemeinschaft zerstören: Neid, Eifersucht, das Gefühl, zu kurz zu kommen und vernachlässigt zu werden.

Dass Menschen Mangel erleben ist ja normal. Das Problem ist, dass wir Gott nicht bitten, unseren Mangel auszufüllen! Statt aus der Quelle der Liebe Gottes zu trinken erwarten wir von anderen Menschen, dass sie unseren Mangel ausfüllen sollen. Das muss zwangsläufig zu Frust und Enttäuschungen führen. Je weniger Menschen in einer Gemeinschaft gelernt haben, ihren Herzens-Liebestank direkt mit der Liebe Gottes zu füllen, umso mehr Mangel entsteht in dieser Gemeinschaft. Und umso mehr Verteilungskämpfe gibt es um Lob, Aufmerksamkeit, Anerkennung und Beachtung. Und entsprechend gibt es mehr Konflikte, Streit und Auseinandersetzungen.

Deshalb ist es traurig, dass viele Christen denken, dass sie sich mit dem Thema der Liebe Gottes nicht mehr beschäftigen müssten. Denn in unseren Gemeinschaften sehen wir Liebes-Mangelwirtschaft an allen Ecken und Enden. Das beweist, dass wir vielleicht mit dem Verstand etwas über die Liebe Gottes wissen, aber wir erleben sie noch viel zu wenig in unseren Herzen. Das müssen wir ändern! Dann werden auch unsere Gemeinschaften zu Orten, in denen Menschen Gottes Liebe begegnen und heil werden können.

Aber das ist noch nicht die ganze Geschichte. Die Bibel nennt noch eine 2. Hauptursache für unsere Gemeinschaftsprobleme: Stolz! Stolz ist die alte Ursünde der Menschheit, Gott gleich sein zu wollen. Dieser Wunsch hat schon Adam und Eva das Paradies und die Gemeinschaft mit Gott gekostet. Und er führt auch heute noch dazu, dass wir statt fröhlicher Gemeinschaft Streit, Spaltung und Probleme haben.

Unser Stolz hat viele Facetten: Wir beurteilen Andere und richten über sie. Wir fühlen uns Anderen überlegen. Wir glauben, dass wir im Mittelpunkt stehen sollten und Beachtung und Lob verdient haben. Wir stellen uns gerne als perfekt, souverän und fehlerlos dar. Dabei steht all das doch nur Gott allein zu!

Die Fassaden und Masken, mit denen wir unser perfektes Image pflegen, schaffen Distanz. Unser Geltungsbedürfnis geht Anderen auf die Nerven. Das Herabschauen auf Andere, das Urteilen und Richten erzeugt Mauern des Misstrauens. All das zerstört die Gemeinschaft, nach der wir uns doch eigentlich so sehr sehnen. Jeder von uns kennt diese Medaille Stolz Mangelzerstörerische Dynamik. Und trotzdem sind wir alle so anfällig dafür!

Mangelgefühle und Stolz sind also die 2 Hauptfeinde guter Gemeinschaft. Letztlich sind sie 2 Seiten der gleichen Medaille. Denn wer keinen Mangel an Liebe und Selbstwert hat, der hat es gar nicht nötig, stolz und überheblich zu sein. Die gute Nachricht ist: Für unser 2-faches Problem gibt es auch eine zweifache Therapie: Gottes Liebe und das Kreuz!

Durch Gottes Liebe wächst in uns ein stabiler Selbstwert, der …

… sich seines Werts gewiss ist auch ohne ständig im Mittelpunkt zu stehen.
… sich nicht aus der Bahn werfen lässt, wenn er von anderen Menschen enttäuscht wird.
… stark genug ist, vergeben und instabile Menschen aushalten zu können.
… über seine Schwächen lachen kann und sie nicht hinter Fassaden verstecken muss.
… zufrieden ist und in sich ruht, auch wenn nicht alles nach den eigenen Wünschen läuft.

Durch das Kreuz wächst in uns ein zerbrochenes Herz, das …

… sich seiner eigenen Fehler und seiner Schwäche wohl bewusst ist.
… kein Überlegenheitsgefühl mehr kennt.
… um seine Ergänzungsbedürftigkeit weiß.
… sich deshalb nur im Team wirklich wohl fühlt.
… sich einfach nicht mit Streit, Spaltung und Misstrauen im Leib Christi abfinden kann.

Menschen mit einem stabilen Selbstwert und einem zerbrochenen Herz: Das sind die Friedensstifter, nach denen Gott sucht, um Gemeinschaften zu formen, in denen Menschen der Liebe des Vaters begegnen und heil werden können.

In Psalm 133 sagt Gott: Sein Segen ist dort, wo seine Kinder in Einheit zusammen sind. Genau dort ist Jesus schon jetzt mitten unter uns. Genau dort können wir schon jetzt ein Stück Himmel auf Erden erleben. Diese wundervolle Erfahrung wünsche ich uns allen!

Mehr dazu:

Mach uns eins

1. Jeder, der hier bei uns steht ist von Dir geliebt.
Jeder, der zu Dir gehört ist an Deinem Leib ein Glied.
Wir brauchen Dich als unser Haupt, dass Du uns zusammenfügst.
Wir nehmen uns einander an, so wie Du uns, Herr, annimmst.

Refr.:  Mach uns eins, eins in Dir, o Herr.
Mach uns eins, eins in Dir, unser Herr.
Nimm fort, was uns trennt, brich den Stolz mit Deiner Liebe,
dass die Welt erkennt, dass Du uns regierst.

2. Jesus, Du hast uns gezeigt, was wahre Liebe ist,
als wir noch Deine Feinde war’n und Du für uns gestorben bist.
Herr, lehre uns vergeben und zu lieben so wie Du:
Bedingungslos und ohne Falsch. Jesus komm, verbinde uns!

Bridge:   Jesus, wir brauchen Dich jetzt hier!
Denn wahre Einheit wächst nur dort, wo Du regierst.

Wir sind eins, eins in Dir, o Herr.
Wir sind eins nur in Dir, unser Herr.
Nimm fort, was uns trennt, brich den Stolz mit Deiner Liebe,
dass die Welt erkennt, dass Du uns regierst.

Wie aus Krisen Chancen werden können

Warum lässt Gott Krisen und Leid im Leben seiner Kinder zu? Ist er nicht ein Gott der Liebe? Fakt ist: Das Schiff, das sich Gemeinde nennt, ist leider kein All-Inclusive-Kreuzfahrt-Wellnessdampfer. Alle großen biblischen Gottesmänner und -frauen mussten durch schwere Krisen gehen. Warum? Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Jeder Fall ist anders. In 1. Petrus 1, 6-7a erhalten wir jedoch einen wichtigen Hinweis, welchen Sinn Krisen haben können:

„Vor euch liegt eine große Freude, auch wenn ihr für eine Weile viel erdulden müsst. Dies dient nur dazu, euren Glauben zu prüfen, damit sich zeigt, ob er wirklich stark und rein ist. Er wird erprobt, so wie Gold im Feuer geprüft und geläutert wird.“

Was Petrus hier sagen will ist: Christen tragen durch den Heiligen Geist ein neues Leben in sich, das in Gottes Augen wirklich Gold wert ist! Aber wie rohes Gold ist es verunreinigt. Es ist vermischt mit unserem alten Wesen und Charakter. Das bemerken wir oft erst dann, wenn wir in das Feuer von Krisen geraten. Denn Stress und Druck zeigt uns gnadenlos auf, wie viel von unserem christlichen Verhalten wirklich echt und wie viel nur fromme Fassade ist. Deshalb können Krisen dazu führen, dass unser Glaube – so wie Gold im Feuer – deutlich an Qualität und Ausstrahlung gewinnt, wenn wir richtig mit ihnen umgehen.

Krisen Chancen

Aber wie geht man richtig mit Krisen um? Das Buch Hiob beschäftigt sich ausführlich mit dieser Frage. Hier kommen die 7 wichtigsten Prinzipien, die wir dort lernen können:

1. Loslassen und loben

Als Hiobs Idylle brutal zerbricht zeigt er eine erstaunliche Reaktion: “Der Herr hat mir alles gegeben und der Herr hat es mir wieder weggenommen. Gelobt sei der Name des Herrn!” (Hiob 1, 21) Hiob zeigt uns hier einen wichtigen Schlüssel: Wenn es uns gelingt, die Schätze, Hoffnungen und Wünsche, die uns eine Krise geraubt hat, von Herzen loszulassen und Gott trotzdem zu loben, verliert die Krise ihre zerstörerische Kraft über uns. Anstatt bitter und hart zu werden können wir Frieden und neue, hoffnungsvolle Perspektiven finden.

2. Klagen und Wütend sein ist erlaubt

Hiob hat Gott dann aber doch auch massiv und zynisch angeklagt. Erstaunlich ist: Gott hat Hiobs Vorwürfe weder zensiert noch ihn dafür verurteilt. Das zeigt: Wir dürfen auch negative Gefühle offen und ehrlich zum Ausdruck bringen und “los werden”, so wie Hiob es tat: “Darum will ich nicht schweigen, sondern aussprechen, was mich quält. Meine Seele ist voll Bitterkeit, ich muss meine Klagen loswerden.” (Hiob 7, 11) Ganz offensichtlich schätzt Gott Ehrlichkeit mehr als eine verkrampfte, aufgesetzte Pseudogeistlichkeit! Es ist vollkommen O.K. wenn wir im Gebet auch mal klagen, schimpfen und uns auskotzen. Gott kommt damit klar. Und uns tut es gut.

3. Zuhören und die Not gemeinsam tragen

Die 3 Freunde Hiobs verhalten sich zunächst vorbildlich: 7 Tage lang schweigen und weinen sie mit Hiob. Wohl dem, der solche Freunde hat! Unsere Gemeinden sollten Orte sein, in denen “mit den Weinenden geweint wird“, Schwache getragen und getröstet werden und Not geteilt wird. Aber leider fangen Hiobs Freunde bald an, ihm billige, verurteilende Ratschläge zu geben, die Hiob nur noch mehr unter Druck bringen. Das macht Gott wütend. Er hasst es, wenn wir Andere aburteilen. Der Schrei Hiobs ist der Schrei vieler verletzter Menschen in Krisensituationen: “Hört mir doch einmal richtig zu, das würde mich schon trösten.” (Hiob 21, 2) Gott hat uns nicht umsonst 2 Ohren und nur 1 Mund gegeben!

4. Sich Gott als Anwalt nehmen

Hiob reagiert bemerkenswert auf die Anklagen seiner Freunde: Er beruft sich auf Gott als seinen Anwalt: “Von allen Seiten werde ich verspottet und angegriffen. Verbürge du dich für mich, Gott, denn es wird kein anderer für mich einstehen.” (Hiob 17, 1-3) Statt um sich zu schlagen bittet er Gott, dass ER sein Haupt erhebt und seine Ehre wieder herstellt. Später hat Gott dann genau das getan. Besser wir setzen unsere Hoffnung auf Gott statt selbst gegen die Menschen anzukämpfen, von denen wir uns ungerecht behandelt fühlen.

5. Festhalten an Gottes Güte

Inmitten aller Enttäuschung, Verzweiflung und unbeantworteter Fragen gelingt es Hiob letztlich doch, nicht im Frust stecken zu bleiben sondern an Gottes Güte festzuhalten: “Und doch weiß ich, dass mein Erlöser lebt und auf dieser Erde das letzte Wort haben wird. Mag meine Haut noch so zerfetzt und von meinem Fleisch wenig übrig sein, werde ich Gott doch sehen.” (Hiob 19, 25+26) Der Weg aus der Krise beginnt, wenn wir uns entschließen, unser Herz nicht Wut, Trauer, Selbstmitleid und Bitterkeit zu überlassen sondern an Gott festzuhalten, auf seine Güte zu vertrauen und an seiner Hand neue Schritte zu wagen. Gott kann uns die Kraft dazu geben.

Kreuz knien

6. Aufatmen in Gottes Gegenwart

Mitten in der Krise erlebt Hiob eine so tiefe Gottesbegegnung, dass er anschließend bekennt: “Bisher kannte ich dich nur vom Hörensagen, doch jetzt habe ich dich mit eigenen Augen gesehen” (Hiob 42, 5). Wir dürfen unseren Gefühlen nicht glauben, wenn sie uns einreden, dass Gott uns verlassen habe oder uns ablehnen würde! Die Wahrheit ist: Unser himmlischer Vater leidet mit uns. Er ist uns nahe. Er ist für uns da. Er möchte uns umarmen, beschenken und aufatmen lassen, wenn wir einfach nur seine Nähe suchen.

7. Vergeben und Segnen bringt Befreiung und Segen

Am Ende schenkt Gott Hiob die Kraft, seinen Freunden zu vergeben. Daraufhin erhält Hiob doppelt so viel von dem zurück, was er in der Krise verloren hatte. Das zeigt: Wenn wir andere Menschen aus ihrer Schuld entlassen werden wir selbst entlassen aus dem Gefängnis unserer Bitterkeit. So kann Gottes Segen wieder in unser Leben fließen.

Heißt das, dass wie bei Hiob auch für uns Christen ein Happy End garantiert ist? Leider nein. Die Auflistung der Glaubenshelden in Hebräer 11, 35-40 zeigt: Nicht jede Krankheit wird geheilt, nicht jede Ungerechtigkeit auf Erden gesühnt, nicht jeder Wunsch wird erfüllt. Und trotzdem ist für uns Christen ein Happy End garantiert – spätestens in der Ewigkeit bei unserem himmlischen Vater! Für Christen steht fest: Das Beste liegt immer noch vor uns! Dieses Wissen kann es uns vielleicht ein wenig leichter machen, geliebte Menschen, unsere Gesundheit oder andere Dinge loszulassen und so manches Leid zu ertragen. Zudem schreibt Paulus in Römer 8, 28: “Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.” Das heißt: Wenn wir am Glauben und an der Liebe zum Vater festhalten wird Gott eines Tages etwas Gutes aus dem Desaster wachsen lassen. Wenn wir in diesem Vertrauen mit Gott zusammen durch die Krise gehen werden sie wirklich zu Chancen!

Stecken Sie im Moment in einer Krise? Dann möchte ich Ihnen 3 Fragen stellen:

  • Gibt es Menschen, vor denen Sie sich öffnen und “ausheulen” können, die Sie tragen und für Sie beten? Wenn nein, dann wünsche ich Ihnen, dass Sie solche Menschen finden.
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  • Brauchen Sie vielleicht jemanden mit einer psychologischen oder seelsorgerlichen Ausbildung, einen Finanzexperten oder einen anderen kompetenten Berater? Dann suchen Sie nach einer guten Anlaufstelle für professionelle Hilfe. Der Weg aus der Krise beginnt oft damit, dass wir uns eingestehen, dass wir Hilfe brauchen!
    x
  • Gibt es Menschen, denen Sie vergeben müssen? Dann sprechen Sie dieses Gebet:
    _____________________ (Namen einsetzen), ich vergebe Dir, was Du mir angetan hast! Ich entlasse Dich aus meinen Erwartungen und Forderungen! Ich segne Dich für Deinen weiteren Lebensweg und bitte Gott, dass ER Dir alles erdenklich Gute tut!”
    x
    Wichtig ist dabei: Die Kraft zur Vergebung muss in uns wachsen und reifen können. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, bis Sie dieses Gebet von Herzen sprechen können!

Du warst hier

Vor Jahren entstand am Ende einer schweren Krankheit dieses Lied: “Du warst hier”
Hören Sie doch mal rein. Oder singen Sie es selbst. Ich wünsche Ihnen, dass der Nebel sich lichtet in Ihrem Leben und Sie wieder sehen können:

ER ist hier. ER verlässt uns wirklich nie!

Mehr dazu:

Du warst hier

Wenn der Kampf wieder vorüber ist und der Nebel sich verzieht.
Wenn der Staub, der aufgewirbelt war, wieder meinen Blick frei gibt.
Dann seh ich’s wieder, Du warst hier.
Du standst direkt hier neben mir.

Und mit Tränen in den Augen seh ich Deine starke Hand,
die ich weiter weg empfand als irgendein entferntes Land.
Doch sie war immer hier und hielt mich fest als ich am Fallen war
und sie führte mich nach Haus bis in meines Vaters Arm.

Wenn der Kampf wieder vorüber ist und der Nebel sich verzieht.
Wenn der Staub, der aufgewirbelt war, wieder meinen Blick frei gibt.
Dann seh ich’s wieder, Du bist hier.
Du stehst direkt hier neben mir.

Und ich berge mich in Deinem Arm und ruh mich aus bei Dir.
Du wischst meine Tränen wieder ab und tröstest mich so sehr.
Neue Freude füllt mein Herz und plötzlich spüre ich die Kraft,
die in mir gewachsen ist bei dem Kampf in jener Nacht.

Wenn der Kampf wieder vorüber ist und der Nebel sich verzieht.
Wenn der Staub, der aufgewirbelt war, wieder meinen Blick frei gibt.
Dann sehe ich es mehr denn je:
Jesus, Du verlässt mich wirklich nie.
Herr, ich danke Dir so sehr dafür.

Erfüllt!

Der Heilige Geist macht den Unterschied!

Als Jesus die Erde verließ versprach er, dass der Heilige Geist ihn hier auf Erden vertreten wird. (Johannes 16, 5-14) Durch ihn will Gott uns also ganz besonders nahe sein. Umso tragischer ist es, dass wir so oft noch fremdeln mit dieser Figur. Wer oder was ist der Heilige Geist eigentlich? Eine Art göttliches Kraft- und Energiefeld? Eine Stimmung oder Atmosphäre?

Nein. Der Heilige Geist ist Gott in Person! Er kann fühlen (Epheser 4, 30), reden (Johannes 14, 26) und handeln (Römer 8, 26). Man darf den Heiligen Geist im Gebet deshalb genauso ansprechen den Vater und den Sohn.

Und das sollten wir auch tun! Denn für ein erfülltes christliches Leben ist der Heilige Geist absolut unverzichtbar: Nur ER kann unseren verkopften Gottesglauben in eine lebendige, innige Vaterbeziehung verwandeln (Galater 4, 6). Nur ER lässt die Frucht eines guten Charakters in uns wachsen (Galater 5, 22-23). Und nur ER schenkt uns Gaben, mit denen wir Anderen kraftvoll helfen und dienen können (1. Korinther 12, 4-11). Christsein ohne den Heiligen Geist ist deshalb zäh und anstrengend wie Autofahren ohne Benzin! Wer es versucht brennt frustriert aus.

Blogbild Heiliger Geist Erfüllt

Wie wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden

Durch Hingabe

Die Bibel ermutigt uns deshalb, erfüllt zu werden mit dem Heiligen Geist: „Und berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet voller Geist!“ (Epheser 5, 18) Paulus vergleicht hier das Wirken des Heiligen Geistes mit der Wirkung von Alkohol: Beide verändern unser Wesen. Aber während der Alkohol uns entstellt und kaputt macht lässt der Heilige Geist einen gesunden und heiligen Charakter in uns wachsen.

Damit das geschieht sollen wir „alle Bereiche unseres Lebens von ihm bestimmen lassen.“ (Galater 5, 25) Das heißt: Wir sollen nach und nach alle Zimmer unseres Lebenshauses für ihn öffnen, damit er sie aufräumen und gestalten kann. Bei der Fülle des Geistes geht es also nicht darum, dass wir immer mehr vom ihm bekommen sondern dass ER immer mehr von uns bekommt! Die Bibel nennt das Hingabe! Der Heilige Geist erfüllt uns, wenn wir ihm das Ruder unseres Lebens überlassen.

Indem wir einfach darum bitten

Haben Sie schon einmal um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist gebetet? Jesus hat uns ausdrücklich dazu ermutigt! (Lukas 11, 13) Und die Apostel haben regelmäßig den Menschen die Hände aufgelegt, damit sie mit dem Heiligen Geist erfüllt werden (z.B. Apostelgeschichte 8, 17). Das dürfen wir auch heute noch tun! Dieses „handgreifliche“ Gebet hilft uns vertrauen, dass Gott sich uns spürbar zuwendet und uns füllt mit seiner Kraft und seinem Leben. Probieren Sie es doch einfach einmal aus! Ich habe noch nie gehört, dass es jemand bereut hätte.

Durch Lobpreis und Anbetung

Paulus gibt uns noch einen weiteren wichtigen Hinweis, wie wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden können: „Werdet voller Geist, indem ihr zueinander in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern redet und dem Herrn mit eurem Herzen singt und spielt!“ (Epheser 5, 18b+19) Zum einen wird hier deutlich: Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist ist keine einmalige Sache! In unserem Alltag müssen wir immer wieder neu erfüllt werden.

Außerdem zeigt uns dieser Vers: Auch durch Lobpreis und Anbetung werden wir mit dem Heiligen Geist erfüllt! Im Singen öffnen wir unser Herz für Gott, so dass er es mit Glauben und mit seinem Geist füllen kann. Lobpreis und Anbetung war deshalb schon immer eine entscheidende Kraftquelle der Nachfolger Jesu. Nehmen Sie deshalb den Lobpreis mit in Ihren Alltag hinein! Hören Sie gute Anbetungsmusik und singen Sie selbst diese wundervollen Lieder zu Gott. Sie werden sehen: Das tut einfach gut! Da fühlt man sich wie neu geboren!

Das Kreuz und der Heilige Geist

Und das genialste ist: Man fühlt sich nicht nur so, maKreuz Heiliger Geistn ist es auch! Jesus sagte, dass wir durch Wasser und Geist neu geboren werden! (Johannes 3, 5) Das Wasser der Taufe symbolisiert: Unser alter Mensch stirbt mit Jesus am Kreuz. Und durch den Heiligen Geist empfangen wir neues, göttliches Leben. Deshalb brauchen wir beides: Das Kreuz und den Heiligen Geist! Gemeinsam sind sie Gottes Dreamteam für die Erneuerung unseres Lebens!

Wie wäre es, wenn Sie gerade jetzt einmal innehalten, ihr Leben ganz neu Gott übereignen und dann von Herzen dieses kleine aber enorm kraftvolle Gebet sprechen:

Komm, Heiliger Geist! Ich brauche Dich! Erfülle und erneuere mich!

Vielleicht spüren Sie nicht gleich eine Änderung. Aber ich verspreche Ihnen: Je mehr Sie ganz konkret mit dem Heiligen Geist rechnen, umso mehr werden Sie die gleiche Erfahrung machen wie die ersten Christen nach Pfingsten: Der Heilige Geist macht den Unterschied!

Mehr dazu:

Jesus, führ mich an Dein Kreuz

Vers 1

Jesus, Dir bring’ ich mein Leben und Du kennst all’ meine Schuld,
doch Du streckst mir die Hand entgegen, machst mich rein mit Deinem Blut.
Doch Du zeigst mir auch mein Wesen, das Dir ständig widerstrebt,
das nur sucht nach eig’ner Ehre, mich und andere zerstört.

Refrain:

Jesus, führ mich an Dein Kreuz, lass mich sterben dort mit Dir!
Komm, mach heute alles neu. Lass mich aufersteh’n, laß mich aufersteh’n,
lass mich aufersteh’n mit Dir!

Vers 2

Komm, Du guter Geist des Vaters, komm erfüll’ mich ganz mit Dir,
alles sollst Du von mir haben, nichts halt’ ich zurück von mir.
Komm, erfülle Du mein Leben. Nimm weg, was Dir nicht gefällt.
Lass mich Jesus ähnlich werden und ihm dienen in der Welt.

Warum das Kreuz?

Warum nur ist das „Logo“ des Christentums ein grausames Folter- und Mordinstrument? Ist Gott etwa so blutrünstig, dass er mit Menschenopfern zufrieden gestellt werden muss? Und warum sagte Jesus, dass seine Nachfolger jeden Tag das Kreuz auf sich nehmen sollen? Das muss damals ja geklungen haben wie: Wer mir nachfolgt muss sich jeden Tag in den elektrischen Stuhl setzen. Das ist doch grauenvoll, oder???

Warum das Kreuz

In der Tat: Das Kreuz provoziert. Es ist ein Skandal, den heutzutage sogar manche Theologen am liebsten loswerden wollen, weil es nicht zur kuschligen Weichspülreligion passt, die mancher gerne hätte. Aber was ist deKreuz tragennn die Botschaft des Kreuzes? Was bedeutet es, „das Kreuz auf sich zu nehmen“ und „mit Christus zu sterben“? Heißt das vielleicht: „Jeder muss halt sein Päckle tragen“, wie wir Schwaben gerne sagen? Nein. Die Botschaft des Kreuzes ist definitiv nicht: Wir müssen alle Leid ertragen. Richtig verstanden bedeutet das Kreuz vielmehr:

Wir Menschen stecken so tief im Sumpf der Sünde, dass wir aus eigener Kraft unmöglich ein Leben führen können, das in Gottes Augen bestehen kann.

Anders ausgedrückt: Wir sind derart hoffnungslose Versager und heillose Sünder, dass ein anderer unseren Schlamassel ausbaden musste. Unsere Schuld ist so gravierend, dass Gott nicht einfach “Schwamm drüber” sagen kann. Als gerechter Richter MUSS er uns verurteilen, sonst würde er sich selber schuldig macheRichter Hammer Waagen. Um uns retten zu können gab es deshalb für Jesus gar keinen anderen Weg, als an unserer Stelle unsere Schuld zu bezahlen und den Tod zu sterben, den wir verdient hätten.

DAS ist demütigend. DAS macht allen Vorstellungen vom Gutmenschentum ein jähes Ende und setzt die Axt an die Wurzel unseres Stolzes. Es raubt uns jede Illusion, dass wir doch irgendwie schon recht sind. Nein, sind wir nicht. Und wir werden daran trotz aller Bemühungen auch nichts ändern können, wie  Paulus eindrücklich schildert. Niemals.

Das Kreuz auf sich zu nehmen bedeutet deshalb: Kapitulieren! Aufgeben! Nicht länger versuchen, aus eigener Kraft ein anständiges Leben zu führen, auf das wir stolz sein könnten. Sondern auf die Knie gehen und eingestehen: Ich kann es nicht. Ich bin verloren. Ich kann mich nicht reinwaschen. Das einzige, was mir hilft ist, dass ein anderer für mich bezahlt und mir einen Neuanfang schenkt, den ich eigentlich nie und nimmer verdient hätte. Was ich brauche ist: Gnade! Unverdiente Gnade.

Das hört sich ziemlich niederschmetternd an. Das ist es auch. Durch das Kreuz stirbt etwas in uns: Unser Stolz. Unser Profilierungsdrang. Unser Geltungsbedürfnis. Unser Macht- und Überlegenheitsstreben. Unser Rachebedürfnis. Kurz: Unser ichbezogenes Ego oder “alter Mensch”, wie die Bibel es ausdrückt. Aber das Paradoxe ist: Genau das ist das Beste, was uns Menschen passieren kann! Denn genau aus diesem Sterben heraus wächst neues Leben. Warum?

Das Kreuz öffnet uns die Tür für einen Lebensstil, der nicht mehr aus unserer Leistung sondern aus der unerschöpflichFrau Kreuz Sonneen Gnade Gottes schöpft. Das Kreuz befreit uns vom Stress, uns und Anderen beweisen zu müssen, was für tolle Hechte wir doch sind. Denn es zeigt uns: Dieser Versuch ist ohnehin zum Scheitern verurteilt. Aber das Kreuz sagt uns auch: ER hat uns trotz unserer Fehler und unserer Sünde unendlich geliebt – so sehr, dass er sogar sein Leben für uns gab! ER hat alles für uns bezahlt! So hilft uns das Kreuz, uns von Gott mit Liebe und Wert beschenken zu lassen statt unser Ego und unseren Selbstwert mit unserer eigenen Leistung aufzublasen. Am Kreuz bietet Gott uns die Würde von geliebten Kindern des Königs aller Könige an. Umsonst. Wir brauchen es nur anzunehmen. So leicht kann unser Leben am Kreuz erneuert und auf ein völlig neues Fundament gestellt werden werden – auf das Fundament seiner Gnade und bedingungslosen Liebe statt unserer eigenen Leistung.

Aber was sich so leicht anhört fällt uns doch so schwer. Vor einigen Jahren habe ich einige Ex-Alkoholiker kennen gelernt, die sich gegenseitig helfen, sauber zu bleiben. Von ihnen habe ich etwas Interessantes gelernt: Der Weg aus der Sucht beginnt erst, wenn ein Mensch kapituliert und sich eingesteht, dass er ein ernstes Problem hat, das er nicht alleine lösen kann. Nur wer bereit ist, Schwäche und Hilfsbedürftigkeit einzugestehen, dem kann auch geholfen werden. Eigentlich ganz einfach. Und doch fällt diese Demütigung Vielen so schwer, dass erst alles zerbrechen muss. Manche schaffen es nie. Wie traurig.

Der Punkt ist: Wir sind alle süchtig. Vielleicht nicht nach Alkohol. Aber definitiv nach der Sünde. “Die Gedanken und Taten der Menschen sind schon von Kindheit an böse”, sagt die Bibel. Dass sie damit recht hat, hat die Menschheitsgeschichte eindrücklich bewiesen. Unser menschliches Wesen kann nicht anders als sündigen. Und unser Weg in die Freiheit beginnt mit dem demütigenden Eingeständnis: Wir schaffen es nicht aus eigener Kraft! Wir Menschen können vor Gott nur bestehen, wenn Gott uns nicht gibt, was wir verdient haben sondern wenn er uns unverdient beschenkt und unser Leben erneuert.

Deshalb komm zum Kreuz. Zerbrich am Kreuz. Lass Dich beschenken am Kreuz. Dort schenkt Gott uns ein neues Leben, das getränkt ist in der Gnade und Liebe Gottes. Mit einer geschenkten Würde, die uns kein Mensch rauben kann und nicht am Beifall Anderer hängt. Mit einem neuen Herzen, das aus der Gnade und Vergebung Gottes lebt und uns dadurch selbst zu gnädigen Menschen macht, die auch Andere tragen, ertragen, lieben und dienen können. Dort unter dem Kreuz baut Gott seine Kirche, die nicht aus Gebäuden sondern aus begnadigten, erneuerten Menschen besteht, in denen Christus selber lebt.Kreuz Wolken

Lasst uns die Botschaft vom Kreuz wieder zu dem machen, was sie ist: Ein Ärgernis! Ein Frontalangriff auf unseren Stolz! Und zugleich: Das Zentrum des Evangeliums! Die Mitte der Heilsbotschaft für die ganze Menschheit! HIER verliert die Sünde ihre Macht. HIER verliert der Tod seinen Sieg! Aus Jesu Tod wächst neues Leben! Denn “er wurde gestraft, damit wir Frieden haben. Durch seine Wunden wurden wir geheilt!” (Jesaja 53, 5) Wenn wir mit ihm gestorben sind werden wir auch mit ihm leben! Ist das nicht phantastisch?

Am Kreuz sein altes Ego aufzugeben ist also in Wahrheit kein Opfer. Es ist der Schritt in ein neues Leben als beschenkte, begnadigte und endlos geliebte Kinder unseres himmlischen Vaters! Was könnte es schöneres geben?

Mehr dazu:

Schenk uns Buße!

Das Wort Buße hatte in den letzten Jahrzehnten einen ziemlichen Karriereknick. In der Vorstellung der meisten Menschen klingt es bedrückend und spaßfeindlich. Man verbindet es mit erhobenen Zeigefingern, Druck und Verurteilung, deprimierende Reue, Sack und Asche und das Ende allen Vergnügens. Das ist wohl der Grund, warum dieses Wort heutzutage selbst in den Kirchen kaum noch zu hören ist. Dabei kommt es je nach Übersetzung allein im Neuen Testament über 50 mal vor und spielte auch in vielen kirchlichen Erneuerungsbewegungen eine zentrale Rolle. Könnte es sein, dass wir eine völlig falsche Vorstellung davon haben, was “Buße” ist?

In der Bibel steht dieses Wort zunächst einmal ganz simpel für 2 Dinge: Umdenken und Umkehr. Aus dem Hören von Gottes Wort kommt das Umdenken. Aus dem Umdenken folgt das umgekehrte Verhalten: Wenn wir also etwas gestohlen haben, dann bringen wir es jetzt wieder zurück. Wenn wir Menschen verletzt haben, dann bitten wir sie jetzt um Vergebung. Wenn wir Menschen kontrolliert und manipuliert haben dann fangen wir stattdessen an, ihnen zu dienen und sie los zu lassen. Buße ist also etwas sehr praktisches.Blogbild BußeKlick zum Lied: Schenk uns Buße! Text siehe unten.

In meinem Arbeitsalltag fällt mir immer wieder auf, warum Buße so wichtig ist. Wir machen ja alle Fehler. Das kann uns manchmal in brenzlige Situation bringen. Meine Erfahrung ist: Oft kann man relativ leicht das Gift aus einer solchen Situation ziehen, wenn man sein eigenes Fehlverhalten einsieht und sich für seinen Fehler ganz einfach entschuldigt. Das ist wesentlich einfacher und stressfreier als 1000 Ausreden zu suchen und die Schuld auf Andere zu schieben. Und man verliert dabei meist nicht an Ansehen! Im Gegenteil: Menschen, die Fehler zugeben und über sich selbst auch mal lachen können, sind im allgemeinen wesentlich beliebter, glaubwürdiger, entspannter und dadurch auch gesünder und erfolgreicher.

Im Managerdeutsch würde man sagen: Die Fähigkeit, Fehler und Schwächen eingestehen zu können, ist eine zentrale berufliche wie private Kernkompetenz und ein entscheidender Erfolgsfaktor für das ganze Leben.

Und Buße kann noch mehr: Wenn Sünde der Weg in den Abgrund ist, dann führt Umkehr uns auf den Weg des Lebens, der Heilung und der positiven Veränderungen. Buße ist – neudeutsch ausgedrückt – nichts anderes als ein „Game­changer“: Ein Ereignis mit dem Potenzial, eine ganze Lebenssituation, eine Krise, einen zerstörerischen Konflikt oder den Niedergang einer Familie, eines Unternehmens, einer Gemeinde oder einer ganzen Nation aufzuhalten und den negativen Trend ins Positive umzukehren. Wie viel Leid und Not könnten wir uns ersparen, wenn wir nicht so verbohrt und vernagelt wären sondern uns von Gott dazu bewegen lassen würden, umzudenken und uns anders zu verhalten!Buße Zitat

Gott ruft uns ja nicht deshalb zur Buße, weil er kleinkariert, eingefahren und kritiksüchtig ist. Er tut das auch nicht weil er sich an den “3 heiligen Gesetzen” orientiert (Wer sie noch nicht kennt: Sie lauten §1: Das war schon immer so! §2: Wo kämen wir denn da hin? §3: Da könnte ja jeder kommen!). Nein: Gott ruft uns Sünder zur Umkehr, weil er weiß, dass Sünde uns kaputt macht! Es quält ihn, mit ansehen zu müssen, wie wir Menschen uns gegenseitig verletzen, missbrauchen, belügen, ausgrenzen, mobben, berauben und uns selbst zerstören. Vor all dem möchte Gott uns so gerne bewahren.

Sein Ruf zur Buße ist deshalb nichts anderes als ein Ausdruck seiner Liebe und Freundlichkeit!  Und Buße wird in dem Moment ganz leicht, in dem wir tief in unserem Herzen begreifen, dass wir trotz unserer Fehler zu 100 % geliebt, angenommen und wertvoll sind und bleiben. Bei Gott müssen wir nicht fürchten, abgelehnt zu werden, wenn unsere schöne Fassade fällt, im Gegenteil: Er kennt uns ohnehin durch und durch – und liebt uns trotzdem! Seine Liebe kann uns helfen, unsere Fehler nicht länger zu verdrängen und die emotionalen Hürden auf dem Weg zur Umkehr zu überwinden.

Jesus hat einmal gesagt: Wem viel vergeben wurde, der hat viel Liebe. Jedes Mal, wenn wir erleben, wie Gott uns vergibt und uns trotz unserer Fehler liebt, wird unsere Liebe und Leidenschaft für ihn ein wenig größer. Die leidenschaftlichsten christlichen Bewegungen haben deshalb immer auch über Buße gesprochen. Buße ist also nichts Bedrückendes oder Spaßfeindliches. Buße hat auch nur manchmal etwas mit bitterer Reue und Tränen zu tun. Aber in jedem Fall ist Buße immer die Chance zum Leben, zur Heilung und zur Freiheit. Buße ist ein Geschenk, um das wir beten sollten: Herr, schenk uns Buße! In unserem Leben! In unserer Kirche! In unserem Land! Amen.

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Heilsame Buße beginnt mit dem Hören auf Gott! S10 Geboteo wie wir regelmäßig morgens in den Spiegel schauen sollten wir deshalb immer wieder die Bibel aufschlagen und dabei offen dafür sein, dass Gott uns spiegeln kann, wie er unser Leben sieht. Gut geeignet sind dafür die 10 Gebote. Wie wäre es, wenn Sie gerade jetzt einmal mit offenem Herzen einen Blick in diesen göttlichen Spiegel werfen und Ihr Leben mit diesem guten göttlichen Maßstab vergleichen?

1. Gebot: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat. Du sollst außer mir keine anderen Götter haben.“
Folge ich wirklich dem Gott der Bibel oder eher einem selbst zurechtgebogenen „Kuschelgott“? Gibt es außer Gott noch andere (okkulte bzw. esoterische) Mächte oder obskure Heilmethoden, auf die ich hoffe? Gibt es Süchte oder Menschen, von denen ich abhängig bin und die mehr als Gott mein Verhalten bestimmen?

2. Gebot: „Du sollst dir kein Götzenbild anfertigen. Du sollst sie weder verehren noch dich vor ihnen zu Boden werfen, denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott!“
Habe ich noch Glückssymbole oder Talismänner? Gibt es Idole oder Statussymbole, die mir über die Maßen viel bedeuten?

3. Gebot: „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.“
Habe ich Ehrfurcht vor Gott oder gehe ich leichtfertig mit ihm und seinem Namen um?

4. Gebot: „Denk an den Sabbat und heilige ihn. Sechs Tage in der Woche sollst du arbeiten und deinen alltäglichen Pflichten nachkommen, der siebte Tag aber ist ein Ruhetag für den Herrn, deinen Gott.“
Ruhe ich sonntags aus? Nehme ich mir Zeit für Gott und Gottesdienst?

5. Gebot: „Ehre deinen Vater und deine Mutter. Dann wirst du lange in dem Land leben, das der Herr, dein Gott, dir geben wird.“
Habe ich meinen Eltern vergeben? Ist meine Beziehung zu ihnen geklärt?

6. Gebot: „Du sollst nicht töten.“
Habe ich einen (Ruf-)Mord begangen? Habe ich jemand die Existenz zerstört oder gar (z.B. durch Abtreibung) getötet?

7. Gebot: „Du sollst nicht die Ehe brechen.“
Bin ich meinem Ehepartner treu in Worten, Taten und Gedanken? Bin ich frei von Pornografie und Prostitution?

8. Gebot: „Du sollst nicht stehlen.“
Habe ich mich an anderen Menschen, an Firmen oder am Staat bereichert (z.B. durch Steuerbetrug)?

9. Gebot: „Du sollst keine falsche Aussage über einen deiner Mitmenschen machen.“
Habe ich gelogen und Vertrauen zerstört? Wem habe ich dadurch geschadet?

10 . Gebot: „Du sollst den Besitz deines Nächsten nicht begehren: Weder sein Haus, seine Frau oder sonst etwas, das deinem Nächsten gehört.“
Bin ich neidisch auf Besitz, Einfluss, Beziehungen oder Status anderer Menschen?

Wenn Ihnen ein Punkt aufgefallen ist, bei dem Sie umdenken und umkehren sollten: Mit wem können Sie darüber sprechen?

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Schenk uns Buße
(Text und Musik: Markus Till, Vocal: Martina Lutz)

1. Herr, wir kommen jetzt zu Dir, weil Du uns gerufen hast
durch den Geist, der in uns wohnt und der uns erneuert hat.
Deine Liebe ist so groß, Deine Gnade täglich neu,
wunderbar ist alles, was Du für uns tust.

Doch trotz allem, was Du schenkst sind wir untreu gegen Dich,
laufen vielen Dingen nach und vergessen dabei Dich.
Wir missbrauchen die Geduld und die Gnade, die Du hast.
Schenk’ uns Umkehr und zieh’ uns zu Dir, o Herr!

Ref.: Schenk’ uns Buße für unser hartes Herz.
Jesus komm, befrei’ uns heut von uns’rer Oberflächlichkeit.
Schenk’ uns Buße und zeig’ uns Deinen Schmerz
über den Stolz, der Dich betrübt und uns zerstört.
Herr, brich den Stolz, der Dich betrübt und uns zerstört!

2. Jesus, Du hast uns gesagt: An der Liebe soll die Welt
seh’n, dass Du, Herr in uns wohnst und dass wir zu Dir gehör’n.
Doch statt dessen hat der Neid und die Eifersucht regiert
und so viele geh’n verlor’n durch unser’n Streit

Jesus, und als wir geseh’n: Unser Dienst bringt keine Frucht
haben wir Dich nicht gesucht, sondern haben’s selbst versucht,
haben auf die eig’ne Kraft und auf den Verstand vertraut.
Uns’re Schuld ist rot wie Blut, vergib uns, Herr!

Eine Gentherapie für die Christenheit

Aufatmen in Gottes Gegenwart präsentiert sich ab sofort in frischem Design! Aber auch bei den Inhalten hat sich einiges getan: Das AiGG-Buch kann jetzt in einer komplett neuen Version heruntergeladen werden. Alle Texte wurden überarbeitet und das Schriftbild lesefreundlicher gestaltet.

Buchcover 09 2015 ohne SchattenAber worum geht es eigentlich in diesem Buch?

In meinem Beruf an der Universitätsklinik habe ich viel mit verschiedenen Heilmethoden zu tun. Die naturwissenschaftlichen und technischen Entwicklungen der modernen Medizin sind äußerst beeindruckend. Immer mehr Krankheiten können erfolgreich behandelt werden. Aber nach wie vor hat die Medizin Grenzen, z.B. wenn die Krankheit genetische Ursachen hat. Wenn die Gene in jeder Zelle des Körpers falsche Signale produzieren kann auch die beste Therapie kaum helfen. Sie kann höchstens Symptome lindern, aber an der Ursache ändert sie nichts. Eine echte Heilung wäre nur möglich, wenn der Genfehler repariert werden könnte. Aber eine Gentherapie, die das korrekte Gen in jede einzelne der vielen Millionen Zellen im Körper einbaut, ist äußerst schwierig.

Manches, was in christlichen Kreisen versucht wird, um die Krankheit der Kirche zu heilen, kommt mir wie eine Therapie vor, die zwar Symptome lindert aber nichts an den Ursachen ändert. Neue Strukturen und Methoden, moderne Konzepte und Formen sind ganz bestimmt hilfreich. Aber was die westliche Christenheit letztlich braucht, um gesund zu werden, ist eine Wiederherstellung ihrer DNA! Und das sind die 12 biblischen Gene, die die Kirche Jesu heute wieder dringend braucht:

  1. Ein Herz, das Gott leidenschaftlich sucht, weil es erfahren hat, dass Gott allein unsere Bedürfnisse wirklich stillt.
  2. Eine ehrfürchtige und zugleich freundschaftliche Beziehung mit Gott, in der wir mit ihm auf Du und Du durchs Leben gehen.
  3. Authentische Gemeinschaft mit Jesus, die mitten im Alltag praktisch gelebt wird.
  4. Eine Leidenschaft und Liebe für die Bibel und ein Herz, das offen und sensibel dafür ist, die leise Stimme Gottes zu hören und ihr zu folgen.
  5. Ein reines Gewissen und die daraus folgende Gewissheit, dass Gott für uns ist und uns segnet.
  6. Herzen mit einer Bereitschaft zur Buße als Quelle des Heils und der Leidenschaft.
  7. Die Bereitschaft, am Kreuz Altes loszulassen und dadurch Raum zu schaffen für eine erneuerte Identität, die aus der unverdienten Gnade Gottes schöpft.
  8. Der Wunsch, immer wieder neu und noch mehr erfüllt zu werden mit dem Heiligen Geist, damit wir unter seiner Leitung und in seiner Kraft leben und dienen können.
  9. Die Fähigkeit, in Krisen an Gott festzuhalten, darin Gott an sich wirken zu lassen und dadurch gestärkt und gereift aus ihnen hervorzugehen.
  10. Der Drang zu Gemeinschaft und zur Einheit aller Christen durch lebendige Beziehungen, die alle Grenzen von Denominationen, Generationen und Prägungen überwinden.
  11. Versammlungen, die von Gottes Gegenwart geprägt sind, Herzen berühren und verändern und in denen durch Gebet unser Land verändert wird.
  12. Hingabe an Gottes Berufung und Opferbereitschaft in der Gewissheit, dass es kein erfüllteres Leben als das in der Nachfolge Jesu geben kann.

Diese Gene sind nicht neu, im Gegenteil: Sie sind allesamt Kernthemen der Bibel, die sich quer durch die Geschichte Gottes mit den Menschen ziehen. Und sie haben tatsächlich das Potenzial, nicht nur unser eigenes Leben sondern auch die ganze Kirche Jesu von innen heraus gesunden zu lassen. Wir müssen sie nur verinnerlichen und wirksam werden lassen. Wenn das immer mehr Christen tun und aufatmen durch die heilsame Wirkung von Gottes Wahrheit, Liebe und Kraft, werden wir echte und dauerhafte Veränderungen erleben.

Genau darum geht es in diesem Buch. Matthias Hoffmann vom “Vaterherz bewegT e.V.” Hannover schreibt dazu:

“Ein großes Kompliment für die gelungene Mischung aus Lehre, Praxis und lebensnahen Erfahrungen! Dieser “Glaubens-Kurs” unterscheidet sich wohltuend von vielem anderem, was mir bereits unter die Augen gekommen ist – und zu meiner großen Freude ist er durchdrungen von einem Gottesbild des liebenden Vaters, des gnädigen Jesus und des freisetzenden Heiligen Geistes!”

Interessiert? Die neue Version des Buchs zum Aufatmen in Gottes Gegenwart kann ab sofort kostenlos HIER heruntergeladen werden. Oder bestelle es unter info@aigg.de zum Selbstkostenpreis von 6 € inkl. Versand. Oder melde Dich an zum nächsten Glaubenskurs „Aufatmen in Gottes Gegenwart“, der ab dem 23. Februar 2016 wieder in Weil im Schönbuch stattfindet (Flyerdownload hier).

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Ein reines Herz

Davids Erfolgsgeheimnis – Schlüssel zur Freiheit

„Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“ Wie oft hat meine Mutter das mit mir gebetet. Aber als ich größer wurde habe ich den Begriff vom „reinen Herzen“ eigentlich kaum noch gehört, weder in der Kirche noch sonstwo. Umso erstaunter war ich, als mir auffiel, wie wichtig dieses Thema für Paulus war: “Das Ziel meiner Unterweisung ist, dass alle Christen von der Liebe erfüllt sind, die aus einem reinen Herzen kommt, aus einem guten Gewissen und aufrichtigem Glauben” (1. Timotheus 1, 5). Ein reines Herz und ein gutes Gewissen waren für ihn also sogar 2 der 4 Hauptziele, um die sich seine ganze Arbeit drehte!

Und für König David war ein reines Herz DER Schlüssel zum Erfolg schlechthin! In Psalm 18, 21 schrieb er: „Der Herr wird mich belohnen, weil ich aufrichtig bin, und mir den Lohn dafür geben, dass ich unschuldig bin.“ David war sich der Unterstützung Gottes vollkommen gewiss. weil er mit sich im Reinen war. Dadurch konnte er sogar dem Riesen Goliath unerschrocken entgegentreten. Als der Prophet Nathan ihm dann ein schlechtes Gewissen machte war Davids Erfolgsgeheimnis in Gefahr. Kein Wunder, dass seine größte Bitte an Gott deshalb war: „Erschaffe in mir ein reines Herz!“ (Psalm 51, 12)

Blogbild reines HerzAber warum ist ein reines Herz so wichtig? Jeder von uns weiß: Ein schlechtes Gewissen schafft Distanz. Wenn ein Kind seinen Eltern gegenüber ein schlechtes Gewissen hat, kann es ihnen nicht mehr in die Augen schauen. In unserer Beziehung zu Gott ist das genauso: Wenn wir uns schuldig fühlen ist unser Blick auf Gott nicht frei und unser Herz nicht offen. Ein reines Herz ist eine wichtige Grundlage für eine starke Gottesbeziehung!

Wichtig zu wissen ist dabei: Ein reines Herz hat nichts mit Perfektion zu tun! David z.B. war alles andere als perfekt! Und doch war er ein „Mann nach Gottes Herzen.“ (1. Samuel 13, 14). Ganz offensichtlich schätzt und segnet Gott unperfekte Menschen, die trotz aller Fehler und Schwächen mit reinem, erwartungsvollem Herzen zu ihm kommen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich jedoch, dass es gar nicht so einfach ist, tief sitzende Schamgefühle zu überwinden. Auch Jesus wusste, wie schwer es uns fällt, sich gegenüber diesem heiligen, perfekten Gott nicht als Versager zu fühlen. Aber das Geniale ist: Gott hilft uns dabei! Er hat uns sogar extra 4 ganz praktische Hilfen gegeben, damit ein reines Herz in uns wachsen kann. Wir sollten sie unbedingt kennen und nutzen:

1. Schuldbekenntnis und Zuspruch der Vergebung

Eine konkrete Schuld, die unser Gewissen belastet müssen wir bekennen statt sie zu verdrängen (siehe z.B. 1. Johannes 1, 9). Eine Beichte ist nicht nur für katholische Christen heilsam. Allerdings brauchen wir dazu keinen Beichtstuhl und keinen Priester. In kleinen Dingen genügt es schon, unsere Schuld ganz einfach Gott im persönlichen Gebet zu „beichten“ und um Vergebung zu bitten. Bei schwerwiegenderen Dingen ist jedoch ein Gespräch mit einem Freund oder einem Seelsorger tatsächlich unersetzbar. Ich weiß: Über das eigene Versagen zu sprechen ist in etwa so angenehm wie ein Zahnarztbesuch. Aber das Geniale ist: Wenn Dunkles ans Licht kommt, verliert es seine negative Kraft über uns! Es tut einfach so gut, wenn Dir jemand zuspricht: Deine Schuld ist Dir vergeben! Sie ist im tiefsten Meer versenkt! Du bist rein und heilig in Gottes Augen! Das ist wie wenn nach dem Zahnarztbesuch der Schmerz verschwunden ist.

2. Taufe

Die Taufe ist gemäß 1. Petrus 3, 21 “die Bitte an Gott um ein reines Gewissen.” Deshalb ist es so wichtig für jeden Christen, von sich selbst mit voller Überzeugung sagen zu können: Ich bin getauft! Ich gehöre Gott! Der Teufel hat kein Anrecht mehr auf mich! Wenn Du schon getauft bist, dann vergegenwärtige Dir diese Taufe wieder neu. Und wenn Du noch nicht getauft bist dann pack es an! Lieber heute als morgen!

3. Abendmahl

Jesus wusste, dass wir Menschen Wahrheiten körperlich erleben und spüren müssen, um sie wirklich zu begreifen. Deshalb ist das Untertauchen in der Taufe so wertvoll. Und auch im Abendmahl können wir körperlich spüren: Jesus hat sein Blut vergossen zur Vergebung meiner Sünden! Er hat seinen Leib gegeben, damit ich in Gottes Augen vollkommen rein, heilig und gerecht bin! Die ersten Christen haben dieses Abendmahl jeden Tag gefeiert. Auch wir sollten es heute immer wieder tun!

4. Liebe Dich selbst!

Dieses Gebot war Jesus genauso wichtig wie seine Aufforderung, Gott und unseren Nächsten zu lieben! Jesus wusste: Damit Gottes Liebe zu uns durchdringen kann müssen wir seinem Urteil über uns auch zustimmen! Weil Gott sagt, dass wir wertvoll sind, dürfen auch wir zu uns sagen: “Ja, ich bin wertvoll, so wie ich bin!” Und weil Gott sagt, dass wir wunderbar gemacht sind, sollten auch wir wie David zu uI love mens selber sagen: “Ich bin herrlich und ausgezeichnet gemacht!” Und weil Gott sagt, dass wir geliebt und liebenswert sind, dürfen wir auch zu uns selber sagen: “Ja, ich bin geliebt und liebenswert!”

Kommen Dir diese Sätze leicht über die Lippen? Oder tust Du Dich noch schwer damit? Dann sprich diese Wahrheiten doch immer wieder über Dir aus, ruhig auch mal laut! Das hat nichts mit magischem positivem Denken zu tun. Es bedeutet einfach nur, Gottes Gedanken über Dir zuzustimmen und damit dem Teufel, dem alten Ankläger, und all den Menschen, die anklagende und verurteilende Dinge über Dir ausgesprochen haben, eine lange Nase zu drehen und die Macht der Lügen zu brechen. Worte haben Macht. Gottes Worte sind die Wahrheit. Die Wahrheit macht uns frei! Frei, Gottes heilende Liebe zu empfangen, damit wir uns der Gunst Gottes ganz gewiss werden und aus diesem Wissen heraus – wie David – mutig und erfolgreich handeln können.

Geh nicht länger gebeugt durch die Welt. Geh mit reinem Herzen – und mit der Autorität und Würde eines geliebten Kinds des Königs aller Könige! Genau dazu bist Du berufen.

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1 Stimme unter 1000

Was für ein Stimmengewirr rings um uns her! 1000 Stimmen, die uns schmeicheln, uns bedrängen, an uns zerren. Zu 1000 Fragen wollen sie uns Antwort geben: Was ist die richtige Politik? Welche Produkte soll ich kaufen? Wie soll ich mein Leben führen? Was soll ich essen und was nicht? Welche Versicherungen brauche ich? Was tut mir gut? Was schadet mir? Welchen Trend darf ich auf keinen Fall verpassen?

Das Problem ist: Jede Stimme sagt etwas Anderes. Auf welche soll ich hören? Welche sind trügerisch? Auf welche kann ich mich verlassen?

Haben vielleicht die Stimmen recht, die in der Mehrheit sind? Oder haben die recht, die erfolgreich sind (weil Erfolg ja angeblich “Recht gibt”)? Oder kann ich mich auf die verlassen, die sich wissenschaftlich geben?

Aber auch Wissenschaftler haben sich schon so oft geirrt. Und Mehrheiten erst recht. Und wie oft schon sind schillernde Erfolgsgeschichten plötzlich von heute auf morgen zerplatzt wie eine Seifenblase?

Nein, es gibt kein sicheres Kriterium, um richtige Stimmen von falschen zu unterscheiden. Die Ungewissheit bleibt. Und die Gefahr, sich im Meer aus widersprüchlichen Informationen zu verlieren und unterzugehen. Und doch gibt es Hoffnung, denn…

1 Stimme ist anders!

Unter den 1000 Stimmen gibt es eine, die sich von allen anderen unterscheidet. Sie ist leise. Sie drängt sich nicht auf. Sie biedert sich nicht an. Aber sie hat Kraft. Sie ist das Leben. Ihre Worte haben das Universum hervorgebracht und alles, was ist. Und noch heute öffnet sie neue Welten und Horizonte. Sie verändert und erneuert mich. Sie ist Nahrung für meinen ausgehungerten Geist.

Leuchtturm

Sie ist wie das Sonnenlicht, das den Nebel auflöst, mir Sicht und Orientierung bringt. Sie ist wie ein Leuchtturm, der mich durch Untiefen und Gezeiten sicher in den Heimathafen bringt. Sie ist Wahrheit. Ihre Vorhersagen treffen ein. Ihre Worte stehen fest wie ein Fels, der alle Stürme überdauert und auf den ich mein Leben sicher bauen kann.

Diese Stimme hören heißt nach Hause kommen. Geborgenheit finden. Es ist die Stimme des guten Hirten, der mich zum frischen Wasser und auf grüne Auen führt und mich tröstet im finsteren Tal. Und was am wichtigsten ist: Diese Stimme bringt mich zu meinem Schöpfer, der mein Vater, mein Abba, mein Papa im Himmel ist.

Schäfer

Wie sehr brauche ich diese Stimme! Mehr als alles andere in der Welt. Denn ich kann auf Dauer nicht leben von dem, was Gott zu Anderen gesagt hat. Oder von dem, was Gott mir früher einmal gesagt hat. Ich brauche diese Stimme heute – und an jedem Tag wieder neu.

Jesus, Du hast mir versprochen, dass ich Deine Stimme hören kann – wie ein Schaf, das die Stimme seines Hirten unter 1000 anderen heraushört. Deshalb bitte ich Dich heute: Öffne mir die Ohren meines Herzens! Wenn ich die Bibel aufschlage will ich Dich reden hören! Wenn ich bete will ich Deinen Geist und Deinen Herzschlag spüren.

Lass Dein Wort tief in mir Wurzeln schlagen. Es soll wachsen und Frucht bringen – 30, 60 und 100fach, zu Deiner Ehre. Lass den Lärm der 1000 Stimmen verstummen, damit ich die 1 Stimme höre, die mir das Leben bringt. Sprich nun, Jesus. Dein Jünger hört.

 

Bibelworte zum Meditieren über die Stimme Gottes:

Johannes 10,27Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir.”

Matthäus 4,4: Der Mensch braucht mehr als nur Brot zum Leben. Er lebt auch von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt.”

Jesaja 55,11So ist es auch mit meinem Wort, das aus meinem Mund kommt. Es wird nicht ohne Frucht zurückkommen, sondern es tut, was ich will und richtet aus, wofür ich es gesandt habe.”

Jeremia 23,29Brennt mein Wort nicht wie Feuer?«, fragt der Herr. »Ist es nicht wie ein großer Schmiedehammer, der Felsen zertrümmert?”

Psalm 119,105Dein Wort ist eine Leuchte für meinen Fuß und ein Licht auf meinem Weg.”

Markus 13,31Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden ewig bleiben.”

Offenbarung 3,20Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand mich rufen hört und die Tür öffnet, werde ich eintreten, und wir werden miteinander essen.”

Matthäus 7,24Wer auf mich hört und danach handelt, ist klug und handelt wie ein Mann, der ein Haus auf massiven Fels baut.”

1. Mose 1,3Da sprach Gott: »Es soll Licht entstehen!«, und es entstand Licht.”

Markus 4,20Der gute Boden aber meint schließlich die Menschen, die Gottes Botschaft hören und annehmen und reiche Frucht bringen – dreißig-, sechzig-, ja hundertmal so viel, wie gesät wurde.”

2. Timotheus 3,16Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und kann uns lehren, was wahr ist, und uns erkennen lassen, wo Schuld in unserem Leben ist. Sie weist uns zurecht und erzieht uns dazu, Gottes Willen zu tun.”

Hebräer 4,7Heute sollt ihr auf seine Stimme hören. Verschließt eure Herzen nicht gegen ihn.”

1. Samuel 3,10Samuel antwortete: »Sprich, dein Diener hört.«”

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Augen-Blick

Diese Augen! Dieser Augen-Blick, als Jesus sich mir zuwendet und mich beim Namen nennt: „Zachäus! Steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren!“ Ich bin fassungslos. Will er wirklich ausgerechnet zu mir, dem Zöllner? Für all die Leute hier bin ich Abschaum. Ein kleiner Ausbeuter. So klein, dass ich auf einen Baum klettern muss, um Jesus sehen zu können. Wie ein Schuljunge. Aber mir war egal, was die Leute denken. Ich wollte unbedingt Jesus sehen, um alles in der Welt! Hat Jesus mein Verlangen gespürt? Meine Sehnsucht?

AugenBlickPinselfarbigweichDie Zeit, die Jesus in meinem Haus verbrachte, werde ich niemals vergessen. Ich hatte mit einer Standpauke gerechnet. Jesus wird mir sicher meine Betrügereien vorhalten. Dachte ich. Aber nichts dergleichen. Wir haben miteinander gegessen. Wein getrunken. Wir haben gelacht. Er hat mir zugehört. Und wieder: Diese Augen! Ein Meer von Liebe. Es war, als würden sie mir meine Ketten abnehmen. Die Ketten meiner Gier. Meiner Habsucht. Meiner Ichbezogenheit.

Und plötzlich war ich frei! Frei von meiner ewigen Angst, zu kurz zu kommen. Frei zu geben. Frei, Menschen zu beschenken. Als hätte mir Jesus ein neues Leben geschenkt. Und tatsächlich: Das Schenken machte mich reich. Jesus hatte mir nicht zu viel versprochen. Ich war überglücklich. Und langsam verwandelte sich der Ärger der Menschen, dass Jesus ausgerechnet zu mir gekommen war, in ein ungläubiges Staunen, wie Jesus Menschen verwandeln kann.

Inzwischen ist viel Zeit vergangen. Jesus ist schon lange nicht mehr unter uns. Seine Jünger hatten erzählt, er sei in den Himmel aufgestiegen. Je mehr Zeit verging, umso mehr wuchs in mir das Gefühl, dass das alte Leben mich wieder einholt. Die alten Gefühle von Habgier und Neid. Die alte Minderwertigkeit. Die alte Angst, nicht nur zu klein zu sein sondern auch sonst zu kurz zu kommen im Leben.

Bis ich dann diese christliche Gemeinde fand. Dort begegnete ich nicht nur liebevollen Menschen sondern auch dem Heiligen Geist. Man sagte mir, dass Jesus ihn uns geschickt hätte. Durch ihn wäre Jesus wieder bei uns, in unserem Herzen. Ich wollte es erst nicht glauben. Aber als ich mein Herz öffnete war mir, als wäre ich wieder oben auf meinem Baum. Und da war er wieder: Dieser Augen-Blick. Diese Gemeinschaft mit Jesus, die alles verändert. Die Freiheit kam zurück. Angst, Scham, Neid, Minderwertigkeit – alles begann wieder zu schmelzen in seiner Gegenwart!

Und heute? Heute ist Jesus ein Teil meines Lebens. Manchmal sehe ich ihn nicht mehr, wenn viel auf mich einstürmt und mir den Blick auf Jesus raubt, so wie die vielen großen Menschen mir damals die Sicht versperrten. Aber dann suche ich ich ihn wieder, so wie ich einst auf diesen Baum geklettert bin. Und immer wieder geschieht es: ER sieht mich. ER findet mich. ER hat wieder Zeit für mich. Und er lässt in mir die Gewissheit wachsen, dass er eigentlich immer bei mir ist, dass er mich nie verlässt. Schritt für Schritt hilft er mir, ihn in meinen Alltag einzubeziehen, in alles, was geschieht. Und er hört nicht auf, mein Leben zu verändern, es vom Kopf auf die Füße zu stellen. Einfach durch seine Gegenwart. Durch sein Wort. Durch seinen Augen-Blick.

Ich wünsche Euch viele Begegnungen mit Jesus, mitten im Alltag. Und spannende Erlebnisse mit dem Heiligen Geist, der uns auch heute noch diese Begegnungen mit Jesus schenkt. Übrigens: Meine Geschichte könnt Ihr nachlesen in Lukas 19, 1-10. Lasst Euch davon inspirieren!

Euer Zachäus

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Ein Freund! Ein guter Freund…?

Ist es angemessen, Gott als seinen „Freund“ zu bezeichnen? Sozusagen als netten Kumpel, der mit uns durchs Leben schlendert? Hört sich das nicht eher nach weichgespültem Kuschelchristentum statt nach solider Theologie an? In der Tat: Ich würde Gott niemals als meinen „Kumpel“ bezeichnen. Schließlich haben wir es hier mit dem Schöpfer des Universums und dem Herrn aller Herren zu tun! Als Johannes ihn sah im gleißend hellen Licht mit donnernder Stimme und einem Schwert im Mund fiel er erst einmal ohnmächtig zu Boden. Paulus ging es auch nicht viel besser. Also kumpelhaft ist Jesus da nicht gerade aufgetreten.

Umso erstaunlicher ist es, dass die Bibel uns trotzdem lehrt, dass dieser gewaltige, ehrfurchtgebietende Gott tatsächlich unser Freund sein möchte. Jesus hat das ganz direkt ausgesprochen:

“Ich nenne euch nicht mehr Diener, weil ein Herr seine Diener nicht ins Vertrauen zieht. Ihr seid jetzt meine Freunde, denn ich habe euch alles gesagt, was ich von meinem Vater gehört habe.” (Johannes 15, 15)

Aber Moment: Ist Gott nicht unser Herr, dem wir nachfolgen und dienen sollen? Und ist er nicht vor allem unser Vater im Himmel und wir seine Kinder? Ja, natürlich sind auch diese Beschreibungen unserer Beziehung zu Gott absolut zutreffend. Aber die ganze Bibel macht auch deutlich, dass Gott noch mehr für uns hat. In Galater 4, 3-4 schreibt Paulus:

“So war es auch bei uns, bevor Christus kam. Wir waren Diener dieser Welt. Doch als der festgesetzte Zeitpunkt da war, sandte Gott seinen Sohn … um uns aus der Gefangenschaft des Gesetzes freizukaufen und als seine Kinder anzunehmen.”
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Im Alten Bund hatte Gott die Menschen noch wie Knechte behandelt, denen man Regeln und Gebote auferlegt und von denen man absoluten Gehorsam verlangt. Im Neuen Bund hingegen geht Gott als Vater mit uns um. Auch ein Vater stellt Regeln auf. Aber das Ziel ist ein vollkommen anderes: Gott will keinen blinden Gehorsam mehr. Sein Ziel für uns ist jetzt Reife und Mündigkeit! In Epheser 4, 13 macht Paulus das ganz direkt deutlich:
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“Auf diese Weise sollen wir alle im Glauben eins werden und den Sohn Gottes immer besser kennen lernen, sodass unser Glaube zur vollen Reife gelangt und wir ganz von Christus erfüllt sind.”

Gott will uns also nicht mehr drängen oder gar bedrohen müssen. Er möchte einen weisen Charakter in uns hervorbringen, durch den wir aus eigenem Antrieb heraus gerne das Richtige tun. Er will uns sein Gesetz nicht mehr durch Worte in Befehlsform vermitteln sondern „in unser Herz schreiben“ (Jeremia 31, 33), so dass sie Teil unserer Persönlichkeit, unseres Charakters, unseres Wesens werden.

You are my friend Grafik

Je älter und reifer Kinder werden, umso mehr werden sie zu einem Gegenüber und zu Freunden ihrer Eltern. Genau das ist auch Gottes Ziel für uns. Dafür hat er uns nach seinem Bild geschaffen! Die Schöpfungsgeschichte berichtet, wie Adam und Eva einen geradezu freundschaftlichen Umgang mit Gott hatten. Im Alten Testament blitzt das noch öfter auf, z.B. wenn Abraham erfolgreich mit Gott verhandelt oder wenn von Mose berichtet wird, dass er täglich mit Gott „wie mit einem Freund redete“. Das zeigt: Dieser gewaltige Gott will tatsächlich, dass wir kleinen Menschen ihm ein mündiges Gegenüber werden!

Ja, es ist wichtig, Gott als Herrn anzuerkennen, vor ihm die Knie zu beugen und ihm zu dienen. Ja, Gott ist für immer unser Vater und wir sind seine Königskinder. Aber Gottes Ziel mit uns ist, dass wir auch seine Freunde werden. Damit das in unserem Leben praktisch wird ist es notwendig, dass wir vor ihm unsere Fassaden fallen lassen und ehrlich vor ihm werden. Dafür müssen wir ihn mitnehmen in unseren Alltag und ihn einbeziehen in unsere großen und kleinen alltäglichen Angelegenheiten. Und vor allem ist es wichtig, dass wir nicht aufhören, diese Beziehung zu ihm zu suchen, zu pflegen und dran zu bleiben, auch wenn er uns gefühlsmäßig gerade einmal weit weg zu sein scheint.

Wir können uns darauf verlassen: ER IST DA! Jeden Tag. Er will uns Vater, Freund und Bruder sein. Was für ein Vorrecht haben wir, dass dieser gewaltige, heilige Gott sich uns auf so nahbare Weise offenbart und auf Augenhöhe mit uns kommt.

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