Ein reines Herz

Davids Erfolgsgeheimnis – Schlüssel zur Freiheit

„Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“ Wie oft hat meine Mutter das mit mir gebetet. Aber als ich größer wurde habe ich den Begriff vom „reinen Herzen“ eigentlich kaum noch gehört, weder in der Kirche noch sonstwo. Umso erstaunter war ich, als mir auffiel, wie wichtig dieses Thema für Paulus war: „Das Ziel meiner Unterweisung ist, dass alle Christen von der Liebe erfüllt sind, die aus einem reinen Herzen kommt, aus einem guten Gewissen und aufrichtigem Glauben“ (1. Timotheus 1, 5). Ein reines Herz und ein gutes Gewissen waren für ihn also sogar 2 der 4 Hauptziele, um die sich seine ganze Arbeit drehte!

Und für König David war ein reines Herz DER Schlüssel zum Erfolg schlechthin! In Psalm 18, 21 schrieb er: „Der Herr wird mich belohnen, weil ich aufrichtig bin, und mir den Lohn dafür geben, dass ich unschuldig bin.“ David war sich der Unterstützung Gottes vollkommen gewiss. weil er mit sich im Reinen war. Dadurch konnte er sogar dem Riesen Goliath unerschrocken entgegentreten. Als der Prophet Nathan ihm dann ein schlechtes Gewissen machte war Davids Erfolgsgeheimnis in Gefahr. Kein Wunder, dass seine größte Bitte an Gott deshalb war: „Erschaffe in mir ein reines Herz!“ (Psalm 51, 12)

Blogbild reines HerzAber warum ist ein reines Herz so wichtig? Jeder von uns weiß: Ein schlechtes Gewissen schafft Distanz. Wenn ein Kind seinen Eltern gegenüber ein schlechtes Gewissen hat, kann es ihnen nicht mehr in die Augen schauen. In unserer Beziehung zu Gott ist das genauso: Wenn wir uns schuldig fühlen ist unser Blick auf Gott nicht frei und unser Herz nicht offen. Ein reines Herz ist eine wichtige Grundlage für eine starke Gottesbeziehung!

Wichtig zu wissen ist dabei: Ein reines Herz hat nichts mit Perfektion zu tun! David z.B. war alles andere als perfekt! Und doch war er ein „Mann nach Gottes Herzen.“ (1. Samuel 13, 14). Ganz offensichtlich schätzt und segnet Gott unperfekte Menschen, die trotz aller Fehler und Schwächen mit reinem, erwartungsvollem Herzen zu ihm kommen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich jedoch, dass es gar nicht so einfach ist, tief sitzende Schamgefühle zu überwinden. Auch Jesus wusste, wie schwer es uns fällt, sich gegenüber diesem heiligen, perfekten Gott nicht als Versager zu fühlen. Aber das Geniale ist: Gott hilft uns dabei! Er hat uns sogar extra 4 ganz praktische Hilfen gegeben, damit ein reines Herz in uns wachsen kann. Wir sollten sie unbedingt kennen und nutzen:

1. Schuldbekenntnis und Zuspruch der Vergebung

Eine konkrete Schuld, die unser Gewissen belastet müssen wir bekennen statt sie zu verdrängen (siehe z.B. 1. Johannes 1, 9). Eine Beichte ist nicht nur für katholische Christen heilsam. Allerdings brauchen wir dazu keinen Beichtstuhl und keinen Priester. In kleinen Dingen genügt es schon, unsere Schuld ganz einfach Gott im persönlichen Gebet zu „beichten“ und um Vergebung zu bitten. Bei schwerwiegenderen Dingen ist jedoch ein Gespräch mit einem Freund oder einem Seelsorger tatsächlich unersetzbar. Ich weiß: Über das eigene Versagen zu sprechen ist in etwa so angenehm wie ein Zahnarztbesuch. Aber das Geniale ist: Wenn Dunkles ans Licht kommt, verliert es seine negative Kraft über uns! Es tut einfach so gut, wenn Dir jemand zuspricht: Deine Schuld ist Dir vergeben! Sie ist im tiefsten Meer versenkt! Du bist rein und heilig in Gottes Augen! Das ist wie wenn nach dem Zahnarztbesuch der Schmerz verschwunden ist.

2. Taufe

Die Taufe ist gemäß 1. Petrus 3, 21 „die Bitte an Gott um ein reines Gewissen.“ Deshalb ist es so wichtig für jeden Christen, von sich selbst mit voller Überzeugung sagen zu können: Ich bin getauft! Ich gehöre Gott! Der Teufel hat kein Anrecht mehr auf mich! Wenn Du schon getauft bist, dann vergegenwärtige Dir diese Taufe wieder neu. Und wenn Du noch nicht getauft bist dann pack es an! Lieber heute als morgen!

3. Abendmahl

Jesus wusste, dass wir Menschen Wahrheiten körperlich erleben und spüren müssen, um sie wirklich zu begreifen. Deshalb ist das Untertauchen in der Taufe so wertvoll. Und auch im Abendmahl können wir körperlich spüren: Jesus hat sein Blut vergossen zur Vergebung meiner Sünden! Er hat seinen Leib gegeben, damit ich in Gottes Augen vollkommen rein, heilig und gerecht bin! Die ersten Christen haben dieses Abendmahl jeden Tag gefeiert. Auch wir sollten es heute immer wieder tun!

4. Liebe Dich selbst!

Dieses Gebot war Jesus genauso wichtig wie seine Aufforderung, Gott und unseren Nächsten zu lieben! Jesus wusste: Damit Gottes Liebe zu uns durchdringen kann müssen wir seinem Urteil über uns auch zustimmen! Weil Gott sagt, dass wir wertvoll sind, dürfen auch wir zu uns sagen: „Ja, ich bin wertvoll, so wie ich bin!“ Und weil Gott sagt, dass wir wunderbar gemacht sind, sollten auch wir wie David zu uI love mens selber sagen: „Ich bin herrlich und ausgezeichnet gemacht!“ Und weil Gott sagt, dass wir geliebt und liebenswert sind, dürfen wir auch zu uns selber sagen: „Ja, ich bin geliebt und liebenswert!“

Kommen Dir diese Sätze leicht über die Lippen? Oder tust Du Dich noch schwer damit? Dann sprich diese Wahrheiten doch immer wieder über Dir aus, ruhig auch mal laut! Das hat nichts mit magischem positivem Denken zu tun. Es bedeutet einfach nur, Gottes Gedanken über Dir zuzustimmen und damit dem Teufel, dem alten Ankläger, und all den Menschen, die anklagende und verurteilende Dinge über Dir ausgesprochen haben, eine lange Nase zu drehen und die Macht der Lügen zu brechen. Worte haben Macht. Gottes Worte sind die Wahrheit. Die Wahrheit macht uns frei! Frei, Gottes heilende Liebe zu empfangen, damit wir uns der Gunst Gottes ganz gewiss werden und aus diesem Wissen heraus – wie David – mutig und erfolgreich handeln können.

Geh nicht länger gebeugt durch die Welt. Geh mit reinem Herzen – und mit der Autorität und Würde eines geliebten Kinds des Königs aller Könige! Genau dazu bist Du berufen.

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