Die Flüchtlingsfrage: Es kann nur 1 Antwort geben!

Ja, die Flüchtlingsfrage ist kompliziert. Einfach alle Menschen willkommen heißen ist viel zu einfach gedacht. Der Oxford-Ökonom Paul Collier hat dargelegt: Gerade eine uneingeschränkte Willkommenskultur tötet, weil sie Menschen falsche Hoffnungen macht und sie den kriminellen Schleusern in die Arme treibt. Zudem führt sie dazu, dass die Herkunftsländer dauerhaft unterentwickelt bleiben, weil der massenhafte Exodus der Gebildeten einen „Braindrain“ zur Folge hat. Unser Staat steht also schon aus moralischen Gründen vor der Aufgabe, Armutsmigration einzudämmen.

Und ja, unser Staat muss sich auch viel aktiver damit auseinandersetzen, dass ein erschreckend hoher Anteil der muslimischen Flüchtlinge einen antidemokratischen Scharia-Islam härtester Prägung mitbringt. Wer davor die Augen verschließt und schon den simplen Hinweis auf diese Tatsache als „Islamophobie“ brandmarkt verhindert die dringend notwendige Suche nach Lösungen für die daraus resultierenden Integrationsprobleme und treibt Ausländerfeinden erst recht Anhänger zu.

Aber wie gehen wir nun konkret vor Ort mit den Flüchtlingen um, die bei uns sind und zu uns kommen? Thomas Maurer kümmert sich selbst als Pate um Flüchtlinge und engagiert sich im Arbeitskreis Flüchtlinge seiner Stadt als Vertreter von CVJM und evangelischer Kirchengemeinde. Er hat auf diese Frage eine eindeutige Antwort:

„Sehr viele von den Flüchtlingen kommen aus lebensgefährlichen Umständen zu uns. Es sollte daher aus menschlichen und christlichen Beweggründen selbstverständlich sein, ihnen beizustehen.“

Auch zu der Herausforderung, dass Flüchtlinge z.T. eine problematische kulturelle Prägung mitbringen, hat Thomas Maurer eine klare Meinung:

„Ich muss mich entscheiden, ob ich, anstatt wie die Pegida Fronten aufzubauen, persönliche Begegnungen als Chance sehe, um den Flüchtlingen als Christ zu begegnen. Der Islam baut durchaus strategisch in Ländern Einflussgebiete und Macht aus. Darauf wird zu Recht hingewiesen. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass Jesus für jeden einzelnen Menschen, egal ob Moslem oder Europäer gestorben ist. Ich teile mit vielen die Meinung, dass es eine Führung Gottes ist, dass gerade so viele Flüchtlinge und eben auch eine große Anzahl Moslems in unser Land kommen. Die Herausforderung dabei ist es, die Menschen vor Ort mit den Flüchtlingen in Kontakt bringen und Hilfsbereitschaft zu fördern. Es liegt mir sehr am Herzen, eine positive Grundstimmung zu fördern und Vorurteile auf beiden Seiten erst gar nicht entstehen zu lassen. Mir ist es wichtig, offen auf all diese Menschen zuzugehen und bewusst Gutes über sie zu reden. Kommt es dabei zu Problemen, sollten diese offen angesprochen werden. Nur so können die Mohammedaner lernen, was bei uns in Deutschland kulturell ggf. anders ist und wo sie ihre Verhaltensweisen im Sinne eines guten Miteinanders anpassen können.“

Die Notwendigkeit der offenen Ansprache kultureller Differenzen wird in der Flüchtlingsdebatte leider oft vergessen. Der Flüchtlingsstrom ist ja nicht das Hauptproblem. Deutschland ist schon mit weit größeren Flüchtlingsströmen fertig geworden. Problematisch ist vielmehr der ausgehöhlte Glaubens- und Wertekonsens unserer Gesellschaft! Sogar die linke TAZ hat bemerkt: „Wer keine eigenen Werte zu verteidigen hat, kann auch nicht tolerant sein. Wahrer Multikulturalismus setzt eine Leitkultur voraus.“ Wenn wir Flüchtlingen unsere demokratischen Werte nicht klar vermitteln entstehen gefährliche Parallelgesellschaften. Deshalb ist gerade jetzt der Dienst von Christen an Flüchtlingen gleich in mehrfacher Hinsicht so unglaublich wertvoll. Sie können zeigen, dass auch bei uns Menschen leben, die einen klaren Glaubens- und Wertekompass haben, wie Thomas Maurer berichtet:

„Wir haben in Holzgerlingen hauptsächlich muslimische Flüchtlinge. Daraus ergibt sich die einmalige Gelegenheit, diesen Menschen als bekennende Christen zu begegnen. Dies geschieht im ersten Schritt durch praktische Hilfe dort wo Not besteht, aber auch durch Gespräche und Verhaltensweisen die uns erfahrbar machen als Menschen, die von Evangelium geprägt sind. Ich sehe es gleichzeitig als Herausforderung und Chance, diesen Menschen von Jesu Liebe zu erzählen. Wenn Offenheit da ist, können wir die Möglichkeit nutzen und auch zu unseren Veranstaltungen und Gottesdiensten einladen. In den persönlichen Begegnungen können wir Jesus vorleben und auch zu einer Beziehung mit Jesus einladen. Ich bin überzeugt, dass Gott jedes Herz berühren kann. Ich möchte authentisch und persönlich Zeugnis geben von meinem Glauben, mit dem Wissen, dass Gott wirken kann durch mein Wort.“

Aber ist es überhaupt richtig, mit Flüchtlingen über Jesus zu sprechen? Nutzen wir nicht ihre Krise aus, um sie „religiös über den Tisch zu ziehen“? Ganz im Gegenteil, sagt Thomas Maurer:

„Basis einer guten Patenschaft ist das persönliche Gespräch. Viele Flüchtlinge haben großes Interesse, zu erfahren wie wir leben und was wir glauben. Ernsthafte und authentische Religiosität wird von den Mohammedanern sehr geschätzt. Ein Christ, der zu seinem Glauben keine Stellung bezieht, ist für einen Mohammedaner dagegen eher befremdlich. Mit Christen, die ihren Glauben an Jesus erklären, wird gerne über den Glauben geredet. Dabei können wir die Religionsfreiheit in unserem Land nutzen, ohne die Flüchtlinge dabei zu bedrängen. Moslems haben hier die Möglichkeit Christ zu werden, ohne mit Verfolgung rechnen zu müssen wie in vielen ihrer Heimatländer.“Blogbild Flüchtlinge Auf die Frage, wie wir mit Flüchtlingen umgehen sollen, die in unserer Umgebung wohnen und ankommen, kann es für Christen somit nur 1 Antwort geben: „Den Ausländer, der bei euch wohnt, sollt ihr wie einen von euch behandeln und ihr sollt ihn lieben wie euch selbst.“ (3. Mose 19, 34)Und Jesus sagt dazu: „Ich war ein Fremder, und ihr habt mich in euer Haus eingeladen.“ Mit anderen Worten: Wer Flüchtlingen dient, dient Gott!

Und was ist, wenn wir selbst keine Möglichkeit haben, uns aktiv um Flüchtlinge zu kümmern? Auch dazu hat Thomas Maurer eine Antwort: „Vielen Dank für jedes Gebet, das die Begegnungen mit den Flüchtlingen begleitet.“

Siehe auch:

3 Gedanken zu „Die Flüchtlingsfrage: Es kann nur 1 Antwort geben!

  1. Es ist beängstigend, mit ansehen zu müssen, welch ein geist unsere politiker treibt, Flüchtlinge in unserem Land in so immensensen Zahlen ein willkommenes
    Bleiberecht zu gewähren. Diese können nur von einem unheilvollen Geist gesteuert sein. Vor kurzem hieß es noch „Die Integration unserer Mitbürger mit Migrationshintergrund sei gescheitert, multi-kulti ist gescheitert“. Und jetzt heißt man einen solchen menschlichen Tsunami willkommen. Dieser politische Sinneswandel kann nur „fremdgesteuert “ sein; natürlich in Übereinstimmung mit Gottes Plan für unsere Welt. Deshalb habe ich einerseits Angst vor der zunehmenden Islamisierung Europas und dadurch bedingter gegenseitiger Gewalt. Zum anderen weiß ich aber auch, daß alle diese Dinge geschehen müssen, damit Gottes Heilsplan für unsere NEUE WELT in Erfüllung gehen kann. Ich kann uns darum nur aufrufen, treu unseren Platz an der Seite unseres Herrn Jesus einzunehmen und auch zu verteidigen. Wenn wir nur Ihm vertrauen
    wird Er uns schützen und auch die nötige Kraft zum Durchhalten schenken.
    Darauf vertraut
    christian olschewski

  2. Es ist eine Chance die uns gegeben wird.Aber das mit dem Vers 3 Mose 19 zu begründen ist verkehrt.Im AT werden für den Gegriff zwei verschiedene Wörter benutzt.Diese haben für die Fremdlinge auch unterschiedliche Bedeutungen.Für die „guten“Fremdlingen wird im NT das Wort Proselyt gebraucht,also einer der sich zum Volk,seiner Religiösen und Kulturellen Wurzeln mit einverleibt.Die anderen sind genau das Gegenteil.Sie lehnen die Israelische Kulturele,Religiöse Grundlage ab,möchten aber von deren Töpfen essen und sich ausbreiten.Beide Fremde werden in der Bibel auch unterschiedlich behandelt.Während die Proselyten nicht nut die seleben Pflichten wie die Israelis haben,können sie auch die gleichen Vorteile geniessen,Ihnen wird auch vertraut..Die anderen haben ihre Pflichten,aber ihen werden die gleichen Rechte verweigert.Wer den Unterschied einfach leugnet und so eine positive Bibelstelle einsetzt um seine Meinung zu untermauern,bitte ich doch mal anhand einer Konkordanz alle Fremdlinge an zu sehen.z.B:5Mo 23,21 Dem Fremden darfst du Zins auferlegen, deinem Bruder aber sollst du keinen Zins auferlegen, damit dich der HERR, dein Gott, segne in allem, was du unternimmst in dem Land, in das du kommst, um es in Besitz zu nehmen. Nur zwei Stellen die die fFremdlinge als Israeliten behandelt:;–5Mo 10,18 Er verschafft Waisen und Witwen ihr Recht. Er liebt die Fremden und gibt ihnen Nahrung und Kleidung –
    5Mo 10,19 auch ihr sollt die Fremden lieben, denn ihr seid Fremde in Ägypten gewesen Und nun die Fremdlinge die etwas tun sollen was kein Israelit darf:,–5Mo 14,21 (a) Ihr dürft keinerlei Aas essen. Du sollst es dem Fremden, der in euren Stadtbereichen Wohnrecht hat, zum Essen überlassen oder es einem Ausländer verkaufen. Hier wird deutlich das es um „andere“Fremde geht wie die in den Versen vorher.Beachte die Hebr.Wörte.Fremder ist nicht gleich Fremder in der Bibel.

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