Die Nachricht hinter den Nachrichten

Welche Botschaft sich hinter den Schreckensmeldungen unserer Zeit verbirgt

Ich schaue gerne Nachrichtensendungen an und informiere mich gerne im Internet darüber, was alles passiert in der Welt. Aber seit einiger Zeit vergeht mir der Spaß. Die schlechten Nachrichten häufen sich. Die Dramatik nimmt in bedrückender Weise zu. Dabei meine ich jetzt nicht nur die schlimmen Berichte aus den Kriegsgebieten wie Irak, Syrien, Libyen, Israel, Ukraine, Nigeria, Sudan usw. Genauso drücken mich die Berichte über Hetze, Hass und Gewalt mitten in Europa, mitten in Deutschland. Fast noch mehr Sorge bereitet mir die Frühsexualisierung und Pornografisierung unserer Jugend bei gleichzeitiger Verstaatlichung der Kindererziehung und Wegfall der Ideale von Treue und Familie. Wie sollen in unserer Gesellschaft emotional gesunde Kinder aufwachsen, wenn es immer weniger lebenslange Partnerschaften gibt? Und was wird mit unserer destabilisierten Gesellschaft passieren, wenn eine neue Finanzblase platzt und alle Rettungsschirme schon verbraucht sind?

Beim Nachdenken über diese Probleme regt sich in mir der Kampfgeist. Wir müssen doch aufstehen und etwas tun! Dann freue mich über all die Initiativen wie Petitionen, Demonstrationen, Großveranstaltungen usw. Ja, ich glaube wirklich, dass wir mehr denn je gerufen sind, aufzustehen und Salz und Licht unserer Gesellschaft zu sein. Nicht zuletzt die Onlinepetition zum Bildungsplan hat gezeigt, dass wir durchaus etwas bewegen können.

Aber am Ende denke ich: Auch wenn wir zu einer noch viel größeren Einheit finden und viel aktiver werden: Es wird wohl trotzdem nicht reichen. Wir werden die destruktiven Megatrends wohl nicht aufhalten können. Das könnte mich in die Verzweiflung treiben. Müssen wir denn wirklich hilflos zusehen, wie alles zerbricht?

In meinem Lied „Show your presence („Offenbare Deine Gegenwart“) habe ich dazu die folgenden Zeilen formuliert:

„Wenn alles gesagt und getan ist, wenn es keinen Weg mehr gibt, wohin wir uns wenden können, und wenn alle menschliche Hoffnung erloschen ist, dann begreifen wir es wieder: Es gibt nur 1 Ort, wo wir hingehen können, um Heilung für unsere Wunden zu finden. Wir werden Dein Angesicht suchen weil wir wissen: Wir brauchen Dich!“

Bild Video Show your presenceDas Lied ist inspiriert von 2. Chronik 7, 14, wo Gott uns verspricht, dass es trotz allem Chaos noch 1 Chance zur Rettung gibt, nämlich wenn das „Volk, das meinen Namen trägt, dann Reue zeigt, wenn die Menschen zu mir beten und meine Nähe suchen und zu mir zurückkehren, will ich sie im Himmel erhören und ihnen die Sünden vergeben und ihr Land heilen.“

Das klingt phantastisch. Fast zu schön, um wahr zu sein. Aber der Punkt ist: ES IST WAHR! Es gibt ganze Bücher in der Bibel, deren Geschichten immer nur diese 1 Botschaft haben: Gott hat diese Verheißung tatsächlich ernst gemeint! Und wer sich mit Erweckungsgeschichte oder den phantastischen Entwicklungen in Ländern wie Südkorea beschäftigt stellt fest: Hinter den Erfolgen stand und steht immer eine große Gebetsbewegung!

Aber leider sieht es bislang so aus, als ob ich mit meinem Lied zu optimistisch war. Trotz aller Schreckensnachrichten scheinen wir noch nicht wirklich zu begreifen, dass Gebet tatsächlich unsere einzige Rettung ist. Noch sind Gebetsabende meist die am schlechtesten besuchten Veranstaltungen im Gemeindeprogramm. Dabei haben Gebetsveranstaltungen so viele Vorteile:

  • Sie sind längst nicht so aufwändig und kräfteraubend wie Gottesdienste oder Evangelisationen. Im Gegenteil: Wenn wir dabei Gottes Gegenwart suchen statt nur Gebetsanliegen abzuarbeiten sind sie erfrischender als alles andere.
  • Im Gegensatz zu Protestaktionen verursachen Gebetsabende niemals Missverständnisse, Ärger oder Gegenproteste.
  • Gebetsveranstaltungen sind maximal effizient, denn wir erreichen 2 Ziele gleichzeitig: Die Erneuerung unseres Herzens UND unserer Gesellschaft.

Deshalb stellt sich mir die große Frage: Warum tun wir es nicht einfach? Warum folgen wir nicht einfach den Ortwin Schweitzers und Johannes Hartls dieser Welt, kehren um und fangen an, gemäß Gottes Anweisung als ganzes Volk Gottes gemeinsam zu beten und Gottes Angesicht zu suchen? Es wäre so einfach!

DIE NACHRICHT HINTER DEN NACHRICHTEN HEISST DESHALB: Allein den Betern kann es noch gelingen! GENAU JETZT ist die Zeit, unsere Prioritäten zu ändern und uns Zeit zu nehmen, um über alle Konfessions- und Generationsgrenzen hinweg gemeinsam Gottes Angesicht zu suchen, bis er kommt, um unser Land zu heilen!

Warum tun wir es nicht einfach?

Siehe auch:

Ein Gedanke zu „Die Nachricht hinter den Nachrichten

  1. Hallo lieber Markus, ich bin total deiner Meinung, dass nur anhaltendes Gebet noch etwas bewegen kann.
    Es gibt bereits einige (mir bekannte) Gebetsinitiatieven, bei denen man sich anschliessen kann. Ich nenne mal das Debora-Gebet. Es gibt einige Gruppen in der Umgebung, ursprünglich waren es Frauengebetsgruppen, die sich regelmässig treffen, heute gibt es auch Männergruppen (im Nachbarort). Weil wir z.Zt. so viele Schreckensnachrichten hören und sehen, treffen sich einige Leute noch extra wöchentlich. Je mehr, desto besser.

    Welche Rolle spielt da noch die Konfession, Gruppierung, oder Meinung. Beten nach dem Wort kann jeder, der sich aus Liebe zu Jesus Christus hineinnehmen lässt in das Weltgeschehen. Ich bin überzeugt, dass wir durch Gebet Geschichte schreiben werden und … nebenbei noch gesegnet und auferbaut werden.
    Also, Gelegenheiten gibt es! Packen wir’s an mit Ps. 3,4!

    LG Margarete

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