2 Die Kirche braucht eine geistliche Erneuerung und Erweckung!

Epheser 5, 14: „Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.“

Reformen allein werden die Kirche nicht retten. Änderungen der Struktur oder der Gottesdienstformen sind nur dann fruchtbar, wenn sie authentischer Ausdruck einer inneren geistlichen Erneuerung sind. Sie können nicht Ursache sondern nur Folge von neuem geistlichem Leben sein, das sich neue Strukturen und Formen sucht. Oder um es mit den Worten Jesu auszudrücken: Ohne neuen Wein helfen auch die besten neuen Schläuche nichts.

Auch theologische Rechthaber können die Kirche nicht erneuern, selbst dann nicht, wenn sie theologisch tatsächlich recht haben. Die Wahrheit ist im Neuen Testament nicht in erster Linie die richtige Erkenntnis (die bläht nur auf) sondern eine Person, die gesagt hat: Ich BIN die Wahrheit! Auch die Reformation hat nicht mit 95 Thesen begonnen sondern mit den lebensverändernden Begegnungen, die Luther mit Christus in seinem Wort hatte. Genauso braucht die Kirche auch heute in erster Linie eine neue, tiefgreifende Begegnung mit Christus und seinem Wort.

Erweckungszeiten haben sich immer dadurch ausgezeichnet, dass Menschen neu erkannten, wie verloren sie ohne Christus sind und wie dringend sie ihn und sein Erlösungswerk brauchen. Die geistgewirkte Erfahrung von Sündenerkenntnis, Gnade, Vergebung und Gottes Liebe weckte in den Menschen eine authentische Dankbarkeit, Liebe, Leidenschaft und Opferbereitschaft für Jesus. Das machte sie zu so effektiven Zeugen, dass die Kirche auch gegen größte Widerstände wuchs und wuchs und wuchs

Die Kirchengeschichte ist voller bewegender Berichte über solche Erweckungsbewegungen, in denen die müden Christen aus ihrem frommen Kirchenschlaf gerissen wurden. Die westliche Kirche profitiert bis heute von den Aufbrüchen des Pietismus, von der Erweckung unter John Wesley (die die methodistische Kirche hervorbrachte), von den großen Erweckungen unter Männern wie Jonathan Edwards, die die nordamerikanische Kirche bis heute prägen, und von vielen weiteren geistlichen Aufbrüchen.

Heute sehen wir große Erweckungen vor allem in Asien (z.B. China!), Afrika und Südamerika. Aber wir können uns sicher sein: Gott hat auch Europa nicht vergessen. Und Europa braucht mehr als alles andere dringend eine neue Erweckung! Wenn sie ausbleibt werden unfassbar viele Menschen verloren gehen. Die Kirche wird ihre prägende Kraft vollends verlieren. Dann werden andere Einflüsse die Oberhand gewinnen. Wir wollen uns die Folgen, von denen einige am Horizont bereits zu sehen sind, gar nicht ausmalen.

Erweckung kann man nicht machen. Aber wir können uns dafür bereit machen! Erweckung fällt nicht einfach so völlig unerwartet vom Himmel. Sie ist vielmehr immer dann zu erwarten, wenn die Christen sie für notwendig halten. Wenn sie erkennen, dass sie Erweckung brauchen. Wenn sie sich die Zeit nehmen, für Erweckung zu beten. Am besten, wir fangen gleich jetzt damit an. Überall, wo Christen das tun, hat Erweckung bereits begonnen.

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