Die Bibel ist das Herzstück der westlichen Kultur

Wie ein Inder dem Westen sein wahres Erfolgsgeheimnis zeigt

Mit seinem „Buch der Mitte“ hat der indische Philosoph, Sozialreformer und Theologieprofessor Vishal Mangalwadi ein einzigartiges Zeugnis für die Wirkungsgeschichte der Bibel in der westlichen Kultur vorgelegt. Da musste offenbar erst ein Inder kommen, um uns Europäern klar zu machen, wie entscheidend wichtig die Bibel für die Entwicklung praktisch aller Errungenschaften unserer westlichen Kultur war:

  • Lange Zeit (und in vielen Kulturen auch heute noch) galten die als Helden, die viele andere unterjochen konnten. Heute hingegen ehren wir Mitmenschlichkeit und den Einsatz für Schwache, Kranke und Arme. Dieser Wandel geht auf die biblische Lehre zurück, dass ALLE Menschen nach Gottes Ebenbild geschaffen und so sehr geliebt sind, dass sogar Gott selbst für jeden Menschen starb. Daraus wuchs die (von engagierten Christen betriebene) Abschaffung der Sklaverei, die Entwicklung des Gesundheitswesens und unser technischer Fortschritt – denn in anderen Kulturen wurde kein Bedarf gesehen, die unteren gesellschaftlichen Schichten von schwerer, entwürdigender Arbeit zu entlasten.
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  • Zum technischen und wirtschaftlichen Aufschwung trug entscheidend auch die biblische Lehre bei, dass für Christen ihr Beruf auch Berufung und „Gottesdienst“ ist und dass Geld klug und weitsichtig verwaltet werden muss. Eine entscheidende Basis für eine florierende Wirtschaft ist zudem Vertrauen und Ehrlichkeit – Werte, die in Europa erst durch die Bibel (genauer gesagt durch die großen postreformatorischen Erweckungsbewegungen) groß geworden sind, während in anderen Kulturen die Korruption grassiert, die jede wirtschaftliche Entwicklung blockiert.
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  • Die Allgemeinbildung aller gesellschaftlichen Schichten war in vielen Kulturen eine direkte Folge der Übersetzung der Bibel in die Landessprachen. Zahlreiche Gründungen von Schulen und Universitäten lassen sich auf Christen zurückführen.
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  • Die biblische Idee einer sinnvoll geordneten Schöpfung sowie der Auftrag an die Menschen, die Schöpfung zu verwalten, war die Basis für die fulminante Entwicklung der Naturwissenschaft im postreformatorischen Westen (die im Wesentlichen von gläubigen Christen begonnen wurde!), während Pantheismus, Fatalismus und die Abschätzigkeit gegenüber allem Materiellen in anderen Kulturen den wissenschaftlichen Aufstieg über Jahrtausende blockiert haben.
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  • Gerade die biblische Forderung nach Monogamie, vorehelicher Keuschheit und lebenslanger Treue hat die Frauen des christlichen Westens so frei, unabhängig und stark gemacht, dass eine Frauenrechtsbewegung entstehen konnte, was in diesem Ausmaß in keiner anderen Kultur je gelungen ist. Und vor allem hat die Bibel damit die Familien stark gemacht, die die Keimzelle einer gesunden Gesellschaft sind!
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  • Unsere Demokratie geht nicht – wie oft behauptet – auf die Griechen zurück (deren Idee, dass das Volk regieren soll, hat schnell im Chaos geendet). Sie entwickelte sich vielmehr aus dem biblischen Prinzip, dass das Gesetz regiert, dem sich sowohl das Volk als auch jeder Herrscher beugen muss. Entsprechend waren an der Entwicklung demokratischer Verfassungen zahlreiche Christen entscheidend beteiligt. Sie haben auch das Ideal eingeführt, dass Minister (=“Diener“) gemäß dem Vorbild Jesu dem Volk dienen müssen statt es zu unterjochen und auszubeuten.
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  • Toleranz und Freiheit entsteht in einer Gesellschaft nur auf dem Fundament einer gemeinsam akzeptierten höheren Wahrheit (die Humanismus und Aufklärung allein niemals hervorbringen kann). Atheismus und Relativismus verdammen eine Gesellschaft hingegen dazu, unter dem Meinungsdiktat fehlerhafter Menschen zu leben – was letztlich zwangsläufig in Konflikten endet.

Vishal Mangalwadi weist detailliert nach, wie sehr die Bibel das westliche Denken durchdrungen hat bis hinein in Kunst, Kultur, Musik und Literatur. Er zeigt auf Basis vieler Untersuchungen und persönlicher Erlebnisse, wie positiv die Bibel gewirkt hat und wie im Vergleich dazu Gesellschaften unter dem Einfluss anderer Religionen oder Ideologien gescheitert sind. Mit diesem Buch räumt Mangalwadi auch auf mit der irrigen und naiven Vorstellung, alle Kulturen wären gleich und die ungleiche weltweite Verteilung von Wohlstand und Menschenrechten wären primär ein Produkt von westlichem Imperialismus. Dabei kommt ihm zugute: Er ist nicht nur ein akademischer Theoretiker sondern hat selbst aufopferungsvolle Entwicklungshilfe im ländlichen Indien geleistet und dabei die Auswirkungen von Kultur und Religion praktisch erlebt.

Nachdem die mittelalterlichen westlichen Eliten bis zur Reformation mit Gewalt verhindert hatten, dass das normale Volk in seiner Sprache die Bibel lesen kann, ist es heute eine neue Elite, die dem Volk die Bibel dadurch wegnimmt, dass sie ihre Glaubwürdigkeit bestreitet und behauptet, dass man die Bibel nur mit wissenschaftlichen Mitteln richtig verstehen könne. An die Stelle von Gottes Wahrheit hat sie einen alles beherrschenden Relativismus gesetzt. Muss deshalb die Sonne über dem Westen wieder untergehen?

Das Buch der Mitte macht klar: Politiker können den Abstieg des Westens nicht verhindern. Was der Westen vielmehr braucht ist eine neue Erweckung und eine Hinwendung zu Gottes Wort, wie er sie unter Männern wie Jonathan Edwards und John Wesley schon mehrfach erlebt hat. Wer dieses Buch gelesen hat kann schon aus Liebe zur nächsten Generation gar nicht anders, als sich mit Leidenschaft für Erweckung und für die Hinwendung zur Bibel einzusetzen.

Für mich heißt das: Unsere Gesellschaft braucht wieder mutige Männer und Frauen, die den Zeitgeist mit Gottes ewiggültiger Offenbarung konfrontieren, die gegen alle Widerstände Gottes Wort lehren und verbreiten und die Menschen zur Umkehr rufen. Je länger wir im angepassten Kirchenschlaf verharren, umso herausfordernder und existenzieller wird auch im Westen die Auseinandersetzung zwischen Gottes Wahrheit und dem Zeitgeist, in die die Christen zu allen Zeiten und in allen Kulturen hineingestellt waren und sind. Packen wir’s an! Ein guter Beitrag dazu wäre, dieses außergewöhnliche und augenöffnende Buch selbst zu lesen und nach Kräften weiter zu verbreiten.

„Das Buch der Mitte“ von Vishal Mangalwadi ist 2014 im Fontis-Verlag erschienen.

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