54 Einheit scheitert in erster Linie an unseren menschlichen Schwächen

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Kolosser 3, 13+14„Seid nachsichtig mit den Fehlern der anderen und vergebt denen, die euch gekränkt haben. Vergesst nicht, dass der Herr euch vergeben hat und dass ihr deshalb auch anderen vergeben müsst. Das Wichtigste aber ist die Liebe. Sie ist das Band, das uns alle in vollkommener Einheit verbindet.“

Einheit scheitert oft gar nicht an unterschiedlichen theologischen Auffassungen, am unterschiedlichen Musikgeschmack oder an verschiedenen Meinungen zum Gemeindebau. Die wahren Gründe liegen oft tiefer. Einheit scheitert meist an unseren menschlichen Schwächen, an unserem Selbstwertmangel und an unserem Stolz.

Das Problem ist: Mit schwachem Selbstwertgefühl werden auch die ganz normalen zwischenmenschlichen Versäumnisse und Missverständnisse zum Problem. Dann kann schon eine kleine falsche Bemerkung genügen, um uns wütend zu machen oder uns in unser Schneckenhaus zu treiben. Die Befindlichkeiten von Menschen mit ramponiertem Selbstwertgefühl können die Einheit einer Gruppe oder Gemeinde deshalb sehr auf die Probe stellen.

Das gleiche gilt für stolze und überhebliche Menschen. Was Viele nicht wissen: Stolz und Selbstwertmangel sind oft Kehrseiten von ein und derselben Medaille! Wir Menschen kompensieren unseren brüchigen Selbstwert oft durch dominantes Auftreten, Besserwisserei, Überlegenheitsgefühle, stolz-medaillenegatives Reden oder Verachtung Anderer.

Wenn wir solche Tendenzen an uns entdecken ist es höchste Zeit, umzukehren und zu Jesus zu gehen. ER ist die Wertschätzungs-Quelle, die wir brauchen, um eine stabile Identität und einen gesunden Selbstwert zu entwickeln und dadurch wahrhaft einheitsfähig zu werden.

Und wir dürfen niemals vergessen: Wir leben ALLE davon, dass unser Gott unendlich viel Geduld mit uns hat, uns immer wieder vergibt und uns selbst dann treu bleibt, wenn wir untreu sind. Als Kirche müssen wir lernen, genauso mit unseren Mitchristen umzugehen, damit trotz aller Schwächen und Fehler Gemeinschaften wachsen können, die geprägt sind von Einheit und der Liebe, Gnade und Barmherzigkeit Gottes.

Der Artikel zur 54. These: Umkämpfte Einheit (4): Stolz-Riesen und Selbstwertzwerge