81 Die Kirche muss sich der Realität der unsichtbaren Welt bewusst sein

These 81

Epheser 6, 12: „Denn wir kämpfen nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut, sondern gegen die bösen Mächte und Gewalten der unsichtbaren Welt, gegen jene Mächte der Finsternis, die diese Welt beherrschen, und gegen die bösen Geister in der Himmelswelt.“ 

Das Alte und das Neue Testament ist voller Engel und Dämonen. Dass es sich dabei nicht um Märchen sondern um reale Wesen handelt ist für die Bibel eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem vermittelt uns die moderne Theologie den Eindruck, dass die Aufklärung die Realität dieser unsichtbaren Welt quasi entsorgt hätte.

Doch weltweit erleben Menschen in allen Religionen: Natürlich gibt es Mächte, Kräfte und Wesen, die mit naturwissenschaftlichen Gesetzen nicht zu fassen sind. Und die Bibel macht an vielen Stellen deutlich: Diese unsichtbare Welt hat entscheidende Bedeutung für das Sichtbare! Man denke nur an die Geschichte, in der Israel im Kampf mit seinen Feinden immer nur dann die Oberhand gewann, solange Mose betend seine Arme hob.

Es ist deshalb von zentraler Bedeutung, dass die Kirche Jesu sich der Realität dieser unsichtbaren Welt und ihrer Bedeutung für das Sichtbare bewusst ist!

Ohne dieses Bewusstsein wird sie wenig und nur pro forma beten. Sie wird auf Rhetorik und das menschlich Machbare vertrauen. Und sie wird Menschen für Widerstände verantwortlich machen – und sie entsprechend bekämpfen.

Mit diesem Bewusstsein wird die Kirche viel und leidenschaftlich beten. Sie wird ihr Vertrauen auf die Kraft von Gottes Wort und Gottes Geist setzen. Und sie wird auch ihre Gegner lieben, weil sie weiß: Letztlich kommt der Widerstand nicht von Menschen sondern von Mächten, die nicht durch Streit und Konflikt sondern durch Gebet, Gottes Wort und Gottes Kraft besiegt werden.

Nüchternheit bedeutet für die Kirche nicht, den Thesen des herrschenden Naturalismus zu folgen. Nüchternheit bedeutet, die Realität anzuerkennen. Und zwar die ganze Realität, wie die Bibel sie beschreibt. Höchste Zeit, dem Aufruf von Paulus zu folgen, die geistliche Waffenrüstung anzuziehen und mit Waffen zu kämpfen, die nicht Menschen sondern die Werke und die unsichtbare Gefolgschaft des ewigen Lügners, Verneblers, Durcheinanderbringers und Verklägers treffen.